Ws2801 vs WS2812b

LED-Streifen mit einzeln steuerbaren RGB-LEDs sind weiterhin und immer mehr populär. Begonnen hat es mit dem Chip WS2801 von Worldsemi und die Story wird sehr erfolgreich mit dem LED-Chip Neopixel oder WS2812b fortgesetzt. Der WS2801 ist ein separater Chip mit einer Zweidraht Kommunikation auf Basis von SPI. Zusammen mit Versorgungsspannung kann er 3 LEDs (RGB) mit PWM farbenfroh ansteuern (24 bit Farbe). Der WS2812b ist ein in eine LED eingebetteter Chip mit einer Eindraht-Datenkommunikation (siehe Bild 3). Zusammen mit der Versorgungsspannung kann er 3 Ausgänge mit PWM steuern. Mit RGB-LEDs also auch 24 bit Farbe erzeugen.
Merkmale des WS2812b

Vergleiche

Also welche Variante von Lichterkette kauft man nun. Was ist der bessere Chip oder die bessere Produktkategorie. Viele Projekte bieten sich damit an. Z.B. LED-Matrix-Anzeigen bauen. Doch wie bekommt man die bessere Bildwiederholfrequenz hin oder was?

Worauf kommt es an

Der Aufbau einer LED-Matrix ist eine lineare Strecke. Alle LEDs sind von der Verkabelung hintereinander angeordnet. Der Dateneingang des Nachfolgers wird vom Vorgänger erzeugt. Beide Varianten des Chips arbeiten so, dass man von einer Quelle 24 Bit (3 Byte) vorne reintackert und wenn das 25-te Bit kommt, wird das Paket zum Nachfolger-Chip weitergegeben. So können über eine Kaskade alle Chips/LEDs mit einem neuen Farbwert versorgt werden.

Es kommt also auf die Datenübertragung des Datenbusses an.

WS2801

Hier ein Ausschnitt aus des WS2801 Datenblatt:

Als Extremwerte ist bei „Input Clock Frequency“ 25 MHz angegeben. Das ist wohl wirklich extrem. Denn realistisch wird man dieses HF-Signal kaum durchbekommen. Und man braucht für die Quellseite jemanden, der 25MHz SPI kann. Der beliebte Raspberry Pi, der zwei integrierte Hardware-SPIs hat, kann erfolgreich nur bis zu 6 MHz machen.
Wenn wir jetzt diesen Wert nehmen und annehmen, dass bei jeder Periode eines von 24 Datenbits übertragen wird, dann kommen wir zu:
6 000 kHz : 24 = 250 kHz
damit können wir eine LED 250 000 mal pro Sekunde aktualisieren. Gehen wir von einer kleinen 16×16-Matrix aus (es soll ja auch ein bisschen was angezeigt werden) mit 256 LEDs. Dann sind immerhin noch rund 970 Hz übrig. Also die komplette Matrix mit rund 1 kHz aktualisieren. Nicht schlecht.
Aber es kommt noch eine Zwangspause hinzu. Die Daten werden nur „angezeigt“, wenn eine Pause von 500 µs erfolgt. Rechnen wir also aus, wie viel Zeit die Datenbits für 256 LEDs und die eine Pause kosten:
256 * 24 * (1:6MHz) + 500µs = 1,524 ms (pro Vollbild)
Jetzt brauchen wir die Sekunde nur noch durch diesen Wert Teilen:
1 s: 1,524 ms = 656,168
Damit bekommen wir eine realistische maximale Wiederholfrequenz der kompletten Matrix von ca. 650 Hz. Das ist ziemlich gut.

WS2812b respektive Neopixel

Werfen wir denselben Blick auf den Neopixel. Dieser Chip wird nicht mit SPI angesteuert, sondern mit einer Timing-Gesteuerten 1-Draht-Kommunikation. Wie man in dem folgenden Ausschnitt aus dem Datenblatt sieht, kodiert man eine 0 mit einer Rechteckpuls-Vollperiode der Form Kurz-Lang, während man eine 1 mit der Form Lang-Kurz kodiert. Eigentlich ein ziemlich einfaches System:

Die Timings der Signale muss ziemlich Exakt sein. Man bekommt das mit einem Arduino durch exaktes ausrechnen der CPU-Takte und die korrekte IO-Pin-Ansteuerung aber hin. Siehe Tabelle.
Wir erkennen gleich aus der ersten Zeile: TH+TL = 1,25 µs. Das ist die Periodendauer. Zum festschreiben muss noch ein Low-Puls von > 50µs dazukommen. Wieder mit unserer angenommenen Matrix von 8×8 Pixeln ergibt sich:
256 * 24 * 1,25 µs + 60µs = 7740µs (Zeit für ein Vollbild)
Nun können wir uns die Anzahl der Vollbilder pro Sekunde ausrechnen:
1 s : 7,74 ms = 129,2 (Vollbilder pro Sekunde)
Wir erkennen also, dass ein Signal mit Clock mehr Daten pro Zeit übertragen kann, als ein Timing gesteuertes Eindraht-Signal.

Resume

Der ältere WS2801 gewinnt gegen den jüngeren WS2812b mit hier 650 Hz : 129 Hz Wiederholfrequenz bei einer 256er Matrix. Jetzt kann man sich fragen wieso wird der neuere so häufig eingesetzt und hat quasi alles besetzt? Wohl, weil er in eine LED integriert ist, derweil der WS2801 als klobiger (vermutlich auch Stromfressender) Chip neben den LEDs sitzt. Entweder auf dem LED-Streifen oder in irgendwelchen Gehäusen. Realistischer lässt er sich sowieso mit 2 MHz betreiben. Indes 1/3 von 650 Hz ist immer noch viel. Angesichts von hohem Leistungsbedarf, sollte man eh mehrere Teilpanels machen, wenn es größer werden soll. Hier kann auch der Neopixel wieder punkten, denn ein ESP8266 hat oft zu wenige Pins herausgeführt, um als SPI zu funktionieren. Ein ESP32 mag, dank 4 CPUs, vielleicht in der Lage sein mehrere LED-Teilpanels anzusteuern mit korrekten Timings für WS2812b. Panels aus WS2801 kann er dank zweier Hardware SPI-Schnittstellen als Doubel ansteuern.
Unterm Strich gibt es Vor- und Nachteile und man sollte das nehmen, was man bekommt.

Serie: Fail-Standards USA: Duschen

Duschen

Eine Dusche ist eine Vorrichtung, wo man vermittels eines Brausekopfes und einer geeigneten Gestaltung des Fußbodens sich als Mensch mit Wasser bespritzen und schlechterdings waschen kann. Vorteilhaft ist, wenn der Brausekopf vermittels eines Brauseschlauches aus der Wand herausgeführt ist. Dann kann man selbigen nämlich frei herumbewegen und sich auch an sonst eher unzugänglicheren Stellen mit Wasser bespritzen. Die Duschen in Nordamerika sind aber allesamt soo modern, dass ein Rohr sogar Unterputz bis über Kopfhöhe verlegt ist und dort in einen fest montierten Brausekopf mündet. Der hat dann genau den Nachteil, dass er nicht abnehmbar und frei beweglich ist. Auf Beinhöhe wird es noch einmal sichtbar: Da der Strahl von oben kommend schon sehr breit aufgefächert ist, hat man dort unten keine „Kapazität“ für eine intensivere Bespritzung mehr. Da der Strahl von oben kommt und man somit kaum in von unten geöffnete Ritzen kommt, muss konstatiert werden, dass Nordamerika den größten Nachholbedarf an Intimpflege hat.

Daher: 2 x Fail!

CH+DE -Kabel

Manch einen Europäer zieht es in die Schweiz und – Schock. Eines der kleinsten Länder Europas leistet sich einen eigenen Steckerstandard. Nicht Schuko und auch nicht den Franzosen-Schutzkontakt, obwohl man davon umringt ist.

Basteln

Dieser Artikel erklärt, wie man seine Schukogeräte für 1 Sfr und 86 Cent in der Schweiz betreibt.

Anleitung für einen Adapterstecker von Schweizer Steckdose auf deutsche/österreichische Schuko-Steckose.

Natürlich kann man sich ein halbes Dutzend Adapterstecker kaufen, mehr Spaß und Flexibilität hat man aber mit dieser obendrein billigeren Variante: Man nehme ein Verlängerungskabel (Mehfachssteckdose), schneide den Stecker ab und setze einen schweizer Stecker dran.

Man benötigt dazu nebst ein wenig Werkzeug folgendes:

  • Einen schweizer Stecker zur Montage. Bei Verfassen dieses Textes für 1 SFr bei Coop käuflich zu erwerben.

  • Ein Shuko-3-fach-Verlängerungskabel aus dem Baumarkt. Seinerzeit für 85 Eurocent bei OBI zu erstehen. 

Nach Bereitlegung des nötigen Werkzeugs wie Schraubendreher, Seitenschneider und Messer kommt der Moment der Wahrheit. Der Schuko-Stecker des Verlängerungskabels wird mit dem Seitenschneider abgeknipst. Vorzugsweise eher beim Stecker als beim Rest des Verlängerungskabels.

  • Für einen Überblick des weiteren Vorgehens sollte man den schweizerischen Stecker nun auspacken und aufschrauben

    Hier ist also je Ader einzeln gut zugänglich und je eine weitere Schraube zu betätigen. Weiterhin sehen wir ene Lasche, die mit zwei Schrauben befestigt ist und das Kabel zugentlasten soll. Diese muss vor dem weiteren Vorgehen gelöst werden. Am besten eine Schraube ganz heraus und die andere halb. So lässt sich das Kabel nacher ohne übermäßige Fingerfertigkeit festschrauben.

    Zurück zum Kabel: Nun die Isolation mit dem Messer oder besser einer Abisolierzange entfernen und ca. 3-4 cm die Adern überstehen lassen. Dabei drauf achten, dass die Einzeladern möglichst nicht mit angeschnitten werden. Die Einzeladern ebenfalls abisolieren (ca. 5-8mm). Wer nun ganz professionell sein möchte und das nötige Zübehör hat, kann nun Aderendhülsen mit einer Aderendhülsenkrimpzange auf die abisolierten Enden der Litzen aufkrimpen. Für alle anderen Fälle tut es ein beherzter Zwirbelgriff auf die Litzenenden.

Die abisolierten und verzwirbelten bzw. mit Aderenthülsen versehenen Enden der Adern nun in den Steckerpins festschrauben. Wichtig ist, auf die korrekte Anordung zu achten: Rot-Gelb kommt in die Mitte und es sollte diese Ader am längsten überstehen. Braun und blau kommen außen hin. Ob rechts oder links ist dabei egal. Streng genommen gibt es eine korrekte Anordnung, doch letzlich kann man und darf man sich nicht auf eine Orientierung verlassen. Entsprechend sind alle Geräte (die ja auch für den Schuko-Raum identisch produziert werden) für orienterungsfreie Stecker ausgelegt und es ist so oder so sicher. Überdies sind in unserem Fall ja wieder Schuko-Dosen am Ende. Also ist alles egal.


Am Ende ergibt sich ein Verlängerungskabel, dass einen schweizerischen Stecker und drei Schuko-Dosen hat:

Serie: Fail-Standards USA : Pissoirs von American Standard

Ja, American Standard. Das steht nicht für amerikanische Norm, sondern für eine Firma, die in Europa auch mal als Ideal Standard auftritt – zum Glück mit komplett anderen Produkten. Vom Prinzip her ist jedes Pissoir eine Quelle von Urintropfen. Denn ein Strahl, der abrupt gebremst wird, verteilt seine Energie spritzend in alle Richtungen. Vom Design her kann man Pissoirs aber auch so gestalten, dass der Aufschlag des Strahls nicht so abrupt ist und eventuell dennoch entstehende Tropfen aufgegangen werden. Der häufigste Typ Pissoir, den man in Nordamerika fast überall findet ist das model Washbrook von American Standard.

 

Pissoir: Modell Washbrook
Pissoir: Modell Washbrook

Das Design von 1958 ist ziemlich offen gestaltet und hat keine die Fangquote von Urintropfen ist gleich 0. Man findet in nahezu 100% der Fälle eine Pfütze Urin direkt darunter. Das ist objektiv betrachtet ein FAIL. Das hat nichts mit Gewohnheit oder Geschmack zu tun. Dass es auch anders geht, zeigt die japanische Firma TOTO, von der ab und zu auch mal Schüsseln an der Wand kleben. Dort funktioniert der Spritzschutz und die Pfrütze bleibt aus. Gut. Fazit für USA: Fail!

Mobiles Internet in Samoa (West)

Samoa und Mobiler Datenfunk sowie Internet ist nicht so prickelnd aber es läuft OK. Preislich ist man schon über Österreich-Niveau. Es gibt zwei Anbieter von SIM-Karten. Digicel ist vermutlich die bessere Wahl. Ich habe zu Dicicel gegriffen. So allzu dicht sind die Verkäufer von SIM-Karten nicht. Es gelang mir um 5:00 morgens zumindest weder am Flughafen noch am Fährhafen eine SIM-Karte zu erwerben. Beide Male gab es keinen Laden. Auf Savaii gibt es genau einen Laden von Dicicel. Dort konnte ich meine SIM-Karte für 25 Tala erwerben. Inklusiv waren dabei 10 Tala Guthaben. Es gibt Datentarife mit verschiedenen Volumina für 9, 17 und 34 Tala. Das sind 100, 200 und 500 MB 9 Tala entsprechen derzeit etwa 3,00 EUR. Ein Gigabyte kostet demnach also ca. 30 EUR und ist damit nicht wirklich günstig. Dazu sei gesagt, dass das Internet eher schwach zu Samoa kommt. Ein Kabel führt 70 km nach Amerikanisch Samoa und von dort geht eine lange Leitung nach Hawaii, von wo aus sich dann die Daten dann verteilen. Der Empfang ist auch eher Mau. Es wurde definitiv an Sendemasten gespart und Samoanische Blechdächer tun ein übriges um den Empfang auf einen oder null Balken zu reduzieren.

Aber nun zum technischen Teil.

Digicell benutzt UMTS-Band I (2,1 GHz) für 3G-Empfang.

Die Einrichtung funktioniert wie immer. SIM-Karte hinein und APN einrichten:

APN: web.digicelsamoa.ws

keine Kennwörter etc. erforderlich.

Nun sollte der Datenfunk eigentlich schon funktionieren.

Aufladen von Guthaben kann man dagegen quasi überall. Jeder kleine Laden hat ein Digicel-Schild an der Wand und kann einem Guthaben überschreiben – wenn er kann. Doch ein häufiges Symptom in Samoa ist, dass der Kiosk um die Ecke kein Guthaben mehr hat und daher auch nichts verkaufen kann. Dann hat man ein Problem oder muss den nächsten Laden finden.

Neue Datenpakete lassen sich über den USSD-Code *999# gekauft werden.

Mobiles Internet in Fidschi

In Fidschi (lokal Viti oder Fiji) gibt es zwei Mobilfunkanbieter, die mit GSM/UMTS-Technik funken und SIM-Karten verkaufen. Dies sind Digicel und Vodafone Fiji. Empfang herrscht bei beiden Anbietern fast auf allen Bewohnten Flächen des Inselreichs. Ausnahmen, wie abgelegene Resorts auf einsamen Inseln, bestätigen die Regel. Aufgrund der Topografie (viel flaches Wasser zwischen den Inseln) ist typischerweise oft guter Empfang. Befindet man sich aber auf der Rückseite einer Insel, die von einem entfernten Masten bestrahlt wird, so hat man unter Umständen kaum bis keinen Empfang. So ist z.B. Vodafone in Mantaray Island Resort kaum zu empfangen.

Ich habe in Fidschi für euch Vodafone getestet. Hier meine Erfahrungen:

Kauf einer SIM-Karte lohnt sich echt, da die typischerweise vorhandenen Global Gossip FJ-Hotspots eher teure als günstige Tarife anbieten. Teils gibt es nur Tagestarife und dann Preise zwischen 8 und 20 FJD. In so einem Fall greift man dann genüsslich auf sein eigenes, mobiles Internet zurück. Der Kauf der SIM-Karte lief mit Passkontrolle, grundsätzlich aber problemlos ab. Da ich wieder mein HTC Desire HD eingesetz habe, und ich 3G  (UMTS) sowie HSDPA verwenden konnte, gehe ich davon aus, dass Vodafone auf UMTS-Band I funkt. Die Geschwindigkeit und die Latenz des Netzes sind gut. Skype funktioniert bei ausreichend Empfang sehr gut. Die Tarif-Pakete sind günstig bis vernünftig bepreist, allerdings ist der Einstieg nicht ganz so günstig. Die „Free SIM-Card“ stellt sich als Mogelpackung heraus. Das Startpaket kostet 35 FJD und enthält ein Guthaben von 25 FJD. Somit kostet die SIM quasi 10 FJD. Ist aber kein Beinbruch, da 35 FJD = ca. 15 €. Um ins Internet zu kommen, muss noch ein Paket aboniert werden. Dazu eignet sich InternetMania 500, das zu meiner Zeit 4,99 FJD kostste und nach 7 Tg verviel. Somit stehen dem geneigten Anwender bei mehrmaligem Nachladen mindestens 2GB an Volumen zur Verfügung. Alternativ lässt sich das Guthaben auch (sehr schnell) vertelefonieren. Am Flughafen ist man im örtlichen Vodafone-Shop bei der Einrichtung behilflich. Für alle Fälle folgt eine Einrichtungsprozedur im Anschluß. Aber: Großer gewichtiger Nachteil: Das mobile Internet ist sehr kastriert und restiktiv. So sind IMAPS oder SMTP sowie Services auf nicht-Standard-Ports gesperrt. Kurzum lässt sich umgekehrt sagen: HTTP und HTTPS sowie IMAP mit StartTLS funktionieren. Sonst vermutlich nur mehr FTP und POP3. Der Rest ist wohl per Firewall geblockt. Tja, da mag wohl die aktuelle Militärregierung ihre dreckigen Finger im Spiel haben. Da hilft nur ein VPN.

Mobiles Internet einrichten

Nach einlegen der SIM-Karte und aktivierung durch den Verkäufer zunächtest jeglichen Datentransfer am Mobilgerät deaktivieren. Sonst ist das Guthaben schnell wegsynchronisiert (oder was das Gerät bei Internetverbindung macht). Mit der Telefon-App *555# anrufen. Es erscheint ein USSD-Menü, aus dem man diverse Pakete auswählen kann. InternetMania könnte dabei sein. Es handelt sich dabei dann um Abos, die akiv bleiben, so lange Guthaben da ist. Nun nur noch den APN bei den Netzwerkeinstellungen eintragen, Datenverkehr erlauben und dann kann es schon los gehen. Mit den USSD-Codes *131# bzw. *121# lässt sich der Abo-Status und Volumen erfragen.

APN or Access Point live.vodafone.com.fj
IP or Proxy Address 10.202.2.40
Port or Proxy Port 8080 or 80 or 9201
Username (leave blank)
Password (leave blank)
Security No or Not Secure or Normal

Mobiles Internet in Indonesien

Mobiles Internet ist in Indonesien dankenswerter Weise mal wieder ausnehmend günstig. Schon mit 1€ ist man dabei. Mit der einen oder anderen Auflade-Aktion ist aber wohl 3-4€ angesagt. Es gibt auch hier eine ganze Reihe von Anbietern. Die meisten Leute und auch ich nehmen SIMPati. Die Karte kostet am Verkaufsstand von Nebenan 10.000 IDR (0.90 €)

Schritt 1: APN einrichten (der ist mal ausnehmend kurz)

APN: internet

Mit dieser Einstellung sollte sofort etwas gehen. Die eMail-App sollte klingeln, denn es gibt bestimmt 3 neue Nachrichten. Bei mir waren zu der Zeit gleich mal 90MB Datenvolumen als Bonus dabei. Das kann man natürlich erst einmal verbrauchen und vielleicht braucht man auch gar nicht mehr mehr. Aber sehr lange wird es wohl nicht reichen…

Falls man kein Datenvolumen dabei hatte, ist das Guthaben jetzt auf 0. Bei initial 3000 IDR kein großer Verlust. Um einen passenden Tarif zu bekommen sollte man nun das Internet ausschalten, sonst läuft der Zähler weiter: „Mobiler Datendienst: aus“. Als nächstes kauft man Guthaben. Für den von mir gewählten Tarif mit insgesamt 400 MB waren es 20.000 IDR (ca. 1,60 €). Dazu einfach an einen der zahlreichen Stände/Minishops gehen und die eigene Nummer mitteilen. Eigene Nummer ermitteln: USSD-Code*808#

Dann Tarif wählen. Das geht entweder per SM

Mobiles Internet in Vietnam

Smartfones sind ja inzwishen unter uns sehr verbreitet. Gerade in Vietnam, wo wenige Leute eine gemeinsame Sprache mit uns Westlern teilen, kann es sehr hilfreich sein. Man kann sich erstens selbst helfen und zweitens mit Google-Translate gesprochene deutsche Sätze in geschriebenes und sogar gesprochenes Vietnamesisch überführen – soweit Internet vorhanden. Richtig nützlich wird so ein Smartfone eben mit Internetzugang. In diesem Artikel zeige ich euch, wie ich mich mit mobilem Internet versorgt habe.

Auswahl

Es gib in Vietnam drei Mobilfunkanbieter, die 3G-Netze betreiben:

  • Viettel
  • Vinafone
  • Mobitel

Meine Empfehlung für europäische Touristen ist Viettel. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ich Viettel als einzigen Anbieter getestet habe. Bei Viettel handelt es sich um das vietnamesische Telekom-Pendant, ohne dabei deren Preise zu haben. Ohnedies ist mobiles Telefonieren und Internet in Vietnam spottbillig, schnell und fast ubiquitär verfügbar. So weit zumindest Viettel. Bei einem Gesamtpreis von umgerechnet 2,80 € (70.000 VND) und gutem Ergebnis erübrigt sich jede weitere Abwägung für den einen oder anderen Anbieter.

Vorsicht Frequenzen

Es muss im Gegenteil sogar vor „anderen“ Anbietern gewarnt werden (jedoch ohne fundierte Gründe). Grund dafür sind die verwendeten Frequenzen. Es ist in Asien+Pazifik nicht unüblich, für 3G/UMTS-Netze auch den Frequenzbereich 850  MHz (3G Band V) zu verwenden. In Europa wird dagegen UMTS ausschließlich im Bereich 2100MHz (3G Band I) angeboten. Ergo verzichten viele in Europa verkauften Mobiltelefone auf die anderen Frequenzbänder. So kann es passieren, dass man mit einem gegebenen Anbieter entweder gar keinen Empfang hat, oder zumindest via gutem alten GSM mit GPRS oder EDGE ein Bisschen. So z.B. TrueMove (Thailand). Daher: Lieber bei bewährtem bleiben (Viettel). Für in Asien erworbene Smartfones gilt das natürlich nicht und längst auch nicht für alle EU-Telefone.

Einrichtung

Jetzt kommt der eigentliche Teil. Die SIM-Karte (Tomato-Card) ist schnell und unbürokratisch an quasi jedem 2-ten Geschäft für 70.000 VND gekauft. Die PIN sollte deaktiviert sein. Ins Telefon eingelegt sollte man also sofort lostelefonieren können und einige SMS zur Begrüßung lesen können – wenn man kann. Doch da hilft die App Google-Translate mit seiner SMS-Übersetzungsfunktion.  Das nötige Internt bekommt man (noch) über das Hotel-WLAN (hat jedes Hotel!). Das Guthaben sollte nun 50.000 VND betragen.

Nun muss nur noch der gewünschte Internet-Tarif selektiert und ein APN eingerichtet werden.

Die Webseite von Viettel ist praktischerweise nur auf Vietnamesisch verfügbar. Doch mit Google-Translate ließ sich die korrekte SMS-Wahl herausfinden. Welche Tarife und zugehörige Texte heute verfügbar sind, muss man irgendwie aus der Webseite oder diesem Link extrahieren. Im Jahre 2012 gab es den Tarif MiMax, der für 40.000 VND 500MB Datenvolumen für einen Monat beinhaltete. Man sendet also eine SMS „MiMax“ an die 191. Damit wird gleichzeitig 3G aktiviert. Man kann sich diese 2-te SMS also sparen.

Zum finalen Surferfolg fehlt noch ein Access Point Name. Wie der Name schon sagt handelt es sich praktisch nur um einen Namen (kann bei anderen Anbietern komplexer sein). Diese werden in der Firmware des Telefons mitgeliefert und stehen nicht auf der SIM-Karte. Daher muss man bei einem „marktfremden“ Telefon händisch einen eingeben. Man suche daher die „Mobile-Internet“-Einstellungen in den Telefoneinstellungen heraus. Dort gibt es einen Punkt APNs. Neuen hinzufügen und…

  • Name: v-internet
  • APN: v-internet

…eintragen und aktivieren. Fertig. Es sollte flutschen.

Dieses Vorgehen hat eine gewisse Allgemeingültigkeit, kann also auf andere Länder übertragen werden. Dabei muss der AP-Name irgendwie herausgefunden werden.

Das Wasserstoffauto ist tod

Starker Tobak.

Aber eigentlich nicht so abwegig. Unlängst bin ich bei Linde an der Wasserstofftankstelle vorbeigelaufen und da sie so friedlich war sinnierte ich ein Wenig darüber. Man erinnere sich: Noch vor wenigen Jahren, eventuell sogar immer noch, präsentieren sich BMW und Mercedes mit ihren H2-Autos. Doch selbige sind inzwischen auf dem technologischen Abstellgleis.

Diese Entwicklung ist auf dem Abstellgleis
Diese Entwicklung ist auf dem Abstellgleis

Warum?

Es gibt das Wasserstoffauto zunächst in einer Variante als reiner Verbrennungsmotor und einmal als Brennstoffzelle mit elektrischem Antrieb. Bei zweiterem dient der Wasserstoff mit Brennstoffzelle nur als stärkerer Akku bei ansonstem „normalem“ Elektroauto. Daran ist so erstmal nichts verwerfliches. Immerhin haben rein elektrische Antriebe Wirkungsgrade gen 90% . Die Variante Verbrennungsmotor ist dagegen  schon verwerflich, denn ein Verbrennungsmotor (Ausdehnungsenergie einer chemischen Reaktion) hat lediglich einen Wirkungsgrad von 40%. Es gehen also 50% Energie in Form von parasitärer Wärme verloren. OK, im Winter heizt man mit einem geringen Teil und auch die Brennstoffzelle erzeugt genug parasitäre Wärme, sodass der Gesamtwirkungsgrad auch dort deutlich abnimmt.

Die Herstellung des Wasserstoffs benötigt auch nochmals eine gehörige Portion Energie. Zum einen natürlich die chemisch darin gebundene aber auch noch nicht unerheblich Kompressions- und Kühlungsenergie. Nun kann man sich auch noch darüber erzürnen, dass der resultierende Wasserdampf aus dem Auspuff ein Klimagas sei, das ist bei der sich in der Atmosphäre ständig im Umlauf befindlichen Menge Wasserdampf aber vernachlässigbar. Nun kommt aber noch die Handhabe des Wasserstoffs. Einerseits benötigt man extreme  Materialien für den Druckbehälter (Druckfest,  Diffusion, Isolation) und ebensoviel Vorsicht und Drucksicherheit bei der Betankung. Wenn nun noch der Druckbehälter viel Platz benötigt und die neuesten Akkus mit noch höherer Kapazität auf den Markt kommen, sind auch die letzten Argumente pro Wasserstoffauto weg. Bislang war Wasserstoff + Brennstoffzelle eine „Platzsparende“ Batterie für längere Fahrten, aber die aktuellen LiIon-Akku-Entwicklungen machen rein Elektrische Autos praxistauglich. Sollte doch Bedarf nach hoher Reichweite und schnelle Betankung sein (LKW, Bus), so eignet sich Methan und ein Brennstoffzellen-Elektro-Antrieb wesentlich besser, da die Handhabung und Verfügbarkeit (Gas aus Bioabfall-Reaktor) einfacher und energetisch sinnvoller ist.

Ergo ist Wasserstoff als Antrieb bis auf weiteres nicht  sinnvoll.