Tacos – die nächsten Burger?

Schon wieder so ein Krampf, den man nicht essen kann, weil er einem eher die Arme und das Kinn runter läuft als in den Mund zu wandern. Ich habe mich diesbezüglich schon mal über Burger, das Nicht-Essen ausführlich dein Mund zerrissen, warum ich dieses nicht als vernünftiges Essen ansehe. Bei Tacos fällt mir das genauso schwer, darin eine Schöpfungshöhe zu erkennen. Es handelt sich doch um nichts weiter als Maisförmchen, die ohne viel Liebe mit Löffelvoll Dies oder Das gefüllt werden.

Baz hier, baz drauf da, bam fertig.

Schlimmer noch als bei Burgern wird es mit den Maisförmchen weil:

  1. Flüssiges läuft an den vorne und hinten offenen Enden unkontrolliert raus
  2. Ein Bissen und man hat mehr abgebrochen, als man wollte – die Soße läuft links vor deinem Mund runter
  3. Ein Bissen anders und man hat einen Teigsplitter im Gaumen – schmerzhaft

Also alles in allem nicht so toll. Aber mehr und mehr scheint es sich zu verbreiten – wider besseres Wissen.

Cranberries oder wat?

Deutschland deine anglophilen Cranberries… wo soll es sprachlich noch hingehen?

Mecker-mecker?

Ja, genau. Seit jahren machen hier sogenannte „Cranberries“ die Runden durch alle Produktkategorien. Dabei sind diese Beeren ja auf keinen Fall was neues, sondern nur toll umbenannt. Früher einmal hießen die Dinger „Moosbeeren“ oder korrekter „Großfrüchtige Moosbeere“ beziehungsweise im Voksmund „Kraanbeeren“ oder „Kranichbeeren“. Anscheinend, weil diese Vögel auch ganz gerne mal davon naschten. (Kraan ist die plattdeutsche Variante von Kranich). Im übrigen und auch in den Referenzen nachzulesen sind diese Beeren nahe Verandte der Preiselbeere, welche auch in der Gattung der Moosbeeren unterwegs ist.

Irgendwie hat sich aber (außer vielleicht für Preiselbeermarmelade) keiner für diese Beeren interessiert… bis mal wieder irgen ein Hansi in den USA war und gedacht hat: „Wow, da können wir den Deutschen mal wieder was amerikanisches unterjubeln“. Vermutlich hat er noch nicht einmal gewusst, dass die Dinger in Norddeutschland seit Jahrhunderten kultiviert werden und dort schlicht „Kranbeeren“ oder „Goosbeeren“ heißen…

Aber warum kommt in unserer verdammten Vermarktung keiner auf den Trichter und nennt die Beeren mal bei ihrem originär und vorhandenen deutschan Namen statt sie neu mit einem anglizistischen Namen einzuführen. Deppenhaufen.

Schlusswort

Ich wollte mich nur mal wieder aufregen und das wäre hiermit passiert. Also liebe Leute. Verlangt doch beim nächsten Mal einfach ein Moosbeerenmüsli oder eine Schale Kranbeeren. Und ihr Vermarktungsassistenten: Lernt es – wir wollen nicht immer guten Wein in neu beschrifteten Schläuchen.

Referenzen

Burger, das Nicht-Essen

Burgerias (Neumodische Lokale, die hauptsächlich Burger verkaufen und Kunden duzen) und die Begeisterung für Burger werden mehr. Völlig unklar, denn eigentlich handelt es sich um ein rechtes Scheißessen. Zu hoffen wäre noch, dass Neues begeistert und es sich um eine anfängliche Begeisterung handelt.

Ich mag Burger nicht. Und wenn schon überhaupt, dann lande ich doch lieber gleich bei McDonalds (was selten genug – namentlich bei „Notfällen“ passiert) und gebe mir die kleineren, weichen, billgien Burger Aka. „das richtige Junkfood“. Die Motivation bei dabei (McD vs. Burgerias) kann mit der folgenden Analogie erklärt werden:

Burger sind wie Autos mit 3 Rädern (gemeint is Reliant Robin). Es fährt, aber es ist weder stabil, noch sieht es gut aus oder fährt besonders schnell oder oder geil. Außerdem (siehe England der 80er) macht man sich mit so einem Gefährt zum Gespött der Nation. Das ist der Fast-Food-Burger von gewissen Ketten. Mithin also ein Scheiß. Der Edelburger aus der Burgeria entspricht demnach einem 3-Rad-Auto mit einer edelkarosse und Luxusenterieur sowie Ledersitzen. Nett… Aber immer noch ein 3-Rad-Auto! Es fährt immer noch scheiße, nicht stabil,  und man macht sich erst recht zum Gespött der Nation. Daher sollte man lieber gleich zu Linseneintopf greifen….

Warum sind Burger so ein Nicht-Essen?

Meine Wahrnehmung dazu ist: Burger sind zunächst mal schlecht gemachte, warme Pausenbrote: zwei Scheiben Brot und was drauf. Aber eigentlich kein vollständiges Essen. Damit man das viele und wattierte Brot leichter herunter bekommt und es besser rutscht, muß viel Mayonnaise und Ketchup drauf. Darf das nötig sein? Das Fleischlaibchen darin ist aus Hackfleisch und damit potentiell auch fragwürdiger Herkunft. Gebraten kommt bei Rind meist ein leicht widriger Geschmack hervor. Klar: Man kann auch kurz vorher ein Rinderfilet durch den Wolf drehen. Doch nun zum aller wesentlichsten: Wer kocht oder (nur) stapelt? Burgerlokale sparen doch am eigentlichen Bereiter des Essens: dem Koch. Im Sinne der modernen Ökonomie werden doch lieber qualifizierte Künstler (Köche) weggelassen und stattdessen ungelernte Kräfte in die Küche gesteckt. Patties und Brote auf den Grill legen und später dieselben mit Salat und Soße zu stapeln, das erfordert nicht viel Können. Und wenn dennoch mal was schief geht (verbrennt), dann kann man das Mahleur einfach mit einer höheren Menge Ketchup wieder retten. Traurig, aber schaut euch diverse solcher Lokalitäten an. Hauptsächlich wird Getränk verkauft. Wer keine richtige Küche betreiben will, der macht halt super cool und modern Burgers and Sandwiches. Waau!

Nebenbei: Der eigentliche Verzehr von Burgern artet eigentlich auch immer in ein hässliches Schlachtfeld aus. Entweder das Ding zerfällt derweil man sich die Hände einsaut…oder man versucht sich mit Messer und Gabel und der aufgepiekste 5-Schichter zerlegt sich im Flug und fällt als 10 Stücke auf den Teller!

Gestehungskosten und schlechtes Essen.

der Titel sagt es alles.

Vielleicht sollte man ab und zu mal ein klein wenig mehr bezahlen, um nachhaltig gewachsenes und gesundes/gutes sowie gut zubereitetes Essen zu bekommen. Speziell in diesen Billigheimer-Mittagsmenü-Plätzchen (habe da eines in der Vancouveraner Robson-St.) wird, angeheizt durch den Konkurenzkampf, an der Qualität der Ware sowie der Zubereitung und der Präsentation gespart. Einer der üblen Auswüchse war dann künstliches Hühnerfleisch. Am einfachsten erklärt es sich als „nackte Chicken-Nuggets“. Und diese wiederum, auch bekannt als „Chicken-Mac-Frankensteins“ sind nichts anderes als paniertes Hühner-Restfleisch, durch den Wolf gedreht und mit viel Mais- und Weizenstärke gestreckt und mit Geschmacksverstärker sowie Konservierungsstoffen und Emulgatoren versetzt. Da hats bei mir jedenfalls dem Fass den Boden ausgeschlagen.