Ein Laster unserer Zeit?

Das Laster, es war schon seit der Antike bekannt und benannt als das Animalische im Menschen, das Schlechte. Es zu zügeln war daher schon immer das Bestreben des aufgeklärten Menschen und nicht zu vergessen der Religionen. Praktischerweise tritt es hier in einer Kirche mal wieder krass zutage. Muss das sein?

Es

Massen von Instasüchtlingen in einer Kirche in Porto beim Ostergottesdienst
Massen von Instasüchtlingen in einer Kirche in Porto beim Ostergottesdienst

Hier sieht man eine Horde unreflektierter Wesen beim fanatischen „Momentfesthalten“ in einer Kirche in Porto während des Ostergottesdienstes. Schlimm ist, dass mehr als die Hälfte die Aufnahme vertikal statt horizontal macht. Schlimmer jedoch die Form der Respektlosigkeit. Man kann ja eine Kirche von innen fotografieren oder aufzeichnen, aber doch bitte nicht während einer sakralen Feier. Nicht zuletzt geht es sogar um Datenschutz. Wenn diese Videos/Bilder auf Insta oder sonstwo öffentlich zur Schau gestellt werden sind da auch Personen drauf. Und damit ist ja praktisch die Religionszugehörigkeit (ein persönliches Detail) öffentlich gemacht. Könnte ja sein, dass irgendwann die Christenverfolgung kommt und der IS auf Insta alle Christen ausfindig macht….

Analyse

Eigentlich sind sie ja arme Wesen, da sie krampfhaft versuchen, den Moment festzuhalten. Es wird ihnen aber kaum gelingen und überdies haben sie den Moment gar nicht vollends selbst wahrgenommen, da sie mindestens zur Hälfte mit dem Filmen beschäftigt sind. Vielleicht sind sie auch alle einsam und leben in der Vorstellung demnächst mit irgendwem retrospektiv diesen Moment gemeinsam zu erleben. Aber der Andere wird diesen Moment anhand der Aufnahme nur schlecht bis gar nicht erleben und es als eher lästig empfinden. Es werden so viele verwackelte Aufnahmen gemacht, die sogar am Ende nie angesehen werden. Jedoch, es scheint zu beruhigen, wenn man zumindest gefühlt eine Kopie des Moments hat – selbst wenn man sich das nie wieder ansieht…

Man könnte ihnen jetzt auch eine Geltungssucht unterstellen. „Ich bin das Zentrum meines Bekanntenkreises, und alle interessieren sich furchtbar für das, was ich erlebe. Ich bin gar verpflichtet, regelmäßig Bilder und Videos weiterzugeben“. Zumindest aber eine nicht weitergehend reflektierte Geltungswahrnehmung. Eigentlich sind es ja arme Geschöpfe…

Tja, der Individualismus von heute besteht wohl darin, freiwillig dort zu sein, wo sowieso schon jeder ist.

Appell

Leute, die ihr das hier lest, bitte denkt über diese Worte nach. Reflektiert Euch selbst, was ihr warum und wann fotografiert/filmt. Oder denkt an die Leute, auf die Ihr die Objektive zielt, wie die das wohl empfinden. Oft ist man sich der Sinnlosigkeit oder der Impertinenz seines Tuns gar nicht bewusst. Also fotografiert/filmt lieber mal seltener als öfters.

Europaletten aus Möbeln

Genau. Kein Schreibfehler. Wir machen Europaletten aus alten Möbeln. Besser gesagt nur „wie Europaletten“, denn Europalette ist gewiss eine geschützte Marke und unsere Maße weichen auch leicht ab und restliche Anforderungen wie Abgratungen, Gehrungen und Belastbarkeit passen wohl auch nicht ganz. Aber das ist egal. Machen ist angesagt. Daher sind wir auch auf der Maker Faire Sachsen in Chemnitz mit einem Stand.

Einzelteile für Europalette aus Möbeln. Es wurden alte Küchenteile und Ikea-Schranktüren verarbeitet.

Warum macht man sowas? Tja, das ist dann wohl das Ergebnis einer Schnapsidee. Aber eigentlich saßen wir in 2018 einfach mal wieder im nächsten Hipstercafe mit Möbeln und einer Bar aus Europaletten und mussten darüber nachdenken, wie 1. abgedroschen der Trend schon ist, und wie zweitens inzwischen schon Baumärkte schön lackierte Eorpaletten für viel Geld anbieten und drittens kam es just im Sommer 2018 zu Engpässen bei Europaletten in der Logistik. Und dann mussten wir einfach den viel genutzten Begriff des „Upcycling“ persiflieren, denn wenn extra neue Paletten dafür hergestellt werden (um wieder zersägt zu werden), dann kann man nicht mehr von „Upcycling“ reden.

Hier wurden zwei Paletten schon fertig zusammengebaut.

Also haben wir uns dafür entschieden, bei der Maker Faire mitzumachen und aus unseren alten Möbelplatten die Einzelteile für die Paletten zu sägen. Die passenden Pläne dafür gibt es für dieses standardisierte Produkt u.a. bei Wikipedia unter Europoolpalette. Insofern beschränkte sich das Bauen auf Sägen an der Kreissäge und nageln bzw. schrauben der Einzelteile. Wobei man dabei schon auf das eine oder andere achten sollte. Z.b. mindestens zwei Schrauben pro Verbindung, damit sich auch nichts verzieht. Oder Vorbohren der oberen Bretter, da Schrauben sonst Abstände einbauen. Da wir bei den Klötzen auf Küchenplattenabfälle gesetzt haben, ergibt sich eine Diskrepanz in der Höhe: 4,5 cm vs. 7,8cm. Wir versuchen das bei einem Modell mit zusätzlichen Teilen aus 1,6cm-Brettern zu kompensieren. Bei einer anderen Palette gab es nicht mehr genug 1,2 m- Bretter. daher haben wir kurzerhand eine Palette mit 1,1m genormt – mit unserer eigenen Norm. ;-). Wie oben erwähnt, hat eine korrekte Palette diverse 45°-Winkel und Gehrungen, damit der Gabelstapler nicht so leicht aneckt. Auch auf die haben wir verzichtet.

Tja was passiert nach der Messe mit den Paletten? Das wissen wir selbst noch nicht. Aber wenn jemand daraus wieder Möbel bauen will, ist er uns sehr willkommen und überdies schließt sich dann der Kreis. Das ist dann echtes „Recycling“, gar „Roundcycling“…. gibt’s den Begriff überhaupt? Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Open Source – Gedanke

Im Grunde ist das Bauen von Paletten (insbesondere aus alten Möbeln) doch ein Hacken und da die Pläne/Maße bekannt sind, ein Open Source Projekt. Das Einzige, was man dazu noch benötigt, ist die Idee, beides miteinander zu kombinieren. Insofern sollte man dieses Projekt unter diesem Gedanken sehen.

PS. Auch der Papst hat schon in einer Enzyklika sich darüber ausgelassen, dass vielerorts der Upcycling-Gedanke falsch gelebt wird und stattdessen sich damit nur „grün-gewaschen“ wird.

PPS. So sah es aus, als wir am Ende der Veranstaltung zusammengepackt haben. Die Paletten wurden noch an einen Maker Faire-Gast zum Bau eines Sofas „verspendet“.

Verlassen der Maker Faire Chemnitz 2018 mit unseren vier Paletten

Presse

Wir haben es sogar in die Zeitung geschafft, wenngleich es vielleicht eher ein Kasbladl ist.

Bild aus der Morgenpost Chemnitz

Tacos – die nächsten Burger?

Schon wieder so ein Krampf, den man nicht essen kann, weil er einem eher die Arme und das Kinn runter läuft als in den Mund zu wandern. Ich habe mich diesbezüglich schon mal über Burger, das Nicht-Essen ausführlich dein Mund zerrissen, warum ich dieses nicht als vernünftiges Essen ansehe. Bei Tacos fällt mir das genauso schwer, darin eine Schöpfungshöhe zu erkennen. Es handelt sich doch um nichts weiter als Maisförmchen, die ohne viel Liebe mit Löffelvoll Dies oder Das gefüllt werden.

Baz hier, baz drauf da, bam fertig.

Schlimmer noch als bei Burgern wird es mit den Maisförmchen weil:

  1. Flüssiges läuft an den vorne und hinten offenen Enden unkontrolliert raus
  2. Ein Bissen und man hat mehr abgebrochen, als man wollte – die Soße läuft links vor deinem Mund runter
  3. Ein Bissen anders und man hat einen Teigsplitter im Gaumen – schmerzhaft

Also alles in allem nicht so toll. Aber mehr und mehr scheint es sich zu verbreiten – wider besseres Wissen.

Wer Sorry sagt, der meint’s nicht ernst

…so ist es doch?!

sonst hätte sich der jemand doch die Zeit gekommen den Grips gekommen und das etwas umständlicher Wort Entschuldigt hervorgebracht….

… und nich so faul, nebenbei, flapsig uns dann noch in einer fremden Sprache das einfachere Sorry.

eigentlich doch ganz schön unverschämt. Sprache, die einem grennt ist und dann nicht imstande ein viersilbiges Wort von den Lippen bringen. Tja der meint es halt nich ernst.

10 Dinge die Starbucks macht um beliebt zu sein…

… und 10 Dinge, die mich genau davon abhalten, zu Starbucks zu gehen.

Globale Kette mit derselben Erfahrung/Produkten überall

Tja das Kettendenken. Für den Konsumenten ist es eine Stufe einfacher in der komplexen und globalisierten Welt. Denn er bekommt, egal wo er ist, immer Produkte mit der scheinbar gleichbleibenden Qualität und Geschmack – sogar dieselbe Erfahrung. Für Starbucks klar ein Identifikationsmerkmal und für viele Leute einfach, weil man einfach weiß, woraruf man sich einlässt. Ich kann es ja verstehen.

Weil ich aber Ketten eher grundsätzlich ablehne mag ich genau deswegen Starbucks nicht und würde nicht hineingehen. Dann kommt ja noch der Reiseerfahrungs-Punkt hinzu. Wenn ich schon Unterwegs bin, will ich ja eine dem Lande entsprechende Erfahrung machen. Aber wider allen besseren Wissens: Leute gehen im Oman zu Starbucks, obwohl sie Arabischen Kaffee original aus dem Kännchen bekommen könnten. Sie gehen in Wien in Starbucks, obwohl Wien eine legendäre Kaffeehauskultur hat. Sie tun es in Italien, obwohl dort die Siebträgermaschine und der Cappuccino erfunden wurde. Sie tun es in Frankreich und verpassen Café au Lait mit Croissiants. Selbst in kulturell weniger historischen Flecken wie Kanada, könnte man z.b. zu lokalen Rösterreien oder der lokalen Kette gehen – statt zu Starbucks. Da kann man nur zur Eingeschränktheit Konsumenten gratulieren.

Kaffee teuer verkaufen

Starbucks verkauft seine Getränke stark bepreist. Eigentlich zu teuer. Aber sie tun es, weil sie es können und weil es eine Psychomasche ist. Es ist dasselbe, was auch Apple treibt, jedoch bei Kaffee: „Ich leiste mir das, also bin ich was besseres“. Es wird ganz klar die Psyche mit dem Belohnungssystem getriggert und das dazugehören-Gefühl induziert. Manch einer mag die Arschbacken zusammenkneifen bei den aufgerufenen Preisen, aber er bezahlt, um sich etwas zu leisten und sich vom „Rest“ zu separieren. sichtbares Zeichen dessen ist der weiße Papierbecher mit Plastikdeckel und grünem Logo darauf. Wer so rumläuft ist was besseres. Ganz ähnlich wie Leute mit den Airpods.

Ich finde es scheiße und habe keinen Bock, mich abzocken zu lassen. Zudem ich meist besseren u.v.a. preiswerteren Kaffee meist in Reichweite habe.

Stylesprache „wie Italienisch“

Starbucks pflegt in seinen Fillialen mit seinen Kunden neben seinem hauptsächlichen Englisch für manche Bereiche eine Stylesprache, die wie Italienisch wirkt, es aber nicht ist. So wird z.B. für die Bechergröße „grande“ oder „venti“ verwendet. Klar Cappuccino ist auch italienisch. Dann wird es aber interessant. Ein Milchkaffee heißt wohl offiziell nur Latte (was ja übersetzt alleine Milch heißt), wird aber ähnlich einem großen Cappuccino serviert und Latte Macchiato, wo Latte eigentlich her kommen könnte, ist etwas Anderes. All das macht Starbucks, um es seinen Kunden in einem kleinen Psychospielchen zu lehren. Es ist kein großer Wissensbrocken – eher klein und schnell gelernt. Alsbald können die Kunden ihr Wissen anwenden und sich wie der Schneekönig freuen, dass sie „dazu gehören“, weil sie ja so toll Italo-Englisch reden. Ganz so, wie man das in einem unzweifelhaft kompetenten Kaffeeland macht….

Mich ficht das alles nicht an – widert mich eher an. Zudem die Bechergrößen wie der Gegenentwurf zum italienischen Original wirkt. Größer ist besser vs. kultiviert die rechte Menge. Ebenso bin ich gegen den Standard als Papier und Plastikbecher vs. eine richtige Porzellantasse.

Kaffee stark rösten

Starbucks röstet  die verkauften Kaffees sehr stark. Manche Kritiker sprechen auch von „Starbucks-Coal“. Sie machen das, weil die meisten Kunden Milchgetränke mit Kaffee wählen und daher ein bitterer, weil stärker gerösteter, Kaffee nicht so untergeht. Umgekehrt kann man fragen, warum wenige Leute Espresso und mehr Milchkaffeegetränke nehmen — vielleicht gerade deshalb. Oder auch, weil Espresso gerne mal in Papierbechern (Ohweee!) dargereicht wird.

Ich empfehle zwar den Konsum von mehr Bitterstoffen, da sie der Gesundheit zuträglich. Hier turnt es mich wieder ab, denn objektiv kann man wohl von weniger „kohligen“ Bohnen mehr Geschmack erhoffen. Zudem ist starkes Rösten ein beliebter Weg von Großröstereien (um nichts anderes handelt es sich), um minderwertige Kaffeebohnen zu kaschieren. Das ist verwerflich.

Zuckersüße Kuchen

Starbucks verkauft natürlich neben den Kaffeegetränken auch Essbares und dabei auch Kuchen. Natürlich werden die Kuchen und Varianten nach amerikanischen Rezepten hergestellt und sind somit am obersten Ende der Konditorenkunst einzuordnen (uhff). Vor allem ist der Anteil von Zucker sehr hoch. Denn die amerikanische Herangehensweise an das Thema geht wie folgt: Süß ist gut; folglich ist süßer besser. Am besten schmeckt ein Kuchen jedoch, wenn er noch eine Schicht Zuckerguss bekommt. Eben weil Zucker macht glücklich – also macht mehr Zucker glücklicher.

Mich ficht das mehr an Zucker nicht an – ja vergetzt mir gar den Genuss. Bei so viel Zucker in den Kuchen habe ich nur sehr selten bisher zugegriffen. Ungesund und wie eine versalzene Suppe bald nicht mehr essbar.

Besonders schlimm finde ich es immer, wenn man in einer Gegend mit Kuchenkultur ist, und dann das alternativlos findet. New york Cheesekake neben einem original Mandarinenkäsekuchen.

Sirup und Spezialkaffees

Starbucks war wohl einer der Erfinder der Sirups im Kaffee und auf der Sahnehaube sowie von Spezialgetränken mit irgendwo einem Tröpfchen Kaffee. Dies anzubieten und populär zu machen ist einer der Erfolgsbringer. Vor allem weibliche Konsumentinnen kommen gerne wegen der milchigen und süßen Spezialgetränke.

Ich finde diese Variation und Kreation auf Basis von Kaffee gar nicht so schlecht und würde mir Einen schon mal reinziehen. Aber grundsätzlich ist hier mal wieder zu viel Zucker dabei. So viel, dass es mir die Zähne zusammenzieht. Sind halt wieder amerikanische Maßstäbe. Nein Danke.

Plastik und Papierbecher sowie Merchandise

Starbucks betreibt eine Identitätspflege und extremes Marketing mit eigenen Bechern und Accessoires mit eigenem Logo. Leute sollen sich überteuerte Thermobecher kaufen und damit werbend durch die Gegend rennen .  Außerdem pflegen sie das Image des amerikanischen „Disposable Planet“-Wegs. Das äußert sich darin dass selbst Vorort konsumierende Leute Plastikbecher oder Pappbecher bekommen, obwohl eine Porzellantasse oder ein Glas den Job besser getan hätten. Und das schlimmste ist, die Leute finden es toll. Ich bekomme auf jeden Fall immer die Krätze, wenn ich Leute mit Einweggeschirr sehe, die Vorort konsumieren. Oder die, das Einwegzeug „Zum Gehen“ nur für die nächsten 3 min bei sich behalten…. weil sie es sich in ihrem Leben ja nicht leisten können, mal 5 min irgendwo auszuspannen und dabei aus einer wiederverwendbaren Porzellantasse zu trinken. So uncool.

Klo putzen und Arbeitnehmer ausnutzen

Starbucks lässt seine Mitarbeiter alles machen. Bestellung von Frischware, Tresen putzen, Boden putzen bis hin zu Klo putzen. Dabei werden die Mitarbeiter zu „Partnern“ gemacht. Aber mit Auf-Augehöhe hat dieser Begriff nichts zu tun. Nur damit, dass die Mitarbeiter länger und intensiver da sein sollen und loyaler sein sollen, als es woanders üblich wäre. Dazu passt, dass man sich nicht extra Putzkräfte zulegt, sondern dies die Baristi machen lässt. Grundsätzlich muss das daheim ja jeder. Aber toll ist das nicht. Ein weiterer Punkt ist, dass Mitarbeiter kommen und gehen sollen, wie Starbucks es passt. Insbesondere in den USA bekommen sie für nicht geleistete Stunden auch kein Geld. Damit ist die Planbarkeit des Lebens und das Abzahlen von Darlehensraten dahin.

Ich finde, ein Unternehmen mit so viel Gewinn sollte seine Mitarbeiter mehr schätzen und weniger ausnutzen. Außerdem habe ich immer irgendwie die Angst, dass ein Lappen vom Klo sich irgendwann (dank gleicher MA) auf den Tresen verirrt.

Der 3-te Raum

Starbucks verfolgt das Konzept des 3-ten Raums. Also nicht daheim, nicht die Arbeit, sondern was dazwischen. Abseits der lauten Straße und den vollen Hütten Heimat und Arbeit. Dazu gehört gediegenes Ambiente, gedeckte Farben und großzügige Einrichtung. So großzügig und so viel Platz, wie viele Leute nicht einmal daheim haben. Und das auch in den teuersten Quartieren der Stadt. Internet natürlich sowieso dabei. In manchen Ländern ist es auch der einzige klimatisierte Raum mit anständigem Internet….

Grundsätzlich eigentlich ein gutes Konzept und viele Leute nehmen es wohl auch dankbar an und machen in den Starbuck’schen Räumen Hausarbeiten und andere Arbeit. Im Prinzip zahlen sie über die hohen Getränkepreise indirekt eine Miete für die großzügigen Sitzmöbel und den Raum.

So, was habe ich jetzt dagegen? Eher weniger… vielleicht, dass mir der Stil nicht ganz zusagt. Am besten, sie renovieren einmal weltweit auf einen neuen Stil.

Bohnen teuer und  komischer „fairer Handel“

Starbucks verkauft geröstete Bohnen extrem teuer. Vor allem zu teuer für sog. fairen Handel. Bei fairem Handel tritt der Einzige Händler in direkten Kontakt mit dem Produzenten, um ihm einen höheren Preis zu zahlen indem Mittelsmänner ausgeschaltet werden. Starbucks indes hat aber doch mehrere Ebenen Zwischenhändler dabei. Demnach keinen fairen Handel und dennoch versuchen Sie durch ein Bio-Label dies zu suggerieren. Praktischerweise verkaufen Sie dann auch noch das Päckchen Kaffeebohnen recht teuer. Also perfekt auf allen Seiten den höchsten Gewinn eingefahren.

Mir passt das überhaupt nicht.

Relativierung und Aufruf gegen Extremismus

wenn es sich zuträgt, dass ich Kaffee, getränk, essen, Wärme, Klo oder Internet brauche, und Starbucks ist das einzig vernünftig verfügbare Etablissement, dann bin ich mir auch nicht zu schade dort als Konsument hineinzugehen. Da schneide ich mir, wegen falscher Prinzipien, nicht ins eigene Fleisch. Daher an Alle der Aufruf : Lebt eure Prinzipien, werdet aber nich zum Extremisten sondern lasst 5 auch mal gerade sein. So z.b. ein Vegetarier, der überzähliges Fleisch durch Verzehr vor dem Müll rettet.

Einheiten und SI-Einheitenpräfixe – Unenheit

Das betrifft jetzt nicht nur die USA, sondern ist auch in vielen anderen englischsprachigen Arealen und – aus Dummheit – teilweise auch in DACH-Land der Fall. Die Rede ist von falscher Verwendung von Einheiten und die Multiplikator-Präfixe derselben. Es handelt sich um die für das Internationale Einheitensystem (SI) definierten Dezimalpräfixe. Hier gleich mal eine Tabelle, um die korrekte Zuordnung darzustellen:

Symbol Name Wert
Y Yotta 1024
Z Zetta 1021
E Exa 1018
P Peta 1015
T Tera 1012
G Giga 109
M Mega 106
k Kilo 103
h Hekto 102
da Deka 101

100
d Dezi 10−1
c Zenti 10−2
m Milli 10−3
μ Mikro 10−6
n Nano 10−9
p Piko 10−12
f Femto 10−15
a Atto 10−18
z Zepto 10−21
y Yokto 10−24

Gleich dazu noch einige Einheiten (Auswahl):

Symbol Name Dimension
m Meter Länge
K Kelvin Temeratur
°C Celsius Temeratur
C Coulomb Elektrische Ladung
T Tesla magnetische Flussdichte
Ω Ohm Widerstand
A Ampere Stromstärke
kg Kilogramm Masse
g Gramm Masse
J Joule Arbeit
S Sekunde Zeit

Die Verwendung der entsprechenden Abkürzungen, Schreibweise und Verwendung ist im SI klar definiert. Dennoch gibt es genug Leute und Nationen, die diese Präfixe leichtsinnig falsch verwenden. Hier mal die beliebtesten Fehler, die mich persönlich auch immer wieder zu Wutansätzen bringen, weil sie uneindeutig und schlicht falsch sind:

Meter mit kapitalen Lettern

Verwendung von (kapitalem) M als Symbol für Meter und damit dann verbunden auch MM und KM um Millimeter oder Kilometer abzukürzen.

Kilo und Milli als kapitale Lettern

Verwendung von K und M für kilo respektive milli und damit KGS oder KM oder MM für Kilogramm, Kilometer oder Millimeter. In der Informatik dann statt kB für Kilobyte KB. Schlicht falsch und uneindeutig. Bei K könnte man eventuell noch gnädig sein, da es keine Weiteren Präfixe K gibt. Indes bei M/m hört der Spaß endgültig auf. Nicht nur ist m das Symbol für Meter, nein m ist auch das Präfix für 10-3 sowie M das Präfix von 106 . Hier kann man nur noch raten, ob MM jetzt Mega-Mega oder Millimeter oder irgendwas ganz anderes ist. Also ein klares “Nicht so”.

Mega mit kleinem m

Auch recht schön ist eine Notation für Megadollar als m$. Hier ist es dann mit der Konsistenz endgültig dahin. Das im selben Kulturkreis! Soll jetzt Mega ein kleines oder ein großes M zum Symbol haben? Also ich lese dann nur immer Millidollar – ach soo billig?

KGS als Kilogramm(s)

Ja, wieder so ein “ich mache mir die Welt…”. Hier ist ja alles falsch. Fangen wir mal mit der Mehrzahl an. Die gibt es im SI-Einheitensystem per se nicht. Oder sollte das S etwa für Sekunde stehen? Dann handelt es sich wohl um Kilogrammsekunden. Kilogramm, die in einer Sekunde aus Licht entstehen??? Einstein lässt Grüßen. Weiters muss natürlich das k für Kilo ein Kleinbuchstabe sein ebenso das g für Gramm.

Mikro mit u

OK, es gab eine Zeit mit eingeschränktem Zeichensatz in der IT. Zum Glück ist das vorbei und sogar ASCII hat das griechische My (µ) schon enthalten. Auf der DE und AT-Tastatur ist es sogar als Tastenkombination vorhanden. Fehlen tut es indes auf der (ach so tollen und begehrten) US-Tastatur. Immerhin handelt es sich auch um einen (Xenophobie komm) Buchstaben eines fremden Landes – ja sogar eines fremden Alphabets. Nichts desto weniger: Zwar besteht keine große Verwechslungsgefahr und µ ist das einzige nicht-lateinische Präfix aber in den Regularien, die für DACH relevant sind, ist nur das µ als Zeichen für Mikro zugelassen. Bitte die Mühe machen und die Tastenkombi verwenden. Dafür ist sie da.

Ohm als O

Wieder das Thema mit der dominanten US-Tastatur? Ohm wird mit dem griechischen Buchstaben Omega symbolisiert. Man sollte sich die Mühe machen und diesen auch aus seinem Sonderzeichenvorrat einfügen. Sonst sieht es schlecht aus.

uvam.

Und vermutlich noch viele Weitere. Jeder kann sich seinen Teil denken.

Deutschland deine Tankstellen

Es ist eigentlich ein Trauerspiel und abgesehen von vielleicht einigen weiteren Sonderfällen wie z.B. Österrecht, einmalig in der Welt. Tankstellen verkaufen neben Mineralölen auch Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Gebrauchs. Doch anders als in den meisten anderen Ländern verlangen die Tankstellen hier astronomische Preise für solche Güter. In jedem anderen „normalen“ Land der Erde verlangen die Läden der Tankstellen marktübliche, vergleichbare Preise. Es ist egal, ob ich den Kaugummi, Snickers oder das Cola bei der Tankstelle oder dem nächsten Supermarkt oder Tante-Emmer-Markt kaufe. Der Preis ist im großen und ganzen derselbe.
Nur bei uns hat sich bei den Tankstellen eine art Geschäftsverweigerung eingesetzt. Ein Schokoladenriegel kostet auch gerne mal das Doppelte des Preises des Supermarkts. Das ist Wucher. Warum nur machen Tankstellen das. Ich hätte schon öfters dort irgendwas gekauft. Doch praktisch jedes Mal denke ich mir: „Ihr Wichser – für den Preis könnt ihr das Zeug selber fressen – und wenn es ein Phyrrussieg ist, kaufe ich es woanders!“ … aber es ändert sich nix. Ich gestehe zu, dass am Feiertag oder nach Geschäftschluss ein Alleinstellungsmerkmal existiert, das höhere Preise erlauben könnte. Man könnte dann natürlich, wie beim Sprit, die Preise alle paar Minuten ändern. Ob das so toll ist, mag bezweifelt werden. Sicher ist aber: Würden sie billiger anbieten, dann gäbe es weniger Fälle, in denen man es sich anders überlegt und doch noch zum Supermarkt geht. Das Geschäft würde mit Sicherheit mehr Umsatz bringen. So, mit den Apothekenpreisen, aber bleibt es ein Trauerspiel. Warum seid ihr so umständlich und dumm?

Burger, das Nicht-Essen

Burgerias (Neumodische Lokale, die hauptsächlich Burger verkaufen und Kunden duzen) und die Begeisterung für Burger werden mehr. Völlig unklar, denn eigentlich handelt es sich um ein rechtes Scheißessen. Zu hoffen wäre noch, dass Neues begeistert und es sich um eine anfängliche Begeisterung handelt.

Ich mag Burger nicht. Und wenn schon überhaupt, dann lande ich doch lieber gleich bei McDonalds (was selten genug – namentlich bei „Notfällen“ passiert) und gebe mir die kleineren, weichen, billgien Burger Aka. „das richtige Junkfood“. Die Motivation bei dabei (McD vs. Burgerias) kann mit der folgenden Analogie erklärt werden:

Burger sind wie Autos mit 3 Rädern (gemeint is Reliant Robin). Es fährt, aber es ist weder stabil, noch sieht es gut aus oder fährt besonders schnell oder oder geil. Außerdem (siehe England der 80er) macht man sich mit so einem Gefährt zum Gespött der Nation. Das ist der Fast-Food-Burger von gewissen Ketten. Mithin also ein Scheiß. Der Edelburger aus der Burgeria entspricht demnach einem 3-Rad-Auto mit einer edelkarosse und Luxusenterieur sowie Ledersitzen. Nett… Aber immer noch ein 3-Rad-Auto! Es fährt immer noch scheiße, nicht stabil,  und man macht sich erst recht zum Gespött der Nation. Daher sollte man lieber gleich zu Linseneintopf greifen….

Warum sind Burger so ein Nicht-Essen?

Meine Wahrnehmung dazu ist: Burger sind zunächst mal schlecht gemachte, warme Pausenbrote: zwei Scheiben Brot und was drauf. Aber eigentlich kein vollständiges Essen. Damit man das viele und wattierte Brot leichter herunter bekommt und es besser rutscht, muß viel Mayonnaise und Ketchup drauf. Darf das nötig sein? Das Fleischlaibchen darin ist aus Hackfleisch und damit potentiell auch fragwürdiger Herkunft. Gebraten kommt bei Rind meist ein leicht widriger Geschmack hervor. Klar: Man kann auch kurz vorher ein Rinderfilet durch den Wolf drehen. Doch nun zum aller wesentlichsten: Wer kocht oder (nur) stapelt? Burgerlokale sparen doch am eigentlichen Bereiter des Essens: dem Koch. Im Sinne der modernen Ökonomie werden doch lieber qualifizierte Künstler (Köche) weggelassen und stattdessen ungelernte Kräfte in die Küche gesteckt. Patties und Brote auf den Grill legen und später dieselben mit Salat und Soße zu stapeln, das erfordert nicht viel Können. Und wenn dennoch mal was schief geht (verbrennt), dann kann man das Mahleur einfach mit einer höheren Menge Ketchup wieder retten. Traurig, aber schaut euch diverse solcher Lokalitäten an. Hauptsächlich wird Getränk verkauft. Wer keine richtige Küche betreiben will, der macht halt super cool und modern Burgers and Sandwiches. Waau!

Nebenbei: Der eigentliche Verzehr von Burgern artet eigentlich auch immer in ein hässliches Schlachtfeld aus. Entweder das Ding zerfällt derweil man sich die Hände einsaut…oder man versucht sich mit Messer und Gabel und der aufgepiekste 5-Schichter zerlegt sich im Flug und fällt als 10 Stücke auf den Teller!

Serie: Fail-Standards USA : Klopapier, das längs reißt.

toiletpaperNicht immer, aber immer wieder: Es gibt Klopapier, das ist zwar hauchdünn. Perforation ist folglich Fehlanzeige. Wenn man es aber mit einem geschichten Ruck (jeder hat da gewiss jahrzehntelange Erfahrung) entzweien will, dann reißt es zunächst quer, dreht dann aber fluchs in die vertikale und man hat zwei je daumenbreite Stücke Klopapier. Kurzum: Unbrauchbare Stücke. Diese Norm nervt.