Nespresso verstanden

Nespresso – über das System und das System (Nestlé) dahinter sowie die Umweltaspekte kann man gut und gerne schlechte Worte verlieren. Ziemlich unbestritten ist aber, dass mit einer sehr hohen Wiederholungsrate ziemlich gelungene Espressi, Lungi und Ristretti herauskommen. Doch nun Ende mit Prolog und zur (schwarzen) Essenz.

VERSTEHEN

Die von Nespresso verkaufen Kapseln haben eine Angabe drauf, für welche der drei Kaffeevarianten sie sich eignen. Anwender respektieren oder ignorieren die Angabe. Die meisten davon haben aber bisher nicht verstanden, was und warum.

Die Erkenntnis kommt mit der Benutzung einer richtigen, einer Siebträgermaschine. Ob ein an der Maschine bezogenes Extrakt ein Ristretto oder ein Lungo wird, steuert der Barista über den Mahlgrad des Kaffees und den Anpressdruck. Indirekt steuert er so die Bezugszeit und es wird ein längerer oder kürzerer Kaffee.

Erkenntnis

Daraus ergibt sich die Erkenntnis, dass die verschiedenen Kapselarten seitens Nespresso eben im Mahlgrad unterscheiden. Darüber hinaus ist es dann die Verantwortung des Barista bzw. Anwenders, die dazu passende Bezugszeit zu wählen. Dann wird aus eon

Der Wäscheständer an der Decke

Kein Platz zu Hause? Das Wäschetrockenzimmer ist und bleibt ein feuchter respektive trockener Traum? Mit dieser kleinen Anleitung kann man sich den eigenen, genialen, höhenverstellbaren Von-Der-Decke-Wäschetrockner/Wäscheständer selber basteln.

Besonders bei hohen Räumen taugt es besonders. Aber auch bei 2,4m hohen Decken gibt diese Konstruktion den Entscheidenen Raum auf dem Boden frei, um mit weniger Gestolpere duch die Wohnung zu schleichen. Zudem ist gleich ein effizienter Platz zum Aufräumen des Ständers inklusive. Nämlich knapp unter der Decke. In dieser Anleitung zeige ich,  was man an Teilen Braucht, wie man letztlich baut, Tips und Tricks sowie Fallstricke. Ich strebe hier keine Allgemeingültigkeit an und es gibt noch tausend Varianten, wie man was anders/besser machen kann.

Höhenverstellbarer Wäschetrockner in Mittelposition

Das hier ist das Gute Stück. Anmerkung: Es wurde alles geknotet und der Ständer war das Billigste, was her ging. Die Konstruktion enhält einen Flaschenzug, denn feuchte Wäsche kan ziemlich schwer sein. Das Provesoriumt mit Panzer-Klebeband hält bis heute.

Einzelteile

Die Teile habe ich alle aus dem Baumarkt. Darf man hier namen nennen? Ich tue es einfach: Bauhaus. Grund für die Nennung ist, dass sie dort i.d.R. ene sog. „Nautikabteilung“ haben. Das nette daran ist: Es gibt Seile und Rollen, die stark belastbar sind (nautikgauglich halt) und zudem überschaubar viel kosten. Obendrein habe ich dort einen Prospekt zu Knoten bekommen.

  • Einige Meter zugfestes und dehnungsarmes Seil. Ich habe mich für eine weiße Variante aus der Seilabteilung von 4mm Stärke entschieden ca 20m sollten reichen.
  • Einen Schlüsselring –  er dient bei mir zur Aufteilung des primären Zugseils zu den einzelnen vier-Ecken-Zugseilen. Er kann beliebig gewählt werden, sollte aber dehnungsstabil sein.
  • Ein Feuerzeug zum Abschließen der Seilstücke – damit sie nicht ausfransen.
  • Eine Klampe aus Edelstahl – Diese schraubt man an die Wand und kann dort das Zugseil auf jeder Ebene festmachen. Außerdem knotet man das Seilende dort an und hindert es am Abhauen.
  • Eine Eck-Umlenkrolle. Damit bekommt man Das Zugseil von der vertikalen Ebene an der Wand auf die horizontale Ebene an der Decke.
  • Ein Violinblock oder einen Zweischeibenblock. Das ist der Teil, der den Flaschenzug ausmacht.
  • Eine Umlenkrolle mit Öse – Das ist das Gegenstück des Flaschenzugs
  • Vier kleine Umlenkrollen – Sie lenken die vier Liftseile des Ständers von der Decke in die Vertikale. Da hier nur 1/4 des der Gewichtskraft des Ständers anliegt, können sie schwächere Modelle sein. Beim Bauhaus gibt es mein Modell als 2er-Pack.
  • Eine unbekannte Zahl von dünnen und dickeren Haken, um die Seilknostruktion an der Decke zu befestigen und umzulenken. Wahlweise können noch weitere Umlenkrollen eingebaut werden. Es zeigt sich aber, dass ein schlichter Haken ganz gut als Umlenkung funktioniert. So habe ich z.B. einen Haken an mit einer Zannge enger gebogen und dort meine Liftseile gebündelt.
  • Einen billigen Wäscheständer. Ich habe mich für ein italienisches Modell um 9,90 € entschieden. Es hält zu meiner Verwunderung bis heute.

Planstunde

So eine Konstruktion will ordentlich geplant werden, denn es gibt im wahrsten Sinne des Wortes einige Fallstricke.

Zunächst sollte man sich über die örtliche Lage des Ständers klar werden. Wo soll er herunterbaumeln. Nahe einer Wand, oder mittendrin. Auf jeden Fall wird er seine planaren Ausdehnungen nicht verändern. Man kann also aus der Größe des Ständers die Abstände der Liftseile ableiten. Und damit die Lage der Löcher an der Decke. Natürlich gut ist, wenn die Seile möglichtst weit am außen ansetzen. Ist es eine Konstruktion wie bei mir, dann ist das Limit das Mittelteil, denn die angebauten Teile des Ständers würden unter dem Gewicht der Wäsche nicht stabil bleiben. Aber das ist noch nicht alles zu Stabilität. Man kann die Seile vollkommen im Lot planen. Eine bessere Hänge-Stabilität ergibt sich aber, wenn die Seile leicht schräg nach außen verlaufen — wenn also die Seilkonstruktion mit Ständer und Decke einen umgekehrten 4er-Pyramidenstupf beschreibt. -> Also für die Lochabstände je 10% mehr Länge und Breite rechnen.

Höhenverstellbarer Wäschetrockner hochgefahren. Leicht schräge Liftseilführung.

Als zweites sollte man sich einen Platz für die Klampe des Zugseils aussuchen. Es sollte ein Stück Wand sein, wo man bequem hinkommt und die Wand sollte aus Stein bestehen. Leichtbauwände (Rigips) wären ungeeignet, da sie die Kräfte an der Klampe nicht aushalten würden.

Befestigung des Seils an Klampe

Als drittes gilt es diese beiden Punkte miteinander zu verbinden. Aber es gibt noch eine Schwierigkeit: Der Flaschenzug braucht Platz! Und zwar genau so viel, wie die Höhe, die der Ständer rauf und runter fahren soll. Möchte man den Ständer z.B. bei einer Deckenhöhe von 2,40m auf Arbeitshöhe 1,40 haben, dann muss man auch mindestens 1m (2,4m-1,4m) platz an der Decke für den Flaschenzug einplanen. Dementsprechend mus das Seil womöglich über mehrere Ecken und Umlenkrollen verlegt werden.

Bei mir sieht es so aus:

Seilführung. Man beachte den spitzen Winkel

man beachte dabei, dass die linke Umlenkung weiter nach außen versetzt ist. Das ist en Tribut an die Länge des Flaschenzugs.

Bastelstunde

Den Ständer zerlegen. Ich habe mir hierfür den billigsten Wäscheständer des Marktes zugelegt und sah es zunächst als Test. Nun ist er immer noch voll dabei. Mein Modell habe ich als erstes mit einem Bolzenschneider bearbeitet. Damit wurde die Stehkonstruktion von den drei „Leinen“-Teilen getrennt. Nebenbei hatte ich so gleich vier Löcher in dem mittleren Wäscherahmen. Perfekt. Die Seitenteile wurden bis dato provesorisch mit Gewebeklebeband an der Mittelkonstruktion festgeklebt – hält.

Knoten

Jetzt können die ersten Seile, die vier Liftseile an den mittleren Rahmen angeknotet werden. Wirklich nur Knoten — das reicht. Es muss aber ein passender Knoten sein. Sehr geeignet ist der Gordingstek oder der Topsegelschotstek. Wer es professioneller möchte, der kann ja auch spleißen oder eine mir unbekannte Konstruktion dranbauen. Die Länge der Liftseile bemisst sich über die gewünschte Transporthöhe (ca 1,2m) plus die Länge zur Bündelugn der Einzelseile (0,8m) und die nötigen Umlenkungen bis man an die Stelle des Flaschenzugs kommt. Alles in allem sollten wohl 3m nicht unterschritten werden.

Umlenkrollen und Haken montieren. Wir beginnen damit die Fixierhaken für die Umlenkrollen für die Liftseile zu montieren. Dazu müssen vier Löcher in geeignetem Abstand in die Decke gebohrt werden. Die hier eingesetzten Umlenkrollen erfordern kleine Haken. Das ist auch OK, da das Gewicht hier ja auf vier Haken verteilt wird. Um beim Anzeichnen der Punkte nicht zu versagen und bestenfalls ein Trapez statt des gewünschten Rechtecks (kommt von den rechten Winkeln, die es hat) zu erhalten, kann man sich eines Tricks aus der Schule bedienen. Endlich – die Schule hatte enen Sinn! Der Pythagoras (der übrigens gar nicht so heißt, aber das ist ein anderes Thema) hilft dabei. Siehe die Zeichnung hier:

Anzeichnen von Punkten im Rechteck

Sobald man die Breite des Ständers an einer Wand aufgetragen (Punkte A,B) hat, kann man von diesen zwei Punkten aus die vier weiteren Punkte (A1,A2,B1,B2) für die Bohrlöcher über Triangulation konstruieren. Vorher braucht man noch die zwei  gewünschten Abstände von der Wand: Erste und zweite Reihe von Löchern (zb. B..B1 und B..B2). Berechnet man nun den z bzw. y, kann man den einen Meterstab wie einen Zirkel führen und so die Kreuzung der beiden Kreise an der Decke markieren. Natürlich schätzt man vorher mit gesundem Blick ungefähr ab, wo das Loch sein wird, ehe man die Ganze Decke vollpinselt. Man kann sich dem finalen Kreuz iterativ mit kleinen Punkten an der Decke nähern – immer abwechsel. Das wiederholt man für alle vier Löcher. Hier noch die Formeln: z=\sqrt{\overline{AB}^2 + \overline{B_{1}B}^2} und y=\sqrt{\overline{AB}^2 + \overline{B_{2}B}^2}.
Das praktische: Für die A-Seite sind z und y gleich!

Umlenkrollen der Liftseile

Jetzt können schon die Umlenkrollen eingehängt werden. Auch die Liftseile können schon durchgefädelt werden. Es empfiehlt sich, sie grob zusammen zu verknoten und irgendwo einzuhängen.

Weitere Umlenkhaken, Bündelösen und oder Rollen an der Decke montieren

Umlenkhaken – Rolle nicht nötig

Dies ist nun eine individuelle Aufgabe für jede Situation. Der eine braucht mehr Haken, der andere weniger. Auf jeden Fall gilt es drauf zu Achten, dass der Flaschenzug mindestens so viel Platz hat, wie man mit dem Sänder Höhe überwinden möchte!

Bündeln der Liftseile

Um die Liftseile mit dem Flaschenzug zu verbinden ist eine Bündelung derselben vorzunehmen. Praktisch lässt sich das mit einem Schlüsselring (o.ä.) und vier Knoten erledigen. Es bieten sich hier wieder der Gordingstek oder der Topsegelschotstek an. Vorteil an vier einzelnen Knoten ist, dass man so die Seillängen einigermaßen gut und nichtdestruktiv aufeinander abstimmen kann. Es wird sich aber wohl nicht vermeiden lassen, den einen oder anderen Knoten mehrmals zu machen. Wenn das aber geschafft ist, hat man eine sehr gute Basis, um an den Flaschenzug zu gehen. Und nicht vergessen: Eventuelle Ösen vorher mit den Seilen durchqueren. Der Schlüsselring passt nicht durch bzw. bremst auch an Umlenkhaken/-rollen. Damit ist er gleichzeitig eine „Sicherung“.

Bündelung der Liftseile

Flaschenzug

Der Flaschenzug besteht aus einer Umlenkrolle mit Öse und dem Violinblock mit Öse sowie einigen Metern Seil.
Der Violnblock wird mit dem Schlüsselring verbunden. Hier erweist es sich als Vorteil, dass man den Schlüsselring auch beladen mit Knoten in die Öse der Rolle einfädeln kann.
Die Umlenkrolle wird mit der Öse an einem Haken fixiert. Sie ändert später nicht mehr ihre Position.
Das restliche Seil wird an dem Violinblock befestigt und über die Umlenkrolle und nochmal den Violinblock hin- und hergefädelt.  Siehe Abbildung.

Flaschenzug mit Violinblock

Das übrige Ende wird über die Umlenkrolle hinaus via die Eckrolle bis zur Klampe geführt. Der Flaschenzug und Ständer funktionieren bereits jetzt.

Flaschenzug mit Eck-Umlenkrolle

Klampe belegen

Zuletzt gilt es noch die nötige Seillänge zu ermitteln und das Ende des Seils an der Klampe festzuknoten. Wieder verwenden wir denselben Knoten wie zuvor. Am besten lässt man den Wäscheständer nun bis zur gewünschten Arbeitshöhe hinunter, achtet aber darauf, dass der Schlüsselring noch ein wenig Spiel hat. Das plus ein Bisschen ist die Länge des Seils. Bevor man jetzt überhastet Abschneidet sollte man vorher den Knoten machen und dann abschneiden.

Klampe mehr oder weniger gut Belegt und Seil belastet.

Fertig

Der höhenverstellbare Ständer ist fertig. Mit etwas Kraft kann man ihn nun hoch- und rungterfahren. Damit er auch schwer beladen oben bleibt, muss die Klampe korrekt belegt werden. Wichtig ist, als letzte eine umgedrehte Schlaufe aufzulegen.

Überlegungen

  • Haben die Löcher an der Decke einen ca. 10% größeren Abstand zueinander als die Fixierpunkte am Ständerrahmen, ergibt sich eine bessere Resistenz gegen Schaukeln. Denn der Ständer beschreibt mit den Seilen einen umgekehrten 4er-Pyramidenstumpf und hängt stabiler. Also 10% mehr planen.
  • Sollte der Kraftaufwand zu hoch sein, könnte man noch eine Weitere Ebene Flaschenzug hinzufügen.
  • Eine Weitere (oder halbe) Flaschenzugebene hat die Implikation, dass das Zugseil auf der anderen Seite herauskommt. Das kann ein Vorteil sein.
  • Der Flaschenzug kann über die verschiedensten Kombinationen aus Umlenkrollen mit Ösen und Haken, Violinblöcken oder Mehrrollenblöcken gebaut werden. Also einfach ausprobieren.
  • Man kann statt einer Klampe auch eine sog. Curryklemme benutzen.
  • Nicht gut: Mehrere fixe Schlaufen im Zugseil, die man in einen Haken einhängt. Denn die Schlaufen müsse in der Regel über die Eck-Umlenkrolle. Das geht nicht. Anm: Der Flaschenzug fürht zu einem vielfachen Weg des Zugseils relativ zum Verstellweg.

Duschvorhang-Magnet-Halt-Hack

Der Duschvorhang – immer da, wo er nicht hingehört und weg, wo man ihn braucht. Also so ein richtig flatteriges Wesen.

Aber was, wenn man den Duschvorhang so modifizieren könnte, dass er genau da an der Wand bleibt, wo man es „dicht“ braucht? Wäre das nicht optmal?

Der magnetisch haftende Duschvorhang

Es gibt was. Die guten Starkmagneten können einen Vorhang etwa da halten, wo man ihn gene hat. So könnte es aussehen:

Vorhang an Ösen mit Magneten fixiert.

Was man dazu braucht

  • Eine Ösenzange
  • Einige Ösen aus magnetischem Material
  • Enige Niob-Starkmagnete
  • Enige Streifen Gewebeklebeband
  • Einige Tropfen Sekundenkleber

Basteln

  1. Zunächst benötigt man mal einige Starkmagnete (oft Niob). Diese gibt es als ‚Centartikel‘ im Internet, man kann sie aber auch aus „schönen“ Verpackungen ausbauen. Z.B. wurde meine Maus in einer „geilen“ Verpackung geliefert, die so ein Türchen mit Magnetschnappverschluss hatte. Mit einem Messer ausschneiden und schon hat man den Magneten für eigene Experimente.
  2. Jetzt sollten die Ösen in den Vorhang eingezwickt weden.
    Man überlegt, wieviele Kontaktstellen man möchte / wieviele Magneten man hat. Alle 20-30 cm ist ausreichend. Ich habe dazu ein schwedisches Modell einer sog. Ösenzange benutzt:

    Ösenzange mit Ösen

    Auch wenn die Ösen wie Kupfer oder Messing aussehen, in wirklichkeit sind es nur elektrolytisch veredelte Eisen-Teilchen. Damit aber genau das Gegenstück für die Starkmagnete, das wir brauchen.
    Auch wenn die Ösen eine geringe Masse haben – es reicht. Alternativ kann man auch, Muße vorrausgesetzt, die Eisenplättchen aus der Verpackung mit ausbauen und irgendwie mit Nadel und Faden oder Sekundenkleber auf den Vorhang am Saume anbringen.

  3. Nun kommt der Teil mit den Magneten.
    Die müssen relativ exakt dort an der Wand landen, wo auch die Ösen am Saume des Duschvorhangs zu hängen kommen. Das geht am Besten mit ‚Versuch-und-Fehler‘. Zwar kann man die Magnete mit dem Sekundenkleber auch direkt auf die Fliesen aufkleben. Doch Korrekturen sind da nicht wirklich drin. Und bei Mietwohnungen stellt sich auch die Frage der Reversibilität. Also was ist die Lösung?

    Mit Sekundenkleber aufgeklebt.

    Man nehme ein Stück, einen Streifen Gewebeklebeband (auch bekannt als Duck-Tape, Panzer-Tape, etc.) und klebe den Starkmagneten zunächst dort mit dem Sekundenkleber auf. Jetzt ist es relativ einfach, die richtige Position zu finden und das Konstrukt an die Fliesen zu pappen.
    Zugegeben: So richtig toll sieht es nicht aus. Es sei dem Einzelnen überlassen, die Ränder mit einem Messer/Schere noch enzukürzen. Man beachte jedoch, dass dadurch die klebene Fläche abnimmt und der Halt gefährdet ist. Von der Variante, den Sekundenkleber sein zu lassen und stattdessen den Starkmagneten unter das Klebebandstück zu legen, rate ich eher ab. Die Konstruktion neigt dazu, sich auszubeulen und später abzugehen.

  4. Wenn alle Magnete ungefähr auf der Höhe der Ösen sind, ist der Hack fertig. Viel Spaß beim Basteln, Duschen, und Rumspritzen.

    Duschvorhang frei und Sicht auf Magnete an den Fliesen.

 

Amerikanisch-Samoa

Samoa – nur auf amerikanisch. So oder so ähnlich ist es. Aber mal von vorne. Geologisch gesehen ist Amerikansich-Samoa zunächst einmal Samoa und kulturell ähh eigentlich auch. Zumindest sind die Samoaner schon eine ganze Weile länger als die US-Ammerikaner da. Die haben sich nämlich dazumal mit den Deutschen und den Engländern die Samoanischen Inseln aufgeteilt. Und nunmehr ist der östliche (oder der sehr westliche) Teil der samoanischen Inseln ein US-Territorium.

Ankunft

Da der rostige Kahn chinesischer Bauart wider Erwarten des Nächtens doch nicht gesunken ist, stellt sich heute nun die Frage wie man wohl in A. Samoa einreist. In weiser Voraussicht hatte ich noch in Samoa eine Bewerbung für das US-Amerikanische Visa-Waiver-Programm abgegeben und die 14$ Teilnehmergebühr zur Abbuchung freigegeben. Ob das nun nötig ist für die Einreise oder nicht wird sich noch herausstellen. Auf alle Fälle ist es 3 Monate gültig und wird spätestens in Hawaii nützlich. Zunächst aber stellt sich doch noch einmal drängend die Frage ob und wann wir wohl im Hauptort Pago Pago durch das Landungshäuschen gehen werden. Denn inzwischen dreht der Kahn das 3-te Mal eine Runde durch den Naturhafen und man sieht den Landungssteg schon wieder von der Seite. Anscheinend hat das Schiff einige Manövierprobleme, denn böse Strömungen gibt es in disesem Naturhafen eher weniger. Zugegebenermaßen liegt der Landungssteg auch etwas doof und das Schiff will mit seinem Hinterteil dort andocken. Das ist wohl nicht ganz einfach. Nun aber, nachdem wir die mehr als 6-te Runde vor Pago Pago gedreht haben kommen Schlepper zur Hilfe und manövrieren die Rostlaube mit sanften Stößen in die gewünschte Position und wir können uns endlich zur Landung anstellen.

Einreise

Wie sich herausstellt machen die amerikanischen Samoaner ihr eigenes Einwanderungsding. Dazu gehört auch eine lange Warteschlange und eine Inspektion des Gepäcks – ganz US-Amerikanisch (höhö). Man betritt aber auch tatsächlich US-Amerikansichen Boden, ist grenztechnisch aber noch nicht in den USA. Seltsame Vorstellung. Der praktische Nutzen liegt wohl darin, dass die USA ihren Samoanern nicht so sehr trauen und auch, weil sehr viele Samoaner zwischen diesen beiden samoanischen Welten hin und her pendeln. Ganze Familienclans erstrecken sich über beide Inselwelten…. Wer aber dann weiterreist und in Hawaii ankommt (einzige Flugverbindung), muss dort die eigentliche US-Einreise durchführen. Nichts desto weniger gibt es aber schon ab hier: USD als Währung, 120V in der Dose und imperiales zum Messen.

Pago Pago

Wer etwas will in Amerikanisch Samoa, kommt an dem Straßendorf Pago Pago nicht vorbei. Hier ist der kleine Markt, ein McDonalds und des Gouverneurs Hütte. Daneben gibt es hier noch einige weitere Einrichtungen, aber wirklich viel gibt es hier nicht. Bei McDonalds kann man zumindest mal ins Internet schauen und mal sehen, was hier als Unterkunft taugen könnte. Wie zu erwarten ist A. Samoa touristisch noch mehr ein Entwicklungsland als West-Samoa. Als Tip für Reisende entpuppt sich Tisa’s Barefoot Bar. aDabei handelt es sich um ein etablissement am Strand, wo man in samoanischem Stil in offenen Hütten übernachten kann. Eigentlich schön, aber für 50$ dann doch nicht für länger als ein, zwei Tage. Das Hotel in Pago Pago ist wirklich eine Bruchbude und kostet auch 50$. Für erheblich mehr kann man auch in einem besseren Hotel absteigen, aber das ist ja nichts für einen Rucksack-Reisenden.

Samoanische Erfahrung

Alles nicht so einfach hier und eine drückende Hitze drückt die Zuversicht, hier noch je günstig wieder wegzukommen. Dabei will ich ja nur irgendwann meinen Flug nach Hawaii antreten. Es wird also Zeit für eine Robert-Aktion. Mit meinem Koffer im Schlepptau lerne ich einige Leute kennen. Heidi ist die erste. Sie werde ich später in Hawaii wiedersehen. Wie es scheint, sind die Samoaner wohl der Vorstellung eines Homestays gegen ein wenig Cash nicht abgeneigt und im McDonalds sollte sich ja wohl jemand finden lassen. Noch ehe ich mich damit näher beschäftige, treffe ich Heidi und einige ihrer Freunde beim gemütlichen Biertrinken wieder. Das Netzwerk beginnt zu arbeiten. Freund Mike kennt da jemanden, „Ein Herz von einer Seele , er würde mich bestimmt aufnehmen…und Freude dabei haben.  Tatsache. Nach einigen Versuchen und Bieren erreicht er Roi und Roi willigt ein und holt mich in seinem Truck ab. Ich darf in seinem Häuschen Couchsurfen und beteilige mich ein wenig an den Kosten. Doch zunächst muss man den Weg zum Haus erst einmal beschreiten.

Rois Haus

Zum Haus von Roi biegt man hinter Pago Pago links ab und fährt den Pass unterhalb des „Mount Rainmaker“. In der 7-ten Kurve hält man an und schleicht am Zaun, hinter dem Wasserspeicher entlang und noch 200 weiter Meter durch einen Urwaldpfad und über einen Bach und wieder den Berg hinauf. Alsbald kommt dann ein mehr oder weniger offenes Haus in Sicht. Die Dusche ist ein Blechverschlag im Garten und die Toilette sieht ähnlich aus, hat aber eine Wasserspülung! Aber es gibt Strom und eine Waschmaschine im extra Verschlag. Die Küche ist auch eher eine Bruchbude und bedarf einiger Reparaturen. Zumindest gibt es ein dichtes Blechdach über dem Kopf. Denn jeden Abend kommt ein Regen, der sich gewaschen hat. Im unteren Teil leben zwei Hunde mit Jungen und oben, in dem Zimmer, wo ich schlafen darf, schläft mit mir eine Katze, die ihre Jungen versorgt. Roi ist tatsächlich ein sehr guter Kerl. Bei ihm handelt es sich um einen weißen US-Amerikaner, der Gefallen an der samoanischen Natur und Kultur gefunden hat, und jetzt hier mit der zweiten samoanischen Frau verheiratet ist und das x-te Kind hat (übrigens eine schöne genetische Mischung. Diese Kinder sind die schönsten). Tagsüber verdingt er sich als Landschaftsgärtner oder seit neuestem als Touristenführer. Denn das ist seine große Passion: Pflanzen und ihre Heilkraft. Direkt hinter seinem Haus ist ja der Urwald und eines seiner Hobbies ist, dort nützliche Pflanzen für Tee oder zum Kochen herauszuholen. Sein Wissen über Pflanzen und die samoanische Kultur ist jedenfalls bemerkenswert groß. Aber Ordnung ist nur das halbe Leben. Er ist samoanisch geprägt und eben auch ein Naturbursche. Da stört der eine oder andere Defekt oder Dreck nicht weiter. So sieht eben das Haus auch aus. Angeblich muss das so, sonst kommt der samoanische Neid auf. Das Haus steht auf Stammesgebiet der Familie seiner Frau; eine Straße baut er nie, sonst hätte er sofort 10 weitere Häuser rund herum. Gestohlen oder geliehen wird zwischen Samoanern auch gerne. Angeblich hat Roi zweimal so viel Zement gekauft, wie verbaut wurde. Am nächsten Tag macht ein Kreuzfahrtschiff fest in Pago Pago. Roi, von einem Freund dazu angetiftet, versucht sich heute zum ersten Mal als Touristenführer auf der Insel. Ich habe das Privileg unauffällig dabei sein zu können. Er holt mit seinem extra geliehenen Auto ein Pärchen vom Schiff ab und zeigt uns die wichtigsten Ecken der Insel inkl. Pflanzenkunde. Tja: Again what learned!

Die Steckdose

Die Tage vergehen. Die Familie wechselt durch. Man schläft eben heute mal hier und isst morgen mal dort. Das ist ganz normal. Kommt wohl immer drauf an, wo der Kühlschrank gerade voll ist. Waschtag ist auch mal. Das gesamte obere Stockwerk hängt voller Wäsche. Am Boden sammeln sich die Cent-Stücke, die man in der Hosentasche vergisst. Abends schaut man sich Filme im Hauptzimmer an und rutscht mit den Stühlen und mit ihren rostig angefressenen Beinen auf dem Verlängerungskabel herum. Ich muss präventiv mahnend eingreifen. Es ergibt sich, dass Roi schon sehr lange vor hatte, noch eine Steckdose an irgendeine Wand zu schrauben. Nun, das wäre jetzt die Gelegenheit, meine Dienste in Anspruch zu nehmen. Zwar habe ich von den verqueren US-Normen und deren Elektrik keine Ahnung, doch das Prinzip dürfte dasselbe sein – nur eben eine andere Spannung. Gesagt, angefangen. Die Probleme waren dann auch eher organisatorischer und materieller Art. Wie macht man z.B. aus einer Zange einen Hammer, aus einer Heckenschere einen Seitenschneider oder aus einer Anlehn-Leiter eine, die im Raum steht. Tja in Samoa geht sowas eben! Mit etwas Improvisation, Schweiß und Mehrarbeit sowie der Hilfe seiner Jungs konnte ich das neue Kabel an der Verteilerdose an der Dachpfette verbinden. Dazu mussten die Jungs die Leiter exakt so halten, dass es für sie nicht zu schwer wurde und ich derweil nicht herunterfalle. Aja, die liebe Arbeitssicherheit. Nun, ich hatte zumindest eine Hand an der Pfette und hätte dort notfalls einige Klimmzüge gemacht. Am Abend war das Werk vollbracht und alle waren Happy. In dem Katzen-Raum, in dem ich auch schlief, sollte ich ähnliches vollbringen. Das Vorhaben scheiterte aber mangels material und Werkzeuge. Die Dschungelwanderung Eines von Rois Hobbies ist ja wie gesagt in seinen Hausdschungel zu gehen und Pflanzen zu suchen. Ich hatte an diesem Tag schon eine Wanderung hinter mir, da hieß es plötzlich, alle gehen den Berg hinauf in den Wald. Und es geht steil bergauf. Innerhalb kürzester Zeit ist man patschnass. Geschwitzt und eingenebelt. Der Grip am Boden geht nur allzu häufig verloren. Dann greift man mal schnell nach einem Ast oder Baum, nur um staubend festzustellen, dass dies ein toter und verwitterter ist. Und es geht weiter rückwärts.  Schnell den nächsten ergriffen – puff! – auch der war einmal kräftiger. Doch der dritte bot dann meist doch ein wenig Halt. Anstrengend ist das natürlich allemal. Und die Jungs gingen immer weiter hinauf. Ich konnte und wollte nicht mehr. Was macht man da so? Sich trennen und zurückgehen. Mit meinem phänomenalen Orientierungssinn selbst im Dschungel kein Problem, oder? Naja, dieser Berghang mit seinen Bächen war dann doch etwas vielfältig und mal schnell vorwärts geht es da überhaupt nicht. Und so habe ich mich doch ein wenig verlaufen bzw. verrutscht. Aber ich habe ja noch mein Android-Händi dabei. So richtig ernavigieren will es mich aber gerade nicht. So ein paar Sorgen macht man sich dann doch. Aber im Prinzip muss man ja nur Bergab und innerhalb von 500m ist Zivilisation. Jedoch dank der Karten am Händi und logischem Denkvermögen habe ich das Haus noch vor den Jungs erreicht. Baah war ich nass und fertig. Schnell noch unter den Wasserstrahl und dann etwas Erholung (im feuchtwaremen Klima). Die Jungs kommen heim und als sie sich erholt hatten (was viel schneller ging), gab es Tee aus der Rinde eines unbekannten Baumes. Roi hate einen Ast gepflückt und säbelte nun die Rinde in einen Topf. Das sei zur Stärkung des Systems…. zumindest umgebracht hat es keinen von uns.

Abreise

Am übernächsten Tag war mein Flug nach Hawaii  angesagt. 22 Uhr. Zum Abschied und als Dank für die Fahrt zum Flughafen gingen wir noch in ein Restaurant irgendeiner chinesischen Coleur. Vorher einchecken, dann essen, später ins Flugzeug steigen. Das Essen war solala – wir waren die einzigen (?!). Am Flughafen war ich dann wieder alleine unterwegs. Bei der ersten Pinkelaktion spricht mich ein Flughafenmitarbeiter an. Dem Sinne nach sagte er: „Es wird heute ganz schön spät, oder?“. Ich so: „was soll denn das heißen“? Wie sich herausstellt hat ein kranker Passagier das Flugzeug zum Umkehren gebracht und selbiges nun 5h verspätung. 5 Stunden an diesem doofen Open-air-Fluhafen… fast eine ganze Nacht. Hotelanspruch hatte ich keinen, da ich vorher in keinem war. Ergo durfte ich mir die Nacht auf einer Bank um die Ohren schlagen. Unendlich lange und ständig auf meine gesamten Wertsachen aufpassen. Es gibt schöneres. Dann endlich ging es in den Klimatisierten Bereich und zur Ausreise. Ja: Man reist aus A. Samoa, dem US-Territorium aus, um in Hawaii in die richtigen USA einzureisen… dann aber mit Fingerabdrücken. Noch eine Sicherheitskontrolle. Mein Wasser durfte ich übrigens nach einem Schnelltest behalten. Danke! Und alsbald ging es in das eiskalt heruntergekühlte Flugzeug von Hawaiian Airlines. Pfui war das kalt. Mit vermutlich 17°C und das mitten in der Nacht bei einem durchnächtigten Körper und noch einigen Virenschleudern an Bord…. das kann nicht gut gehen. Auch mehrmaliges Bitten um einige Grade Plus half nix. Als Fettleibiger (Samoa-)Ami ist einem eben unter allen Umständen zu warm….

Serie: Fail-Standards USA: Duschen und Badewannen

Duschen

Eine Dusche ist eine Vorrichtung, wo man vermittels eines Brausekopfes und einer geeigneten Gestaltung des Fußbodens sich als Mensch mit Wasser bespritzen und schlechterdings waschen kann. Vorteilhaft ist, wenn der Brausekopf vermittels eines Brauseschlauches aus der Wand herausgeführt ist. Dann kann man selbigen nämlich frei herumbewegen und sich auch an sonst eher unzugänglicheren Stellen mit Wasser bespritzen. Die Duschen in Nordamerika sind aber allesamt soo modern, dass ein Rohr sogar Unterputz bis über Kopfhöhe verlegt ist und dort in einen fest montierten Brausekopf mündet. Der hat dann genau den Nachteil, dass er nicht abnehmbar und frei beweglich ist. Auf Beinhöhe wird es noch einmal sichtbar: Da der Strahl von oben kommend schon sehr breit aufgefächert ist, hat man dort unten keine „Kapazität“ für eine intensivere Bespritzung mehr. Da der Strahl von oben kommt und man somit kaum in von unten geöffnete Ritzen kommt, muss konstatiert werden, dass Nordamerika den größten Nachholbedarf an Intimpflege hat.

Badewannen, die flach sind

In unseren Landstrichen hat man – Oh Wunder – festgestellt, dass Wasser eine Ebene hinunterfließt. Ohne Neigung, bleibt es stehen. Daher sind unsere Badewannen mit einer kleinen Neigung hin zum Abfluss gestaltet. US-Badewannen haben dagegen einen geriffelten und ansonsten ebenen Boden. Wie soll denn da jemals das Wasser ablaufen? Zwar läuft doch das meiste aus, aber ein gehöriger Rest (zusammen mit anderem Mist) bleibt in der Wanne. Irgendwann verdunstet es. Wenn das Wasser kalkhaltig ist, bleibt ein hartnäckiger Kalkboden übrig. Das ist mal wieder ein exzellentes Beispiel für nicht nachgedacht.

Daher: 2 * Fail!

Serie: Fail-Standards USA : Waschtischarmaturen

Hier sind wir mal wieder mit einer neuen Episode im Fail-Blog USA. Vielfältige Kritik gibt es diesmal gegenüber Waschtisch-Armaturen vulgo Wasserhähnen. Also wie schlimm ist es und worum geht es?

Nun, es geht aber es hackt an vielen Ecken.

Zu wenig Einebelmischer

Einhebelmischer in DACH

Ein Einhebelmischer ist der Wasserhahn, mit dem man einhändig Temperatur und Wassermenge regulieren kann. Zwei Wasserhähne zu haben ist einfach umständlich und sows aus dem letzten Jahrhundert. Man macht sich oder die Armatur dreckig (es ist weniger hygienisch als ein Einhandmischer) und hat selten die Temperatur, die man gerade will. Meist endet man mit kaltem Wasser (Einhändig aufgedreht) und die Seife geht nicht recht ab – kalt ist es obendrein. Ganz schlimm sind Waschbecken mit Wasserhähnen eingelassen (drei Löcher quasi). Dort ist dann auch der Auslass „zu kurz“ und es plätschert total doof.

Waschbecken mit aufgesetzten Hähnen

Einhebelmischer mit einziger Aus-Stellung

Klingt kompliziert, nervt aber. Ein Einhebelmischer in DACH kann man nach unten drücken, dann ist aus. Dabei „merkt“ er sich die Temperatur. Nur senkrecht hoch – schon hat man dieselbe Temperatur wieder. Bei vielen US-Modellen sieht es aber so aus, dass die 0-Stellung in der Mitte ist. Das heißt also man verliert die Temperatur, denn der Hebel wird mechanisch in die Mitte gezwungen. Nicht schlimm, aber es nervt. Weniger wäre hier mehr gewesen.

Keine gescheiten Perlatoren

vernünftiger deutscher Perlator

Dann gibt es praktisch keine Perlatoren respektive Strahlregler. Entweder kommt ein solider Strahl Wasser (also richtig – ein Vollstrahl) heraus oder es gibt Ultra-Spar-Perlatoren (Mini-Brause), wie man sie aus dem Flugzeug kennt. Sparsam und spritzarm lässt sich mit einem soliden Strahl nicht arbeiten – es geht immer was daneben und sparsam geht sowieso nicht. Dagegen die Ultra-Spar-Einsätze sparen schon – richtig praxistauglich sind sie aber auch nicht – man hägt ewig drunter bis man mal irgendwie fertig ist. Auch an Orten wo gar nicht gespart werden muss. Warum nicht einfach mal die in Europa seit Jahrzehnten erfolgreichen Perlatoren einsetzen?

Armaturen an ungünstigen Stellen

Weiters sind Wasserhäne an Stelen, wo man mit den nassen Fingern auf Holz topft oder das unweigerlich an die Armatur aufgebrachte Wasser in die Umgebung abläuft. Genau also nicht in das Waschbecken. Grund für letzeres ist, dass die Stelle im Wachbecken, wo die Löcher sind, erhöht ist. Somit fließt ein Teil des Wassers hinten runter und ein kleiner Teil auch ins Waschbecken. Das ist einfach mal dummes Design. Wahlweise muss man mit den Händen weite Strecken über Waschtische hinwegtropfen – auch Fehldesign.

Keine Temperaturbegrenzung

Der Titel sagt es. Eine Warmwasser-Anlage muss auf 60°C hochheizen um Legionellen zu bekämpfen. 55°C reichen aber aus, um sich und seine Hände zu verbrühen. Damit das nicht passiert (ist es Gesetz oder nicht?), hat man bei Grohe entsprechende Bimetalle eingebaut, die so viel kaltes Wasser hinzufügen, bis man unter 55°C ist. High-Tech!

Fazit: Grenzwertig bis Fail!

Burger, das Nicht-Essen

Burgerias (Neumodische Lokale, die hauptsächlich Burger verkaufen und Kunden duzen) und die Begeisterung für Burger werden mehr. Völlig unklar, denn eigentlich handelt es sich um ein rechtes Scheißessen. Zu hoffen wäre noch, dass Neues begeistert und es sich um eine anfängliche Begeisterung handelt.

Ich mag Burger nicht. Und wenn schon überhaupt, dann lande ich doch lieber gleich bei McDonalds (was selten genug – namentlich bei „Notfällen“ passiert) und gebe mir die kleineren, weichen, billgien Burger Aka. „das richtige Junkfood“. Die Motivation bei dabei (McD vs. Burgerias) kann mit der folgenden Analogie erklärt werden:

Burger sind wie Autos mit 3 Rädern (gemeint is Reliant Robin). Es fährt, aber es ist weder stabil, noch sieht es gut aus oder fährt besonders schnell oder oder geil. Außerdem (siehe England der 80er) macht man sich mit so einem Gefährt zum Gespött der Nation. Das ist der Fast-Food-Burger von gewissen Ketten. Mithin also ein Scheiß. Der Edelburger aus der Burgeria entspricht demnach einem 3-Rad-Auto mit einer edelkarosse und Luxusenterieur sowie Ledersitzen. Nett… Aber immer noch ein 3-Rad-Auto! Es fährt immer noch scheiße, nicht stabil,  und man macht sich erst recht zum Gespött der Nation. Daher sollte man lieber gleich zu Linseneintopf greifen….

Warum sind Burger so ein Nicht-Essen?

Meine Wahrnehmung dazu ist: Burger sind zunächst mal schlecht gemachte, warme Pausenbrote: zwei Scheiben Brot und was drauf. Aber eigentlich kein vollständiges Essen. Damit man das viele und wattierte Brot leichter herunter bekommt und es besser rutscht, muß viel Mayonnaise und Ketchup drauf. Darf das nötig sein? Das Fleischlaibchen darin ist aus Hackfleisch und damit potentiell auch fragwürdiger Herkunft. Gebraten kommt bei Rind meist ein leicht widriger Geschmack hervor. Klar: Man kann auch kurz vorher ein Rinderfilet durch den Wolf drehen. Doch nun zum aller wesentlichsten: Wer kocht oder (nur) stapelt? Burgerlokale sparen doch am eigentlichen Bereiter des Essens: dem Koch. Im Sinne der modernen Ökonomie werden doch lieber qualifizierte Künstler (Köche) weggelassen und stattdessen ungelernte Kräfte in die Küche gesteckt. Patties und Brote auf den Grill legen und später dieselben mit Salat und Soße zu stapeln, das erfordert nicht viel Können. Und wenn dennoch mal was schief geht (verbrennt), dann kann man das Mahleur einfach mit einer höheren Menge Ketchup wieder retten. Traurig, aber schaut euch diverse solcher Lokalitäten an. Hauptsächlich wird Getränk verkauft. Wer keine richtige Küche betreiben will, der macht halt super cool und modern Burgers and Sandwiches. Waau!

Nebenbei: Der eigentliche Verzehr von Burgern artet eigentlich auch immer in ein hässliches Schlachtfeld aus. Entweder das Ding zerfällt derweil man sich die Hände einsaut…oder man versucht sich mit Messer und Gabel und der aufgepiekste 5-Schichter zerlegt sich im Flug und fällt als 10 Stücke auf den Teller!

Serie: Fail-Standards USA : Zellwände und Verschläge auf Toiletten

Das ist ja das hinterletzte und geht aber Hand in Hand mit Türen im allgemeinen. Die Trennwände zwischen den Toiletten neigen dau, zu niedrig zu sein und zwischen Tür und Wand mehrere Zentimeter breite Spalten zu haben. Wenn jemand mit 182cm Körpergröße vor oder neben einer der Zellwände steht, kann er über die Wand hinüber luken. Und diese Größe ist keine Seltenheit mehr. Der noch größere Skandal aber ist der: Die Türen haben keine Lippen, Falze oder Überstehwinkel. Stattdessen gibt es zwei ca. 1-2 cm breite Spalten zwischen Tür und Rest der Trennwand. Da Wand und Tür in derselben Ebene liegen und Scharniere und Schloß auch Platz benötigen klaffen an dieser Nahtstelle immer Lücken. Man kann also im Vorbeigehen den Kollegen auf der Schüssel sitzend wahrnehmen. Es eignet sich nicht gerade zum anschauen, aber im Vorbeigeen sieht man aben doch „genug“.  Anscheinend wurden aber keine Aufwände in Ideen oder Präzision gesteckt, um die Ritzen mit überlappenden Kanten zu verdecken, wie man es in Mitteleuropa pflegt. Deutsche High-Tech an dieser Stelle: Durch richtiges Anbringen eines Metallwinkels am Rande der Wand-/Türplatte verdeckt den Spalt effektiv, ohne die Türe in der Beweglichkeit zu behindern. Natürlich sind die Wände auch höher! Nunja – anscheinen ist das in USA noch niemandem aufgefallen und daher hat auch noch keiner über einen Lösungsansatz nachgedacht…. und das, wo doch die Amis sooo verschämt sind. Auf jeden Fall: Fail!

Einen Vorteil hat das Ganze mit den einsehbaren Zellwänden ja: Da es keinen Besetzt-Indikator (Schrift/Rotes feld) am Türriegel gibt, isd das die effektivste Methode, um zu ermitteln, ob jemand drin sitzt.

Serie: Fail-Standards USA : Pissoirs von American Standard

Ja, American Standard. Das steht nicht für amerikanische Norm, sondern für eine Firma, die in Europa auch mal als Ideal Standard auftritt – zum Glück mit komplett anderen Produkten. Vom Prinzip her ist jedes Pissoir eine Quelle von Urintropfen. Denn ein Strahl, der abrupt gebremst wird, verteilt seine Energie spritzend in alle Richtungen. Vom Design her kann man Pissoirs aber auch so gestalten, dass der Aufschlag des Strahls nicht so abrupt ist und eventuell dennoch entstehende Tropfen aufgegangen werden. Der häufigste Typ Pissoir, den man in Nordamerika fast überall findet ist das model Washbrook von American Standard.

 

Pissoir: Modell Washbrook
Pissoir: Modell Washbrook

Das Design von 1958 ist ziemlich offen gestaltet und hat keine die Fangquote von Urintropfen ist gleich 0. Man findet in nahezu 100% der Fälle eine Pfütze Urin direkt darunter. Das ist objektiv betrachtet ein FAIL. Das hat nichts mit Gewohnheit oder Geschmack zu tun. Dass es auch anders geht, zeigt die japanische Firma TOTO, von der ab und zu auch mal Schüsseln an der Wand kleben. Dort funktioniert der Spritzschutz und die Pfrütze bleibt aus. Gut. Fazit für USA: Fail!

Round The Wold-Ticket oder Einzelflüge (Einweg)?

Wenn man eine Weltreise plant, kommt man durchaus in die Verlegenheit, sich mit sog. Round-The-World (RTW) Flugscheinen zu beschäftigen. Eines zu erwerben gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen die, durchaus komplexen, Webseiten der Anbieter (z.B. Staralliance) mit ihren vielen Regeln, die alle eingehalten werden müssen. Zum anderen gibt es Dienstleister, die typische/populäre RTW-Tickets verkaufen (http://www.aroundtheworldticket.de)

Abwägungen

Die Frage, die dabei immer wieder auftaucht ist: Kommt es günstiger, alle Flugscheine für sich nach Bedarf selbst zu kaufen, oder ist es praktischer und oder günstiger, die große Streckenführung schon fertig und bezahlt zu haben? Denn die Detailstreckenführung (herumreisen um einen best. Flughafen), die eigentliche Reise, kommt sowieso dazu. Es sei denn, man bleibt wirklich die ganze Zeit nur in der entsprechenden Stadt.

Das Ergebnis ist nicht ganz eindeutig; es scheint aber eher gegen RTW zu sprechen. Es gilt nämlich immer zu bedenken, ob jetzt ein Flug oder eine Schifffahrt zum RTW gehört, oder sowieso Teil der Reise ist. Man kann aber durchaus für beide Seiten argumentieren, wenn man z.B. von Bangkok nach Pnom-Penh „zu Fuß“ reist statt zu fliegen. Ist es nun Teil der RTW-Bewegung oder war es schon immer der Plan an dieser Stelle der Reise die Reisfelder genauer anzuschauen.

Ich habe es ausprobiert. Ich bin mit einzeln gebuchten Flügen um die Welt gereist und vergleiche das nun mit dem o.g. Anbieter populärer RTW-Varianten. Meine Route gibt es allerdings nicht als Paket. Was wohl auch ein Grund dafür war, mich für Einzelflüge zu entscheiden. Die RTW-Varianten, die meiner Routenführung am nächsten kommen, sind „Arabiti“ und „Inihal Tahiti“. Beide Varianten kosten über 2500€ pro Person. Es handelt sich dabei um Streckenführungen über (Arabien), Südostasien, Australien und/oder NZ, Thahiti, USA. Es ist also davon auszugehen, dass meine Reisevariante (Arab, Südostasien, NZ, Fidschi, Samoa, Hawaii, Kanada, Heim) als RTW-Variante mindestens auch 2500€ kosten würde.

Vorteil bei RTW: Man legt seine Route und die Termine vorher fest. Aber man kann später seine Termine auf beliebige Zeiten umbuchen. Auch zu Stoßzeiten, wo die Preise sonst eigentlich durch die Decke gehen würden. Nachteil: Man ist auf ein Jahr Reisezeit/Buchungszet festgelegt und man muss sich seiner Streckenführung zu beginn klar sein und ist auf diese fortan festgelegt. Bei dem allgemeinen RTW ist man auf gewisse Streckenführungen beschränkt, weil nur gewisse Fluggesellschaften möglich sind (Kooperationen) und auch weil die Meilenzahl beschränkt ist, was auch wiederum Streckenführungen vereitelt/vorgibt. Flüge müssen in der Regel angetreten werden. Man kann also nicht eine spätere Strecke vor einer früheren fliegen. Aber in der Regel kommt man immer wieder heim (auch ohne Geld), weil man ja die Flüge schon hat. Disziplinfrage.

Vorteil bei Einzeltickets: Man so flexibel, wie es eben geht. Man kann mit jeder Fluggesellschaft fliegen, man kann zu jeder Zeit und beliebig kurzfristig fliegen und man hat kein Limit von einem Jahr Reisezeit. Man kann auch beliebig Flüge verfallen lassen (oder sie gar nicht erst buchen). So kann man sich beispielsweise um 8:00 entscheiden, dass man um 16:00 fliegen will (Thai-Airways 65€). Nachteil: Man weiß nicht, wie viel die Reise im Endeffekt kostet. Eventuell strandet man ohne Geld und ohne weitere Flugscheine (abh. von Disziplin/Absicherung v. Kreditkartendaten etc.) und kommt nicht weiter. Wenn man günstig fliegen will, kann man eben nicht zu jedem Zeitpunkt oder auch zu jedem Ort fliegen, sondern muss einen günstigen Zeitpunkt bzw. eine günstige alternativ-Destination heraussuchen. Das kann man aber auch wieder positiv sehen. Wenn der Umweg einen zu Orten führt, die man normalerweise links oder rechts unten liegen hätte lassen.

Lohnt sich’s

Wenn man sich nun meine Reise anschaut, so kommt man, basierend auf Einweg- Einzelflügen, auf einen Preis von 2377€, um die Welt zu umrunden. Dabei ist folgende Streckenführung bezüglich Langstreckenflüge herausgekommen. Dem gegenüber steht ein Flug des o.g. Anbieters, der damals 2500€ gekostet hat:

  • MUC – SIN
  • SIN – AKL
  • AKL – Fidschi
  • Fidschi – Samoa
  • Am. Samoa – Hawai
  • Hawai – Vancoover
  • Vancouver – Reykjavik
  • Reykjavik – MUC.

Ergibt 7 Stops, 8 Flüge. Jedoch: Es fehlen diverse Kurzstrecken-Flüge innerhalb Südostasiens und eine Schiffsreise zwischen Samoa und Amerikanisch Samoa. Dabei kommt durchaus noch ein dreistelliges Sümmchen heraus. Aber diese Flüge hätte man mit einem RTW genauso gebucht. Daher sind sie nicht Teil der Rechnung.

Das Ergebnis ist nicht ganz eindeutig bezüglich des Preises. Der potentielle Preisunterschied von 100-200€ ist nicht wirklich signifikant – immerhin gespart. Und anscheinend habe ich sogar ca. 1 Stop mehr bekommen. Für manch einen mag das eventuelle Risiko des ungeplanten Trips diese Differenz wert sein. Auf der anderen Seite ergibt sich doch ein erheblicher Spontanitäts- und Flexibilitätsgewinn, wenn man auf Einzelflüge setzt.  Für mich überwiegt dieser Vorteil. Unter anderem auch deshalb, weil ich länger als ein Jahr unterwegs sein werde.

Resümé

Ich bilanziere für meinen Teil die individuellen Einzelflüge als Erfolg. Die Vorteile überwiegen. Daher würde ich dieses Vorgehen gegen RTW jedem empfehlen. Das Ganze ist natürlich auch dadurch möglich, dass man heute praktisch überall seine Flüge vom Laptop oder dem Tablett (sogar Schlaufon) buchen kann. Dabei gilt: Manche Gegend hat zwar keinen Strom und fließend Wasser… aber Mobilfunkinternet für billig haben sie! Eine Einschränkung könnte noch sein: Afrika und Südamerika sind für Flüge sehr teuer. Das kann ein RTW vielleicht rausreißen. Zumeist gibt es aber auch nur einen Stop dort…. lohnt dann eher nur mittel.