OREO und Cookies sind keine Essorten

Sommer ist die Zeit des Eises. Wer nichts davon versteht oder keine Alternativen hat, nimmt sich Stieleis von Langnese oder Nestle/Schöller oder lässt sich von Eisverkäufern welches aus dem Industriees-Behälter servieren. Wer es besser machen will oder das Eismacher-Handwerk schätzt, geht zur Eisdiele. Am besten die vom ausgewanderten Italiener. Denn wirklich gutes Speiseeis schmeckt besser als der Rest und hat dazu eine ganz spezielle Konsistenz. Die lässt sich leider auch nicht ganz toll konservieren, wesswegen Industrieeis aus Containern da nie ran kommt. Es geht um die kremigkeit und darum, möglichst wenig Kristalle noch drin zu haben. Dazu muss eine Emulsion gebildet werden. Durch Schlagen bzw. Rühren bei gleichzeitiger Kühlung der Grundmasse und der Lebensmittelzusatzstoffe entsteht eine Creme ohne Eiskristall­bildung. Die Struktur muss so fest sein, dass es auch bei angenehmer Kälte nicht gleich zerläuft – aber schmilzt. Als wesentliche Richtungen gibt es Sorbet, Milcheis, Eiercremeeis, Sahneeis, Fruchteis. Alle werden unterschiedlich zusammengesetzt und haben ihre eigenen Difiizilitäten und optimalen Temperaturen. Man sieht also: Es gehört eine geiwisse Kunstfertigkeit dazu, gutes Eis zu produzieren. Das darf auch respektiert werden: Geht daher häufiger mal zu eurem lokalen Eismanufakturisten, und nicht an die Gefriertruhe.

Mein Problem mit Sorten

Ich aktzeptiere OREO, Cookies und After-Eight nicht als Eissorte. Immer wieder jedoch kommt man bei Eisdielen (die es selbst machen) daran vorbei. Und jedes Mal denke ich mir – will ich nicht. Dennoch verkauft sich das Zeug recht gut.

Ich bin jedoch der Meinung, Speiseeis sollte aus guten und natürlichen Produkten erzeugt werden und nicht aus „nach dem Maul des Konsumenten“ designten Insdustrieprodukten mit zich E-Nummern in der Zutatenliste.

Hat denn ernstaft jemand geglaubt, dass Oreo aus Mehl oder der Inhalt aus Milch besteht? Tut es beides nicht. Billiger Kakao, Backtriebmittel und Pal- und Kokusmfett. Zucker nicht vergessen. Es ist also ein typisches synthetisches Produkt, denn aus den genannten Fetten, Zucker und E-Zeug kann man praktisch alles herstellen. Sowas will/kann man doch nicht zu einem hochwertigen Handwerksprodukt verarbeiten.

Bei Cookies sind die amerikanischen Zuckerhäufchen gemeint, die ein bisschen Mehl und Schokolade enthalten. Das mag noch „natürlich von Mutti“ sein und wunderbar das infantile Lecker-Gen triggern. Aber die Kekse selbst sind doch qua Rezept die reinsten Zuckerhäufchen und für mich nicht mehr mit dem Konzept „Keks“ vereinbar. Daher möchte ich sowas auch nicht als Speiseeis serviert bekommen.

Bei After-Eight und Snickers, Duplo oder Raffaelo-Eis gilt im Prinzip das geschriebene von gerade. Es sind halt nach dem Maul designte Chemie-Industrie-Produkte.

So jetzt wisst ihr, warum ich eher Sorbet, Fruchteis oder eine Milch/Joghurt-Komposition zu mir nehme. Auch Schokolade ist ein wunderbares Produkt/Speiseeis. Vor allem, wenn es gemischt is.

Die Werbung für US-Eis

Und dann nervt mich regelmäßig noch die Werbung von Ben & Jerry’s Eis. Auch Cookies. Und so bröselig wie kein anderes. Nein, Nein, Nein … genau das will ich nicht. Bleibt mir fern mit dem Industriekäkse. Schon mal überlegt, wie Kekse im Wasser knakick bleiben? Chemie. Und richtig gute Gaumenreißer sind es zudem. Also geht lieber mal zum Hersteller in Eurer Fußgängerzone. Der freut sich, wenn er auch mal eine ganze Tupperschale verkaufen darf und bleibt dadurch am Leben.

Weichmacher

Zuletzt muss ich mich noch über zu weiches Speiseeis aufregen, wie man es von gewissen Herstellern regelmäßig findet. Zugegeben: Ich kaufe auch mal in der Frost-Abteilung eines örtlichen Superhändlers ein. Vor allem Vanilleeis, denn ich mache mir gerne mal meinen eigenen Affogato. Nur: es gibt irgendwie immer weniger Speiseeis im Container, das Stichfest ist. Also welches, wo man richtig mit Kraft rauskratzen muss. Stattdessen findet man zu oft eine weiche Pampe, die bei Minusgraden schon zu zerlaufen beginnt. „Sooo sahnig wie noch nie – Zerlaufen Sie mit dem Eis“ .. so der Werbespruch. Das ist wohl der Grund dafür. Aber auch hier hat MAN wieder mal keine Ahnung, wie oder was ein korrektes Speiseeis ist/sein soll. Es soll eben nicht sooo sahnig und zerschmelzend sein, dass am Ende nur noch Soße da ist. Nein, es soll langsam schmelzen und frisch aus der Tiefkühltrue soll es richtig Mühe machen, eine Kugel daraus zu extrahieren.

Eise die nix taugen:
* alle außer
Eise die was taugen:
* REWE exzelenz
* Bruno GELATO

Fleischlose Esser leben kürzer

Heute habe ich mal wieder eine krude Ernährungs-Theorie für Euch. Ob sie haltbar ist, sei zu klären. Aber immerhin, ein wenig logisch ist sie halt schon.

Theorie: Wer fleischfrei lebt – quasi als Vegetarier – der lebt kürzer.

Dazu muss ich erstmal noch klären, dass ich ja ein Anhänger der Theorie des Lebens-Energieumsatz bin. Demnach hat jeder Mensch eine Gewisse Arbeitsleistung (kWh/Ws), die er vertun kann. Ist diese Arbeit (ca.) durch, dann stirbt der Körper. Natürlich muss über das gesamte Leben Energie neu zugeführt werden. Im Endeffekt geht es um den Verschleiß der Rohre, Pumpen und Streben. Wer also viel Sport macht und mehr isst, der lebt kürzer. Empirische Beobachtungen scheinen das auch zu bestätigen.

Zu meiner Theorie: Ich gehe davon aus, dass ein vegetarisches Essen im Durchschnitt weniger Eiweiß-Verfügbarkeit hat und damit weniger schnell satt macht. Ergebnis ist, man isst mehr. So auch Studien an Freunden oder an mir selbst. Wenn das also so ist, und der Vegetatier daher einen höheren Durchsatz an Biomasse durch seinen Körper hat (über das ganze Leben), dann muss auch das Gedärm mehr Arbeiten. Einfach, weil die Bioverfügbarkeit nicht so gegeben ist, ist die Energieaufnahme kostspieliger (in Energie und Lebensarbeitsleistung). Aus diesem Grund behaupte ich, leben diese Jungs und Mädels kürzer.

Das heißt natürlich nicht, dass der Schweinehaxen- und Steakesser mit der Bierwampe gesünder lebt…. keinesfalls. Aber es gilt halt mal wieder der goldene Mittelweg. 2-3 Schnitzel in der Woche oder mal Carabonara mit echten Schinkenwürfeln ist halt gesünder oder langlebiger als rein vegetarisch – zu schweigen von vegan. Also mal ein wertiges Stück Fleisch gut verkocht und das Herzerl länger pocht.

Rechts vor Links aber Rechst fahren

Manche Nationen fahren auf der rechten Seite der Straße und manche fahren auf der linken Seite. Was da richtig oder falsch, besser, richtiger oder falscher ist, als das jeweils Anderet, sei dahingestellt. Darüber gibt es Kontroversen und Vorlieben.

Weshalb man so oder so fährt, dazu später mehr. Interessanterweise: Mehr Einigkeit besteht jedoch in der verinnerlichten Regel „Rechts vor Links“. Diese haben nämlich nicht nur die Länder mit Rechsfahrgebot, sondern auch oder vor allem diejenigen mit Linksfahrgebot. Fast… denn die Ausnahmen sind einige (angeblich) Rechtsfahr-Nationen. Dort gilt nämlich erstaunlicherweise „Links vor Rechts“. Tatsächlich ist es jedoch so, dass die Regel „Rechts vor Links“ aus dem Reich des Linksfahrgebots kommt und es irgendwie auch in das Reich des Rechtsfahrgebots geschafft hat — Erstaunlicherweise… Denn bei Rechtsfahrgebot ist es eigentlich unnatürlich, derweil es sich beim Linksfahrgebot quasi naürlich ergibt: Nimmt man als Beispiel einen Kreisverkehr / Roundabout und vergleichsweise eine Kreuzung mit einem Pfahl in der Mitte. Beim Roundabout fährt man bei Linksfahrgebot natürlicherweise im Uhrzeigersinn herum (links leichter abbiegen). Soll nun zusätzlich die Regel gelten „Wer drin ist hat Vorfahrt“, dann ergibt sich von ganz allein ein „Rechts vor Links“, das dann gleichzeitig gilt. Besser zu sehen bei der Kreuzung mit dem Pfahl in der Mitte. Mit anderen Worten: Nur bei Linksfahrgebot gehen „Rechts vor Links“ und „Wer im Roundabout ist hat Vorfahrt“ Hand in Hand. Indes beim Rechtsfahrgebot klappt das nicht ganz so homogen. Fährt man dort rechtsabbiegend in einen Kreisverkehr ein, stellt sich ein Verkehr im Gegenuhrzeigersinn ein. Soll nun sowohl die Regel „Wer drin ist hat Vorfahrt“ und „Rechts vor Links“ gelten, ergibt sich ein Widerspruch. Um jetzt die erste Regel durchzusetzen erfordert es beim Kreisverkehr  eine aufwedigere Beschilderung. Abgesehen von dieser Inkonsistenz ist es aber kein KO-Kriterium und geht eigentlich ziemlich leicht von der Hand. Tatsächlich hat man bei „Links vor Rechts“ in einem Rechsfahrland auch keine besseren Möglichkeiten in die linke Straße einer Kreizung hineinzuschauen, denn dort steht das Ankommende Auto auch wieder in einem ungünstigen Winkel. So wie man sonst bei „Rechs vor Links“ selbst.

Wer Sorry sagt, der meint’s nicht ernst

…so ist es doch?!

sonst hätte sich der jemand doch die Zeit gekommen den Grips gekommen und das etwas umständlicher Wort Entschuldigt hervorgebracht….

… und nich so faul, nebenbei, flapsig uns dann noch in einer fremden Sprache das einfachere Sorry.

eigentlich doch ganz schön unverschämt. Sprache, die einem grennt ist und dann nicht imstande ein viersilbiges Wort von den Lippen bringen. Tja der meint es halt nich ernst.

10 Dinge die Starbucks macht um beliebt zu sein…

… und 10 Dinge, die mich genau davon abhalten, zu Starbucks zu gehen.

Globale Kette mit derselben Erfahrung/Produkten überall

Tja das Kettendenken. Für den Konsumenten ist es eine Stufe einfacher in der komplexen und globalisierten Welt. Denn er bekommt, egal wo er ist, immer Produkte mit der scheinbar gleichbleibenden Qualität und Geschmack – sogar dieselbe Erfahrung. Für Starbucks klar ein Identifikationsmerkmal und für viele Leute einfach, weil man einfach weiß, woraruf man sich einlässt. Ich kann es ja verstehen.

Weil ich aber Ketten eher grundsätzlich ablehne mag ich genau deswegen Starbucks nicht und würde nicht hineingehen. Dann kommt ja noch der Reiseerfahrungs-Punkt hinzu. Wenn ich schon Unterwegs bin, will ich ja eine dem Lande entsprechende Erfahrung machen. Aber wider allen besseren Wissens: Leute gehen im Oman zu Starbucks, obwohl sie Arabischen Kaffee original aus dem Kännchen bekommen könnten. Sie gehen in Wien in Starbucks, obwohl Wien eine legendäre Kaffeehauskultur hat. Sie tun es in Italien, obwohl dort die Siebträgermaschine und der Cappuccino erfunden wurde. Sie tun es in Frankreich und verpassen Café au Lait mit Croissiants. Selbst in kulturell weniger historischen Flecken wie Kanada, könnte man z.b. zu lokalen Rösterreien oder der lokalen Kette gehen – statt zu Starbucks. Da kann man nur zur Eingeschränktheit Konsumenten gratulieren.

Kaffee teuer verkaufen

Starbucks verkauft seine Getränke stark bepreist. Eigentlich zu teuer. Aber sie tun es, weil sie es können und weil es eine Psychomasche ist. Es ist dasselbe, was auch Apple treibt, jedoch bei Kaffee: „Ich leiste mir das, also bin ich was besseres“. Es wird ganz klar die Psyche mit dem Belohnungssystem getriggert und das dazugehören-Gefühl induziert. Manch einer mag die Arschbacken zusammenkneifen bei den aufgerufenen Preisen, aber er bezahlt, um sich etwas zu leisten und sich vom „Rest“ zu separieren. sichtbares Zeichen dessen ist der weiße Papierbecher mit Plastikdeckel und grünem Logo darauf. Wer so rumläuft ist was besseres. Ganz ähnlich wie Leute mit den Airpods.

Ich finde es scheiße und habe keinen Bock, mich abzocken zu lassen. Zudem ich meist besseren u.v.a. preiswerteren Kaffee meist in Reichweite habe.

Stylesprache „wie Italienisch“

Starbucks pflegt in seinen Fillialen mit seinen Kunden neben seinem hauptsächlichen Englisch für manche Bereiche eine Stylesprache, die wie Italienisch wirkt, es aber nicht ist. So wird z.B. für die Bechergröße „grande“ oder „venti“ verwendet. Klar Cappuccino ist auch italienisch. Dann wird es aber interessant. Ein Milchkaffee heißt wohl offiziell nur Latte (was ja übersetzt alleine Milch heißt), wird aber ähnlich einem großen Cappuccino serviert und Latte Macchiato, wo Latte eigentlich her kommen könnte, ist etwas Anderes. All das macht Starbucks, um es seinen Kunden in einem kleinen Psychospielchen zu lehren. Es ist kein großer Wissensbrocken – eher klein und schnell gelernt. Alsbald können die Kunden ihr Wissen anwenden und sich wie der Schneekönig freuen, dass sie „dazu gehören“, weil sie ja so toll Italo-Englisch reden. Ganz so, wie man das in einem unzweifelhaft kompetenten Kaffeeland macht….

Mich ficht das alles nicht an – widert mich eher an. Zudem die Bechergrößen wie der Gegenentwurf zum italienischen Original wirkt. Größer ist besser vs. kultiviert die rechte Menge. Ebenso bin ich gegen den Standard als Papier und Plastikbecher vs. eine richtige Porzellantasse.

Kaffee stark rösten

Starbucks röstet  die verkauften Kaffees sehr stark. Manche Kritiker sprechen auch von „Starbucks-Coal“. Sie machen das, weil die meisten Kunden Milchgetränke mit Kaffee wählen und daher ein bitterer, weil stärker gerösteter, Kaffee nicht so untergeht. Umgekehrt kann man fragen, warum wenige Leute Espresso und mehr Milchkaffeegetränke nehmen — vielleicht gerade deshalb. Oder auch, weil Espresso gerne mal in Papierbechern (Ohweee!) dargereicht wird.

Ich empfehle zwar den Konsum von mehr Bitterstoffen, da sie der Gesundheit zuträglich. Hier turnt es mich wieder ab, denn objektiv kann man wohl von weniger „kohligen“ Bohnen mehr Geschmack erhoffen. Zudem ist starkes Rösten ein beliebter Weg von Großröstereien (um nichts anderes handelt es sich), um minderwertige Kaffeebohnen zu kaschieren. Das ist verwerflich.

Zuckersüße Kuchen

Starbucks verkauft natürlich neben den Kaffeegetränken auch Essbares und dabei auch Kuchen. Natürlich werden die Kuchen und Varianten nach amerikanischen Rezepten hergestellt und sind somit am obersten Ende der Konditorenkunst einzuordnen (uhff). Vor allem ist der Anteil von Zucker sehr hoch. Denn die amerikanische Herangehensweise an das Thema geht wie folgt: Süß ist gut; folglich ist süßer besser. Am besten schmeckt ein Kuchen jedoch, wenn er noch eine Schicht Zuckerguss bekommt. Eben weil Zucker macht glücklich – also macht mehr Zucker glücklicher.

Mich ficht das mehr an Zucker nicht an – ja vergetzt mir gar den Genuss. Bei so viel Zucker in den Kuchen habe ich nur sehr selten bisher zugegriffen. Ungesund und wie eine versalzene Suppe bald nicht mehr essbar.

Besonders schlimm finde ich es immer, wenn man in einer Gegend mit Kuchenkultur ist, und dann das alternativlos findet. New york Cheesekake neben einem original Mandarinenkäsekuchen.

Sirup und Spezialkaffees

Starbucks war wohl einer der Erfinder der Sirups im Kaffee und auf der Sahnehaube sowie von Spezialgetränken mit irgendwo einem Tröpfchen Kaffee. Dies anzubieten und populär zu machen ist einer der Erfolgsbringer. Vor allem weibliche Konsumentinnen kommen gerne wegen der milchigen und süßen Spezialgetränke.

Ich finde diese Variation und Kreation auf Basis von Kaffee gar nicht so schlecht und würde mir Einen schon mal reinziehen. Aber grundsätzlich ist hier mal wieder zu viel Zucker dabei. So viel, dass es mir die Zähne zusammenzieht. Sind halt wieder amerikanische Maßstäbe. Nein Danke.

Plastik und Papierbecher sowie Merchandise

Starbucks betreibt eine Identitätspflege und extremes Marketing mit eigenen Bechern und Accessoires mit eigenem Logo. Leute sollen sich überteuerte Thermobecher kaufen und damit werbend durch die Gegend rennen .  Außerdem pflegen sie das Image des amerikanischen „Disposable Planet“-Wegs. Das äußert sich darin dass selbst Vorort konsumierende Leute Plastikbecher oder Pappbecher bekommen, obwohl eine Porzellantasse oder ein Glas den Job besser getan hätten. Und das schlimmste ist, die Leute finden es toll. Ich bekomme auf jeden Fall immer die Krätze, wenn ich Leute mit Einweggeschirr sehe, die Vorort konsumieren. Oder die, das Einwegzeug „Zum Gehen“ nur für die nächsten 3 min bei sich behalten…. weil sie es sich in ihrem Leben ja nicht leisten können, mal 5 min irgendwo auszuspannen und dabei aus einer wiederverwendbaren Porzellantasse zu trinken. So uncool.

Klo putzen und Arbeitnehmer ausnutzen

Starbucks lässt seine Mitarbeiter alles machen. Bestellung von Frischware, Tresen putzen, Boden putzen bis hin zu Klo putzen. Dabei werden die Mitarbeiter zu „Partnern“ gemacht. Aber mit Auf-Augehöhe hat dieser Begriff nichts zu tun. Nur damit, dass die Mitarbeiter länger und intensiver da sein sollen und loyaler sein sollen, als es woanders üblich wäre. Dazu passt, dass man sich nicht extra Putzkräfte zulegt, sondern dies die Baristi machen lässt. Grundsätzlich muss das daheim ja jeder. Aber toll ist das nicht. Ein weiterer Punkt ist, dass Mitarbeiter kommen und gehen sollen, wie Starbucks es passt. Insbesondere in den USA bekommen sie für nicht geleistete Stunden auch kein Geld. Damit ist die Planbarkeit des Lebens und das Abzahlen von Darlehensraten dahin.

Ich finde, ein Unternehmen mit so viel Gewinn sollte seine Mitarbeiter mehr schätzen und weniger ausnutzen. Außerdem habe ich immer irgendwie die Angst, dass ein Lappen vom Klo sich irgendwann (dank gleicher MA) auf den Tresen verirrt.

Der 3-te Raum

Starbucks verfolgt das Konzept des 3-ten Raums. Also nicht daheim, nicht die Arbeit, sondern was dazwischen. Abseits der lauten Straße und den vollen Hütten Heimat und Arbeit. Dazu gehört gediegenes Ambiente, gedeckte Farben und großzügige Einrichtung. So großzügig und so viel Platz, wie viele Leute nicht einmal daheim haben. Und das auch in den teuersten Quartieren der Stadt. Internet natürlich sowieso dabei. In manchen Ländern ist es auch der einzige klimatisierte Raum mit anständigem Internet….

Grundsätzlich eigentlich ein gutes Konzept und viele Leute nehmen es wohl auch dankbar an und machen in den Starbuck’schen Räumen Hausarbeiten und andere Arbeit. Im Prinzip zahlen sie über die hohen Getränkepreise indirekt eine Miete für die großzügigen Sitzmöbel und den Raum.

So, was habe ich jetzt dagegen? Eher weniger… vielleicht, dass mir der Stil nicht ganz zusagt. Am besten, sie renovieren einmal weltweit auf einen neuen Stil.

Bohnen teuer und  komischer „fairer Handel“

Starbucks verkauft geröstete Bohnen extrem teuer. Vor allem zu teuer für sog. fairen Handel. Bei fairem Handel tritt der Einzige Händler in direkten Kontakt mit dem Produzenten, um ihm einen höheren Preis zu zahlen indem Mittelsmänner ausgeschaltet werden. Starbucks indes hat aber doch mehrere Ebenen Zwischenhändler dabei. Demnach keinen fairen Handel und dennoch versuchen Sie durch ein Bio-Label dies zu suggerieren. Praktischerweise verkaufen Sie dann auch noch das Päckchen Kaffeebohnen recht teuer. Also perfekt auf allen Seiten den höchsten Gewinn eingefahren.

Mir passt das überhaupt nicht.

Relativierung und Aufruf gegen Extremismus

wenn es sich zuträgt, dass ich Kaffee, getränk, essen, Wärme, Klo oder Internet brauche, und Starbucks ist das einzig vernünftig verfügbare Etablissement, dann bin ich mir auch nicht zu schade dort als Konsument hineinzugehen. Da schneide ich mir, wegen falscher Prinzipien, nicht ins eigene Fleisch. Daher an Alle der Aufruf : Lebt eure Prinzipien, werdet aber nich zum Extremisten sondern lasst 5 auch mal gerade sein. So z.b. ein Vegetarier, der überzähliges Fleisch durch Verzehr vor dem Müll rettet.

Cranberries oder wat?

Deutschland deine anglophilen Cranberries… wo soll es sprachlich noch hingehen?

Mecker-mecker?

Ja, genau. Seit jahren machen hier sogenannte „Cranberries“ die Runden durch alle Produktkategorien. Dabei sind diese Beeren ja auf keinen Fall was neues, sondern nur toll umbenannt. Früher einmal hießen die Dinger „Moosbeeren“ oder korrekter „Großfrüchtige Moosbeere“ beziehungsweise im Voksmund „Kraanbeeren“ oder „Kranichbeeren“. Anscheinend, weil diese Vögel auch ganz gerne mal davon naschten. (Kraan ist die plattdeutsche Variante von Kranich). Im übrigen und auch in den Referenzen nachzulesen sind diese Beeren nahe Verandte der Preiselbeere, welche auch in der Gattung der Moosbeeren unterwegs ist.

Irgendwie hat sich aber (außer vielleicht für Preiselbeermarmelade) keiner für diese Beeren interessiert… bis mal wieder irgen ein Hansi in den USA war und gedacht hat: „Wow, da können wir den Deutschen mal wieder was amerikanisches unterjubeln“. Vermutlich hat er noch nicht einmal gewusst, dass die Dinger in Norddeutschland seit Jahrhunderten kultiviert werden und dort schlicht „Kranbeeren“ oder „Goosbeeren“ heißen…

Aber warum kommt in unserer verdammten Vermarktung keiner auf den Trichter und nennt die Beeren mal bei ihrem originär und vorhandenen deutschan Namen statt sie neu mit einem anglizistischen Namen einzuführen. Deppenhaufen.

Schlusswort

Ich wollte mich nur mal wieder aufregen und das wäre hiermit passiert. Also liebe Leute. Verlangt doch beim nächsten Mal einfach ein Moosbeerenmüsli oder eine Schale Kranbeeren. Und ihr Vermarktungsassistenten: Lernt es – wir wollen nicht immer guten Wein in neu beschrifteten Schläuchen.

Referenzen

Namen von Frisörsalons

Frisöre sind wohl eine der einfallsreichsten Berufsgattungen was ihre Namen betrifft. Wenn man sich schon so nicht unterscheidet – am Ende haben die Leute immer weniger Haare auf dem Kopf als davor – dann kann man neben der Einrichtung auch den Namen originell gestalten.

Es stellt sich heraus, dass man mit Haar, Locke und Hair und gleich-/ähnlichklingenden anderen Worten eine ganze Menge an Variation erstellen kann. Hier mal meine persönliche Sammlung von Beobachtungen der deutschsprachigen Wildbahn. Viel Spaß:

  • …wächst wieder…
  • A Sense of Decadence
  • Ali Barber
  • Atmosfhair
  • AtmospHair
  • baHaarmas
  • Caract-Hair
  • cHaarisma
  • Cut-Haar-Ina
  • Cutastrophe
  • cutedrale hairstyle
  • Cutgut
  • Die Kopfgärnter
  • Dirty Hairy
  • Föhnix
  • Föhn-Schön
  • Friesur Hackebeil
  • Frisör Müll-Hair
  • Glatz und Gloria
  • Glückssträhne
  • h-werk
  • Haar Föhnderation
  • Haar la carte
  • Haar Zwei Ohh
  • Haar! Genau!
  • Haaram
  • Haarbarba-cadabra
  • haarCHITEKTEN
  • Haarem
  • Haargenau
  • Haaribo
  • HaarFghanistan
  • Haarklein
  • Haarlass
  • Haarless
  • Haarmarchie
  • Haarpune
  • Haarscharf
  • Haarschliff
  • Haarspalter
  • Haarspree
  • Haarsträubend Gut
  • Haarteiler
  • Haarwai
  • Haarzeit
  • Hair Culess
  • Hair Force One
  • Hair-Fellers
  • Hair-Gott
  • Hair-Reinspaziert
  • Hairlich
  • Hairlich schön
  • Hairlington
  • Hairport
  • hairz & seele
  • Hairzstück
  • HairZstück
  • James Bond – License to cut
  • Kamm & Cut
  • Kamm Bodscha
  • Kamm in!
  • Komm Hair
  • Kopfsache
  • Kopf-los
  • KreHaartiv
  • KreHaartiv
  • liebhaarber
  • Liebhaarber
  • Locke und Glatze
  • Lockenroll
  • Love is in the Hair
  • Monhaarlisa
  • Open Hair
  • On Hair
  • Pony & Clyde
  • pony & kleid
  • Rheinlocken
  • RockHaarfäller
  • Rund Hair Um
  • Sahaara
  • Scheerhattan
  • Schnipp-Schnapp-Ab
  • Schnittchen
  • Schönfärber
  • Schöner föhnen
  • Tilos Hair-Berge
  • verLOCKend
  • Vier Haareszeiten
  • Vollhair
  • Volthair
  • Vor & Nachhair
  • Vorhair, Nachhair

Mobilfunk und Festnetztarife (Hintergrund)

Die liben Tarife der Telefonunternehmen in Deutschland und auch woanders in der Welt. Es gibt gewisse Eignheiten, die die Tarife so mit sich bringen und man nimmt diese so hin, aber warum das so oder so ist, macht man sich nicht so die Gedanken. Dieser Artikel soll nun ein wenig Licht in die Gestaltung der Tarife bringen.

Beobachteter Stand

Offensichtlich ist es so, dass es recht einfach Pauschaltarife (sog. Flat-Rate) für Mobilfunk gibt respektive sie sind recht „leistbar“. Für etwa 20€ bekommt man unlimitierte Gespräche „in alle Netze“. Dies inkludiert auch die „andere Seite“, das Festnetz. Bei Festnetztarifen ist es ein wenig anders gelagert. Hier gibt es vor allem Mischtarife, die mit einem Internetanschluß mitkommen. Zwar wesentlich billiger aber nie mit Pauschalabrechnung bei Anrufen ins Mobilfunknetz. Oder man zahlt etwa einen Betrag, der noch höher ist, als der des Mobilfunktarifs mit Pauschalabrechnung. Es gibt sogar Mobilfunktarife, die Festnetz pauschal enthalten, Mobilfunk jedoch pro Minute bezahlt wird.

Wie kommt es?

Der Hintergrund sind die sog. Terminierungsentgelte. Diese werden von der Regulierungsbehörde festgelegt und es ist der Betrag, den die Telefongesellschaft des Angerufenen an die Telefongesellschaft des Anrufers bezahlt. Aufgrund von historischen Umständen ist das Terminierungsetgelt bei Festnetz erheblich billiger als bei Mobilfunk.

Unterm Strich refinanzieren sich Tarife zum Teil über die Terminierungsentgelte. Wenn also jemand anruft, kassiert der eiene Anbieter Geld. Das funktioniert allerdings besser, wenn man selbst die höheren Entgelte kassiert, als man im Durchscnitt ausgibt. Also vom Mobilfunk in Richtung Festnetz. Daher gibt es praktisch keine günsitigenFestnetztarife, die pauschal Mobilfunk und Festnetz enthalten. Man bleibt also lieber unter sich in der „Unterschicht“. Ein ähnliches Thema gibt es bislang mit Nummern im Ausland. Obwohl es technisch keinen Unterschied mehr macht und die tatsächlchen Kosten für einen Anruf um die halbe Welt kaum messbar sind, kostet es dennoch erheblich. Grund sind die Terminierungsentgelte.

Nebenbemerkung

Es ist schon irgendwie komisch, dass ein Netz, das wesentlich teurer im Aufbau und Betrieb ist (Festnetz mit Tiefbau), billiger verkauft wird als ein Netz, das keine Teilnehmeranschlußleitung benötigt (Mobilfunk). Tatsächlich ist der Betrieb eines Mobilfunknetzes schon auch komplex, teuer und benötigt einen guten Festnetzanschluß fast jedes Sendemasts, aber man spart unglaublich be den fehlenden Tiefbauarbeiten zu dem einzelnen Teilnehmer. Diese Anbindung wird eben via Funk gemacht. Aber das Festnetz ist eben schon ziemlch alt und mithin sehr gut abbezahlt.

Deutschland deine Tankstellen

Es ist eigentlich ein Trauerspiel und abgesehen von vielleicht einigen weiteren Sonderfällen wie z.B. Österrecht, einmalig in der Welt. Tankstellen verkaufen neben Mineralölen auch Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Gebrauchs. Doch anders als in den meisten anderen Ländern verlangen die Tankstellen hier astronomische Preise für solche Güter. In jedem anderen „normalen“ Land der Erde verlangen die Läden der Tankstellen marktübliche, vergleichbare Preise. Es ist egal, ob ich den Kaugummi, Snickers oder das Cola bei der Tankstelle oder dem nächsten Supermarkt oder Tante-Emmer-Markt kaufe. Der Preis ist im großen und ganzen derselbe.
Nur bei uns hat sich bei den Tankstellen eine art Geschäftsverweigerung eingesetzt. Ein Schokoladenriegel kostet auch gerne mal das Doppelte des Preises des Supermarkts. Das ist Wucher. Warum nur machen Tankstellen das. Ich hätte schon öfters dort irgendwas gekauft. Doch praktisch jedes Mal denke ich mir: „Ihr Wichser – für den Preis könnt ihr das Zeug selber fressen – und wenn es ein Phyrrussieg ist, kaufe ich es woanders!“ … aber es ändert sich nix. Ich gestehe zu, dass am Feiertag oder nach Geschäftschluss ein Alleinstellungsmerkmal existiert, das höhere Preise erlauben könnte. Man könnte dann natürlich, wie beim Sprit, die Preise alle paar Minuten ändern. Ob das so toll ist, mag bezweifelt werden. Sicher ist aber: Würden sie billiger anbieten, dann gäbe es weniger Fälle, in denen man es sich anders überlegt und doch noch zum Supermarkt geht. Das Geschäft würde mit Sicherheit mehr Umsatz bringen. So, mit den Apothekenpreisen, aber bleibt es ein Trauerspiel. Warum seid ihr so umständlich und dumm?

Serie: Fail-Standards USA : Pissoirs von American Standard

Ja, American Standard. Das steht nicht für amerikanische Norm, sondern für eine Firma, die in Europa auch mal als Ideal Standard auftritt – zum Glück mit komplett anderen Produkten. Vom Prinzip her ist jedes Pissoir eine Quelle von Urintropfen. Denn ein Strahl, der abrupt gebremst wird, verteilt seine Energie spritzend in alle Richtungen. Vom Design her kann man Pissoirs aber auch so gestalten, dass der Aufschlag des Strahls nicht so abrupt ist und eventuell dennoch entstehende Tropfen aufgegangen werden. Der häufigste Typ Pissoir, den man in Nordamerika fast überall findet ist das model Washbrook von American Standard.

 

Pissoir: Modell Washbrook
Pissoir: Modell Washbrook

Das Design von 1958 ist ziemlich offen gestaltet und hat keine die Fangquote von Urintropfen ist gleich 0. Man findet in nahezu 100% der Fälle eine Pfütze Urin direkt darunter. Das ist objektiv betrachtet ein FAIL. Das hat nichts mit Gewohnheit oder Geschmack zu tun. Dass es auch anders geht, zeigt die japanische Firma TOTO, von der ab und zu auch mal Schüsseln an der Wand kleben. Dort funktioniert der Spritzschutz und die Pfrütze bleibt aus. Gut. Fazit für USA: Fail!