Fidschi – fast das Paradies auf Erden

Nach dem (noch) kalten Neuseeland ist in Fidschi wieder richtig tropisches Wetter angesagt. So wie man es sich vorstellt. Die Ankunft auf „Mainland“ also der Hauptinsel Viti Levu“ erfolgt im Flughafen Nadi. Seiner Art nach eher offen gehalten und man wird von einer fidschianischen 


Wenn man planlos ankommt (so wie ich), sollte man nicht den Fehler machen und in die „Stadt“ Nadi fahren. Zum einen ist Nadi Nadinicht viel mehr als eine Ansiedlung rund um 5-6 Kreuzungen und nur zufällig in der Nähe des Flughafens (die Hauptstadt ist Suva). Zum anderen gibt es dort quasi nichts für Rucksackreisende, sondern nur Läden und Stadtleben indischer Couleur. Das einzige „Hostel“ dort ist eine stinkende viertklassige Absteige. Das eigentliche Fidschi findet auf den unzähligen Inseln statt. Daher sollte man entweder vorher schon seine Aufenthalte in dem oder den Resorts buchen oder spätestens jetzt am Flughafen auf eine der netten fidschianischen Reiseexpertinnen zurückgreifen. Mir ist das Ding mit Nadi passiert, doch wurde ich von einer Reiseexpertin gefunden und dann ist sie (wie freundlich) noch mal eben mit mir und ihrem Fahrer gratis zum Flughafen gefahren, in ihr Büro und wir haben einige Resorts inkl. Transport gebucht. Dort zu bezahlen und sich dort am Geldautomaten mit Kohle einzudecken ist empfehlenswert, da es auf den Resortinseln keinerlei Geldautomaten und das Bezahlen mit Kreditkarte gerne auch mit 5% beaufschlagt wird (+eigene Bankgebühren versteht sich).Band begrüßt. Es geht also schon freundlich los. Die Einreise in dieses Neuseeländische Protektorat gelingt problemlos. Die Standards sind ähnlich wie in Neuseeland. Am Automaten gibt es Fidschi-Dollar (FJD). Zu Fidschi gehören 2 größere und 330 kleinere Inseln, von denen rund 110 bewohnt sind. Insgesammt handelt es sich um 18.333 km².

Ein typischer Fidschi-Aufenthalt beginnt und endet jedoch in „Nadi“. Hinter dem Flughafen (dennoch 5km) befindet sich eine kleine Ansiedlung von Hostel-Resorts. Dort bleibt man typischerweise eine Nacht um auch sicher seinen Flug zu erwischen bzw. wenn für heute alle Boote schon weg sind.

Das Standardding in Fidschi ist, sich Wilder Haven in Viti Levuauf den Yasawas (Inselkatte) und auf Mana & Co (Inseln) aufzuhalten. Der Vorteil ist, dass beides gut vom Flughafen aus erreichbar ist und nicht zu weit (naja, zu den hintersten Yasawa-Resorts 5h!). Mein erster Aufenthalt war im Ratukini dive Resort. Wir wurden am Hostel in Nadi abgeholt und zu einem wilden „Privathafen“ gefahren. Von dort brachte uns ein kleines aber kraftvolles Boot in ca. 40 min direkt nach Mana. Der koffer getragen mit hibiscousAusstieg ging direkt auf den Strand von Ratu Kini. Koffer und Taschen wurden für uns getragen und einige Angestellte begrüßten uns mit einem Willkommenslied sowie Hibiscusblüten fürs Haar und beim Einchecken gabs noch eine kühles Getränk. Das nenne ich mal einen Empfang!

Ratu Kini’s wird für meinen Fidschi-Aufenthalt zwar das einfachste, aber Kava zelebrierenauch schönste „Resort“-Erlebnis. Man lebt hier zwischen einem Hotel-Resort, einem wirklich spartanischen Backpacker und dem Dorf der Einheimischen der Insel. Und natürlich dem Meer. Die Korallen rund um Mana und generell um Fidschis Inseln sind gigantisch. Es wird zwar immer vom Heim der Weichkorallen geredet, aber Fische und anderes Getier gibt es hier in einer unglaublichen Pracht. Klar, dass da Tauchen und Schnorcheln ganz oben auf den Aktivitätslisten steht. Ich war natürlich mehrere Male Schnorcheln aber ich entschied mich auch für einen Open-Water-Padi-Tauchkurs mit 5 Tauchgängen. Nun bin ich entsprechend zertifiziert und mit ca. 333€ kann man das wohl unter „recht günstig“ einordnen. Bezüglich der Ansichten unter Wasser hat sich das absolut gelohnt. Daher: Empfehlung. Nicht erwähnen will ich, dass ich die erste Nacht eine Bettwanzenerfahrung hatte – kann aber überall mal passieren.

Die Gäste auf Mana waren auch alle super drauf – bei dem Erleben dort kein Wunder. Einen Abend wurde ein gemeinsames Feuer am Strand gemacht und darin ein wenig gekocht. Am nächsten Tag haben einige einen Ausflug nach „Cast away Island“ organisiert. Bei dieser 30min entfernten, unbewohnten Insel handelt es sich um die Kulisse des Films „Cast Away“ mit Tom Alan als Tom HanksHanks. Die Nachbarinseln sind im Film wegretuschiert und sonst wirkt die Insel auch größer als sie ist. Aber es war cool. Geiles Schnorcheln und selbst geöffnete Kokosnüsse. Passend dazu findet sich im Hostel auf Mana ein Nachbau des Volleyballkopfes „Willson“ und die DVD. Und unser Freund Alan aus Nordengland resemblierte perfekt die Hauptperson des Films, Chuck Noland.

Im weiteren Verlauf meines Aufenthaltes wollte ich noch ein wenig mehr sehen. Und so habe ich einen Aufenthalt in „Bounty Island Resort“ gemacht. Nur eine Nacht, damit ich von einem aufs andere Schiff umsteigen kann. Dieses Resort bietet sogar warmes Wasser, einen Swimmingpool und ist auch sonst ein bisschen besser ausgestattet. Auch hier gibt es 3 Mahlzeiten pro Tag, die man sowieso nicht anderweitig bekommen kann. Grundsätzlich ist es aber eher eine Backpacker-Bleibe. Als „Spezial“ gab es hier Nachtschnorcheln. Durchaus interessant. Irgendwann nach über einer Stunde fragte jemand aus der Gruppe, ob wir denn vielleicht mal wieder an Land schwömmen.

Mein letzter Inseltest galt dem „Manta Ray Resort“. Das heißt so, weil dort saisonal Mantarochen rumkreuchen. Leider habe ich dieses Saison verpasst. Auch hier ist Tauchen angesagt. Doch schon allein mit Schnorcheln ist man keine 3m vom Ufer entfernt in den tollsten Korallen. Empfehlung! Zu Essen gibt es hier ebenfalls 3 Mahlzeiten pro Tag, die man mitbuchen muss. Mittags und Abends kann man aus einem Dutzend Menüs wählen und da waren durchaus einige Juwelen dabei. Das Resort ist mit Kompostiertoiletten ein wenig alternativ. Kritik: Dormatorium mit 32 Betten ein wenig groß, Bar hat bescheidene Auswahl (speziell keinen Eiskaffee), Wege oft lang und bergig, Dieselgenerator (an sich) steht fast mitten drin und erzeugt eine stehende CO2-Wolke (geht aber), Kreditkartenzahlungen kosten 5% Zuschlag – ein neuer Spitzenwert. Daher: Durchaus einen Besuch wert, aber Bargeld mitnehmen.

Das Ende meines Aufenthalts führte mich, wie auch viele andere Leute wieder nach Nadi und zwar in „Smugglers Cove“. Das ist ein professionelles, aus Stein gebautes Hostel mit größerer Gastronomie und jeden Tag trifft man sich dort. Und natürlich findet man hier 1001 Leute von den Inseln wieder. Echt interessant, wie klein die Welt oft ist. Von hier aus kann man Tagesausflüge nach Nadi oder nach Lautoka machen. Suva ist 4,5 h enfternt und erfordert daher mehrere Tage. Da Nadi nicht wirklich toll ist, sollte man am ehesten Lautoka wählen. Während Suva auf der Regenseite ist, und garantiert Regen haben wird, ist Lautoka vermutlich im Sonnenschein. Durch die Geographie kann es in Nadi regnen und 10km weiter ist Sonnenschein.

Fidschi ist also zusammengefasst echt einen Besuch wert. Zwar gibt es auf „Mainland“ durchaus etwas 3te-Welt zu sehen, aber neben Einkaufen gibt es dort Wanderungen und Vulkane und auf den Inseln (und davon gibt es viele) geht es paradiesisch zu. Die Gastgeber lassen das einen auch spüren. Toll!

Der Mobilfunk und das mobile Internet ist in Fidschi nicht ganz billig, aber leistbar. Es wird meinersets dazu geraten, da anderweitig meist nur GlobalGossip verfügbar ist und das ist immer noch eine Internetapotheke. Mit SIM-Kare kann man sich zumindest seine 500MB über mehrere Tage nach eigenem Gusto einteilen. Und die kosten genau so viel, wie 1h Gossip.

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