Geld in aller Welt (und EU) – Kosten für Geldabheben

Heute informiere ich mal wieder über Geldautomatengepflogenheiten in aller Welt und wie man am günstigsten weg kommt. Dieser Artikel ist Deutschlandzentrisch.

Wie bereits in einem anderen Artikel geschrieben, sollte man sich auf jeden Fall eine der „Gratis geldabheben“-Kreditkarten bei Comdirect oder DKB zulegen um in vielen Ländern ohne Wechselkursgebühr (oft 1,5%) Geld vom Automaten zu holen. Ebenfalls gängig sind Wüstenrot-VISA und Postbank-Spar-Card. Weiterhin kommt man aber auch mit der klassischen Maestro/V-Pay-Karte (vulgo: EC-Karte) weit. Manchmal sogar weiter.

Siehe auch : Geld in Kuba, Geldautomaten in Vietnam, Im Ausland kostenlos an Geld kommen

Das Wesentliche

Der Einsatz der Karten verhält sich je nach Szenario sehr unterschiedlich. Mal ist das eine gratis, mal mit Gebühr, mal was anderes mit fiesen Fallen versehen. Grundsätzlich muss man Inland, Euro(Währung)-Ausland und Fremdwärhungs-Ausland. EU/Nicht-EU ist unerheblich.

  • Einsatz der Comdirect am POS-Terminal kostet im Fremdwährungs-Ausland 1,5% Wechselkursgebühr. Die spart man sich, wenn man vorher einen Geldautomaten besucht und dann bar bezahlt. Die Gebühr entfällt am Automaten nämlich.
  • Aufgemerkt: Hier gilt dasselbe wie EC-Karte am €-Ausland-Automaten: Achtet auf Abrechung in Landeswährung. Normale Kreditkarten kosten jedoch viel: 5€ min. oder 5% des Umsatzes. Also schweineteuer.
  • Einsatz der EC-Karte im €-Ausland am POS-Terminal ist gratis, da ja dieselbe Währung abgebucht wird. Ehe man also in Österreich am Skilift sein letzes Geld ausgibt und nix mehr für die Hütte hat: EC-Karte zücken.
  • Dagegen ist der Einsatz der EC-Karte am POS-Terminal in Ländern ohne Euro als Währung teurer, aber OK. Es kommt eine gewisse Wechselkursebühr hinzu, die aber im Kurs drinsteckt (gering). Solche Länder sind Polen, Türkei oder sogar Kenia. Aber Achtung: Neueste Mode ist es bei POS-Terminals einen EURO-Modus einzubauen. Das vermeintliche Komfortmerkmal kommt den Kartenbesitzer teuer zu stehen. Der Terminal-Betreiber rechnet den Betrag richtig scheiße in Euro um und verdient dabei ziemlich gut mit (und auch der Ladenbesitzer). Daher genau nachfragen, ob jetzt tatsächlich in Landeswährung oder doch in € gearbeitet wird. Auf Landeswährung bestehen!
  • EC-Karte am Geldautomaten ist in jedem Fall teuer (außer an eigenen Automaten). Man kann durchaus mit Gebühren zwischen 1-5€ rechnen. Im €-Ausland ist dann auch noch eine geringe, an den Wecheslkurs gebundene Wechselkursgebühr dabei. Achtung: Hier droht wieder dieselbe Falle wie im POS-Fall: Die Automatenbetreiber haben als neues Geschäftsfeld entdeckt, den Betrag (ziemlich schlecht) in EURO umzurechnen. Geht man beispielsweise in der Schweiz oder in Polen en einen Automaten, bekommt man als letzte Frage noch, ob man lieber in Sfr oder in Euro abbuchen will. Lieber jetzt ein bekannter (aber beschissener) Kurs oder später ein (guter) aber TOTAL UNBEKANNTER Kurs. Mit dieser psycho-Masche versuchen sie die Leute zum EURO-Modus zu bringen und verdienen sehr gut daran. Also: Wählt auf jeden Fall Landeswährung; dabei nicht von der folgenden Nachfrage „Die meisten Leute wählen aber umrechnen!“ verunsichern lassen! Es kommt auf jeden Fall günstiger – es muss ja einer weniger mitverdienen.
  • Einsatz der Gratis-Geldabhebe-VISA-Karte am Geldautomaten im Fremdwährungs-Ausland: Die günstigste Variante an Geld zu kommen. Der Name ist ja Programm – es kostet keine Gebühr. Die VISA und Master Währungskurse sind nahe dem Mittelwert zwischen Kauf- und Verkaufskurs – es wird in keiner Wechselstube günstiger. Allfällige Automatengebühren sollte man vermeiden, aber sonst beherzt in Kauf nehmen. In 50% der Fälle erscheinen sie nicht am heimischen Konto. In den anderen 50% kann man sie sich per eMail von der Bank zurückholen. Vermiedene Gebühren sind auch gesparte Arbeit.
  • Gratis Geldabhebe-VISA-Karte im Inland am Automaten: Achtung hier können je nach Ausgebendem Institut die üblichen Kreditkartengebühren (Cash-Advance 5% v. Umsatz, min 5€) anfallen (Comdirect) oder auch gar keine (DKB, Ing.-Diba).
  • Gratis Geldabhebe-VISA im €-Ausland am Automaten. Hier kann praktisch nichts passieren. Abrechnund so oder so in EUR und per Definition ja keine Gebühren. Es kann nur sein, dass der Automatenbetreiber eine Gebühr ankündigt und daher anbietet alternativ den Vorgang abzubrechen. Hier einfach die Gebühr akzeptieren, da innerhalb des SEPA-Raums die Gebührenausweisung korrekt funktioniert, kann die Kartenausgebende Institution die Gebühr übernehmen und zu ihrem Programm stehen „Gratis weltweit Geld abheben“.
  • Kreditkarte am POS-Terminal im €-Ausland: Hier kann praktisch nichts passieren. Abgebucht wird genau der €-Betrag, der auch da steht. Es kann höchstens sein, dass der Ladenbesitzer keine kleinen Beträge per Kreditkarte bezahlen lässt. Immerhin kostst ihn das 1-4% vom Umsatz und min. 0,20 €.
  • Kreditkarte am POS-Terminal im Fremdwährungs-Ausland. Hier wird es wieder interessant. Es gilt dieselbe Vorsichtsmaßnahme bezüglich Abrechung in EUR oder Fremdwährung. Hier auch wieder unbedingt in Fremdwährung abrechnen. Die Kurse von VISA oder Master sind den Dienstleisterkursen um Welten überlegen und generell ziemlich nahe am mittleren Geld-Brief-Kurs – also besser als jede Wechselstube.

Serie: Fail-Standards USA : Klopapier, das längs reißt.

toiletpaperNicht immer, aber immer wieder: Es gibt Klopapier, das ist zwar hauchdünn. Perforation ist folglich Fehlanzeige. Wenn man es aber mit einem geschichten Ruck (jeder hat da gewiss jahrzehntelange Erfahrung) entzweien will, dann reißt es zunächst quer, dreht dann aber fluchs in die vertikale und man hat zwei je daumenbreite Stücke Klopapier. Kurzum: Unbrauchbare Stücke. Diese Norm nervt.

Serie: Fail-Standards USA : Bankwesen

Bankwesen

Die Banken in den USA sind einfach im Jahr 1975 stehen geblieben. Gebührenstrukturen wie dazumal. Banküberweisungen zwischen zwei beliebigen US-Banken gibt es gerade so, kosten aber ein halbes Vermögen. Man nennt es wie aus dem Telegrafenzeitalter „Wire-Transfer“. Sie sind ein „Aufwand“, bei dem mitunter mehrere Banken auf dem Weg

Scheckpraxis in den USA
Scheckpraxis in den USA

mithelfen müssen und bei der Gelegenheit auch Personal involviert ist. Daher kostet alleine das Empfangen ca. 12$ . Bei Auslandsüberweisungen wird es dann ganz dolle. Die kosten stellenweise 60$. Währungskonvertierung noch nicht inbegriffen. IBAN und BIC sind unbekannt – man verwendet die eh viel besseren Routing-Numbers. Wieso auch nicht. Die ganze Welt nutzt IBAN/BIC, aber das kleine Nordamerika macht mal wieder was anderes. Und man kann damit sogar noch richtig abzocken. Abgezockt wird auch an Geldautomaten. Jeder Geldautomat verlangt extragebühr. Der eigene kann teils nur eine limitierte Anzahl pro Monat genutzt werden. Praktisch, wenn dann 300$ das Maximum zur Abhebung ist. Und als US-Bankbürger im Ausland an Geld zu kommen, kostet natürlich auch.

Serie: Fail-Standards USA : Preise ohne Mehrwertsteuer

US-Normen (engl. Standards) sind doch die besten der Welt und alles, was man seit Jahrzehnten dort so macht, muss die eigentliche Art und Weise sein, wie man Es macht – mithin also die beste Art…. Wenn man nicht über den Tellerrand guckt und Kanada schon als exotisches Ausland begreift, kein Wunder, kommt man zu diesem Schluss. Zur Unterstreichung der eigenen Korrektheit lohnt es sich zuweilen auch, in kriegerische Auseinandersetzungen zu gehen.

An dieser Stelle will ich mal meine Erfahrungen zu US-Normen und Produkten zu Worte bringen. Da ich gerade ein wenig in Rage bin, lasse ich mir durchaus eine gewisse Voreingenommenheit nachsagen. Nicht nachsagen lasse ich mir jedoch mangelnden Willen zur Objektivität und mangelnde Weltgewandtheit. Gesehen habe ich namentlich reichlich Länder und die dortigen Normen oder Arten etwas zu machen. Hier also einzelne Themen, die doof, fragwürdig, antik oder verbesserbar sind.

Da es ziemlich viele geworden sind, entsteht hier unter der Kategorie Fail-Blog USA eine Artikelserie. Dies ist der Auftakt und weitere Beiträge folgen. An dieser Stelle gleich der Auftakt mit Mehrwertsteuer:

Preise ohne Mehrwertsteuer

OK, genau Mehrwertsteuer heißt das in Nordamerika zwar nicht, sondern GST und PST und manchmal auch zusammenharmonisiert zu HST. Im Grunde ist aber alles das Gleiche: Ein Prozentsatz wird auf den Nettopreis draufgeschlagen und das ist dann der Betrag, der auch über den Ladentisch bzw. die Internetleitung geht. Nun ist es in Nordamerika so, dass Preise mal mit Steuer (brutto), zumeist aber ohne Steuer (netto) angegeben werden. Sogar erheblich häufiger ohne als mit (sieht halt billiger aus!). Selten aber doch manchmal steht „+tax“ dabei, was einen Nettopreis impliziert. Manchmal steht aber auch gar nichts zu Steuer dabei und der Kunde ist der Beliebigkeit ausgeliefert. Das nervt erheblich und ist sogar scheiße. Weil:

  1. Das führt zu Konfusion und man vergleicht Äpfel mit Birnen.

  2. Es verletzt, da man als Kunde ohne Angaben quasi der Beliebigkeit ausgeliefert ist. Man weiß nur, dass es mindestens X $ kosten wird.

  3. Es frustriert. Da man bis zuletzt über zwei verschiedene Schäfchen redet und alle Gedanken von gerade eben nun für die Katz. Vor allem, wenn es dann mal eben mehr als gerade noch gedacht kostet.

  4. Es ist einfach zweifach Verfehlt. Was zur Hölle interessiert den Kunden der Nettopreis und die Steuer. Das einzige was den Kunden angeht ist der Preis, der am Ende in Form von Geld über den Ladentisch geht. Soll sich etwa der Kunde mit den Steuerproblemen des Ladens auseinandersetzen? Kundenservice ist etwas Anderes. In der sogenannte amerikanischen Servicegesellschaft ist das doch ein Paradoxon.

  5. Noch dümmer wird’s (aber es gibt bei Ketten eine Erklärung), wenn man die Preise genauer betrachtet. Da steht dann angeschrieben 2,99 oder sogar direkt 12,00. Und dann kommt unversehens die Steuer dazu und es entstehen Preise wie 3,26 oder 12,68. Yes. Und jeder hat natürlich Zeit und Lust (Ironie) auf den Cent genau Geld zu bezahlen / Wechselgeld zu geben (Auch: Zeitfaktor). Also: Es ist nicht etwa so, dass der Bruttopreis 12,00 wäre und daher der Nettopreis z.B. 11,56 lautet. Nein, Nettopreise werden zu Objekten der Preispsychologie (..,99).

Ein Grund, der dafür immer wieder genannt wird, ist, dass die Steuer ja je Bundesland / Territorium / Provinz unterschiedlich ist. Komischerweise ist der Laden, in dem man sich soeben befindet ziemlich stationär. Morgen wird er also auch noch in derselben Ecke des Landes stehen und nichts an der Steuer hat sich verändert. Tja, darüber habe man noch nie wirklich nachgedacht. Das sei doch schon immer so gewesen. Sobald es um Franchise oder Ketten geht, wird es aus Unternehmenssicht etwas verständlicher. Verständnis muss man als Kunde dafür aber nicht haben. Die Unternehmen wollen natürlich ihre ganzen Schilder nur einmal drucken und am besten Bundesweit alles Einheitlich haben. Dass dabei er Kunde unter die Räder gerät ist dabei wohl egal. Aber der durchschnittliche Nordamerikaner merkt das wohl gar nicht.

Mobiles Internet in Ruanda

An dieser Stelle folgt eine kurze Abhandlung der Internet Möglichkeiten in ruanda (manchmal auch Rwanda).

In diesem Land tummeln sich einige Anbieter.

Mtn
Tigo
Airtel

Die ersten zwei sind auch in Uganda unterwegs. Theoretisch kann man also mit „günstigem“ Auslandsroaming rechnen. Allerdings kenne ich mich da nicht wirklich aus. Anscheinend bleibt man auf seinem Volumen, muss aber original-Währung-Guthaben aufladen. Könnte also ein Problem werden. Dagegen kommt eine neue Sim-Karte mit ca. 1€ mit unwesentlichen Kosten daher.

Meine Erfahrung war mit MTN. Es gibt die SIM-Karten für günstige 1500RWF (1,5 €) an jeder 2-ten Ecke. Guthaben gibt es dagegen an jeder Ecke. MTN ist jetzt nicht atemberaubend, aber es geht und die Konfiguration ist normal einfach.

Kosten
Natürlich kann man auch telefonieren, was in diesem Land durchaus wichtiger/wirksamer als internetbasiert etwas zu buchen, was evtl auch gar nicht geht.

Telefon : 200 RWF / min ohne spezialpaket

Internet:
Dazu bucht nan am besten eines der Pakete.  Folgendes steht zur Wahl :

Daily MTN Mobile Internet Packs 800 Rwf
Weekly MTN Mobile Internet Packs 5000 Rwf
Monthly MTN Mobile Internet Packs 21.000 Rwf
 
Das Ganze läuft unter einer fair usage policy, was mit anderen Worten etwa 1GB per Paket bedeutet.

Gebucht wird über USSD -CODES :

Daily MTN Mobile Internet Packs
*345*1#

Weekly MTN Mobile Internet Packs
*345*7#

Monthly MTN Mobile Internet Packs

*345*30#

Nachteil hier wie oft in ähnlichen fallen : ist das Paket zuende, frisst man sich sein Guthaben mit 53 RWf/MB auf.

APN
Um das Internet auch benutzen zu können, muss noch ein APN eingerichtet werden.
In den Mobilfunkeinstellungen daher folgenden access.point name eintragen:

internet.mtn (small case)

To check balance dial *110#

Unit-Tests über fremdem Code mit „Microsoft Fakes“

Ja sowas geiles. Testen von statischen Methoden, Interfaces und sammeln von Ergebnissen (Aufrufen). Das alles geht mit dem ehemaligen MS-Research-Tool „Moles“, welches heute in „Microsoft Fakes“ aufgegangen ist und seit VS2012 mitgeliefert wird. Da allerdings schon jemand einen tollen Artikel darüber geschrieben hat, verweise ich einfach darauf:

Unit-Tests mit MS-Fakes…. Links:

Böser Dispatcher

An dieser Stelle eines der vielen Gotchas bei .Net-Entwicklung.

Es gibt manchmal Klassen (oft ViewModel), die haben prim​är mal keine GUI-Referenz, werden aber manchmal wecheslweise in einem Worker-Thread ausgeführt. Problematisch wird dann eine eventuell daran gebundene GUI. Oder man muss einfach nur unterscheiden, ob man im Worker-Thread oder im GUI-Thread lebt.

Der Dispatcher ist mehr oder weniger das unterscheidbare Merkmal, an dem ein GUI-Thread von anderen unterschieden werden kann:

Gleicher Thread wie der Dispatcher… Gut, möchte man meinen. Doch diese Prüfung hat einen bösen Fehler.CurrentDispatcher hat Seiteneffekte: Existiert kein Dispatcher zum aktuellen Thread, wird ein neuer erzeugt. Dispatcher sind nämlich keineswegs GUI-Spezifisch, sondern ein allgmeiner Dispatch-Mechanismus. Der Name ist irreführend.

Korrekt ist dagegen die Prüfung mit diesem Idiom:

Doch leider zu kurz gedacht. Im Prinzip ist das Richtig. Doch nur so lange, als keiner das erstere Idiom mit Dispatcher.CurrentDispatcher verwendet hat und uns somit einen parasitären Dispatcher auf den Worker-Thread gesetzt hat. Irgendwann hat dann jeder Worker-Thread einen Dispatcher.

Also was tun? Gleich auf Application zugreifen … tja leider. Denn Applicaiton ist der einzig gute Ankerpunkt in diesem Fall.

Dabei soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass es in einer GUI-Applikation durchaus mehrere UI-Threads geben kann. Typischerweise dann in mehreren Fenstern. Es ist unwahrscheinlich, aber es geht und dann wäre auch dieser Code hier wahrscheinlich inkorrekt.

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit…

so lautet der Titel des ersten Liedes des evangelischen Gesangbuches. „Es kommt der Herr, der ….“naja ihr wisst schon, es zielt auf die Ankunft Jesus, dem Retter der Welt ab. Zumindest glaubt man das im Christentum. Welches wiederum seine Religion darauf aufbaut.

Die Europäische Union und ihr Derivat der so genannte Schengen-Raum, basieren auf allerlei Einzelstaaten, die wiederum ihr Tun und Handeln stark auf den Werten des Christentums begründen. Wenn auch unbewusst. So öffnet der Schengen Raum auch allen sich in ihm befindlichen Bürgern die Tore und Türen. Grenzkontrollen, ewiges Warten ja auch das Auseinandernehmen von Taschen, Kameras und Autos ist zum Glück nur noch Wenigen ein Begriff.

Uns ist bei allerlei auch begründeten Wehklagen über die EU, welches am 25.05 sicherlich einen Eisberggipfel finden wird, einiges leider nicht mehr bewusst.

Ich selbst bin nicht der größten Freund des Brüsseler Sozialismus, doch ein Flug nach Israel in das Heilige Land, ja das Land in welchem des Liedes nach die Tore geöffnet werden sollen, kann den Blick dezent verschieben.

Oder: Eine Reise über Grenzen, ein Besuch im Israel, Palästina und Jordanien

Grundsätzlich sei hiermit gesagt, dass sich die Reise lohnen wird und auch der folgende kritische Bericht sowie die Ratschläge vom Auswärtigen Amt nicht von den möglichen Erlebnissen im Mittleren Osten abhalten sollen.

Nach Israel fliegt man ganz bestimmt nach Tel Aviv, denn die beiden weiteren Flughäfen in Haifa und Eilat werden international de facto nicht angeflogen. Am Flughafen in Tel Aviv gilt es sich gleich nach der Ankunft in einer Schlange am Passportcheck anzustellen. Man bekommt mehr oder minder ein paar Fragen zur geplanten Aktivität im Land gestellt und erhält ( keinen Stempel !!!) sondern einen kleinen Zettel zur Aufbewahrung bis zu Abreise. Personen, welche sich vorher schon mal im arabischen Raum aufgehalten haben, werden möglicherweise etwas kritischer beäugt. Sehr frisch machen sollten sich alle, die einen libanesischen, saudi-arabischen und iranischen Stempel in ihrem Pass pflegen. Das mündet eher in eine Einreiseverweigerung.

Möchte man Israel auf dem Landweg erreichen so, ist folgende kurzweilige Abhandlung, die passende Reiselektüre:

Beim Blick auf die Karte im Schulatlanten entdeckt man als Nachbarländer im Uhrzeigersinn:

  • Libanon
  • Syrien
  • Jordanien
  • Ägypten

Nicht eindeutig kann die Frage zum Status Palästinas beurteilt werden. Daher ist es nicht als Nachbarland aufgeführt. Es ist aber auch kein eindeutiges Staatsgebiet Israels.

Zwischen dem Libanon und Israel sowie zwischen Syrien und Israel gibt es keine Grenzübergänge, da sowohl der Libanon als auch Syrien den Staat Israel nicht anerkennen. Dies mündete zuletzt am 29. Dezember 2013 mit einem Raketenbeschuss aus Libanon auf israelisches Staatsgebiet, dass von israelischer Seite mit Artilleriefeuer erwidert wurde. Wenn schon die direkte Grenzüberquerung nicht möglich ist, so ist auch die Frage mit dem Stempel im Pass kritisch.

Es erscheint sinnvoll für Reisen in beide Länder unterschiedliche Daten zu wählen und einen zweiten Reisepass zu nutzen. Dies ist nicht ganz unkompliziert aber, möglich. Berechtigtes Interesse sollten neben Diplomaten und Journalisten auch Reisende mit der Begründung eines gewesenen/geplanten Israel-/oder Iranaufenthaltes haben.

Jordanien:

Die Grenze zwischen Israel und Jordanien ist seit dem Friedensabkommen von 1994 geöffnet und kann an drei verschiedenen Grenzübergängen übertreten werden.

Yitzhak-Rabin( Israel) –Wadi Araba(Jordanien)-Grenzübergang

Dieser ist der südlichste und liegt etwa 5 km nördlich der israelischen Stadt Eilat und der jordanischen Stadt Aqaba, beide können Urlaub am Roten Meer bieten. Beim Passieren zahlt man einen Passierschein in Höhe von 100 Shekel( 20 Euro). Der Grenzübergang ist für PKW und Güterverkehr geöffnet. Man kann den Grenzübergang bequem zu Fuß von der Haltestelle des Egged Bus 441(Jerusalem-Eilat) erreichen und auch zu Fuß überqueren.

Der mittlere Grenzübergang Allenby( Israel)- König Hussein( Jordanien) ist eine Eigenheit für sich.
Er dient Palästinensern und Touristen als Übergang zwischen Israel und Jordanien sowie der Palästinensischen Behörde und Jordanien. Dieser Übergang liegt im Jordantal, östlich von Jericho), rund eine Autostunde sowohl vom israelischen Jerusalem als auch vom jordanischen Amman entfernt. Palästinenser sind offiziell nicht befugt die anderen beiden Grenzübergänge zu nutzen.  Das Osloer Abkommen von 1994 regelt, dass es hier einen Fracht-Abschnitt, der den Warentransport zwischen Jordanien und der Palästinensischen Autonomiebehörde regelt, geben muss.

Da sowohl Israel, Palästina und Jordanien das Gebiet als zu sich gehörend betrachten, wird wenn man von Israel nach Jordanien reisen möchte, vorab ein Visum benötigt. Es wird kein Visum direkt vor Ort ausgestellt, da man sich ja schon irgendwie in dem einen oder eben auch in dem anderen Gebiet befindet.

Der Grenzübergang ist nicht mit dem PKW passierbar. Öffentliche Verkehrsmittel fahren von hier aus nach Jerusalem und Kirjat Schmona. Ebenso verkehren Einzel- und Sammeltaxis in alle Gegenden des Landes. Es fährt Buslinie 961 von Kiryat Shmona nach/ von Jerusalem. Die Bushaltestelle befindet sich auf der Straße Nr. 90 direkt neben dem oberen Eingangsbereich zur Grenze. Dieser Bereich kann nur mit dem Taxi angefahren werden. Auf der jordanischen Seite sollen Sammeltaxis(Service) zur Abdali Bus Station in Amman fahren. Gelegentlich wird das Gebiet von JETT Bus, dem größten jordanischen Busanbieter angefahren.

Als dritte und nördlichste Grenzüberquerungsmöglichkeit ist der Fluss Jordan (Israel) Sheik Hussein (Jordanien)-Grenzübergang zu notieren. Er liegt nahe Bet Sche’an und relativ nah (150 km) an Amman, Haifa und dem Norden Israels. Von jordanischer Seite aus kann man nur einen Checkpoint erreichen und muss dort zwingend ein weißes Taxi für 1-2 JOD nehmen, um zur eigentlichen Grenzabfertigung gefahren zu werden. Dort sind nach eigener Erfahrung 10 JOD (etwa 10 €) für die Ausreise fällig. Die hauseigene Wechselstube hat selbstredend ziemlich üble Kurse. Doch kann man auch Passanten um einen Gefallen bitten.

Des Weiteren darf man die 3 km bis zur israelischen Abfertigung nicht zu Fuß gehen und wird mit einem Bus, für den wiederum ca. 1-2 Euro nötig sind, gefahren.

Die Israelischen Bediensteten nehmen es an dieser Stelle sehr genau. Es kann schon vorkommen, dass die Kamera genauer inspiziert wird oder man sich einem sich wiederholenden Fragekatalog zu Ziel, Beruf, Verwandtschaft etc. unterziehen muss. Höflich und kooperativ bleiben ist angeraten und wenn man dann das Prozedere überstanden hat, kann man für 50 Shekel ein Taxi nach Bet Sche’an nehmen oder per Anhalter fahren.

Von diesem Ort aus fahren dann die Egged Busse gen See Genezareth oder nach Tel Aviv und Jerusalem.

Ägypten:

Seit dem Abschluss des israelisch-ägyptischen Friedensabkommens im Jahre 1979 dem Rückzug der israelischen Truppen aus der Sinai-Halbinsel im Jahre 1982 wurde die Grenze zwischen den beiden Ländern geöffnet. In Taba liegt der wichtigste Grenzübergang.

Der Taba-Grenzübergang liegt rund 10 km südlich von Eilat gelegene Taba-Grenzübergang ist der primäre Grenzübergang zwischen Israel und Ägypten. Die Abfertigung beschränkt sich auf Grund seine geografische Lage auf einen schmalen Streifen von 45 Meter Breite und 200 Meter Länge.

Der Grenzübergang ist für Touristen, Ägypter und Israelis offen. Nicht jedoch für Palästinenser. Passierung ist per Fuß oder mit PKW möglich  Von Eilat aus fährt der Egged Bus zur Grenze.
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Noch zu bearbeiten…und die Schlussbetrachtung zur grundsätzlichen Bejahung des Schengenraumes.

Schengenraum FETZT!

Nach Palästina:

Wie schon beschrieben ist Palästina nicht Teil Israels und irgendwie doch. Schaut man sich das Ganze auf der Karte an, so betrachtet man 2 Flächen: den Gaza-Streifen und das so genannte Westjordanland.

Gaza-Streifen:

Vom Betreten des Gaza-Streifens wird abgeraten. Es gibt Grenzübergänge nach Israel und Jordanien, jedoch dazu spärliche Informationen. Mutmaßlicherweise dürfen dort nur Israelis oder gar nur Bewohner des Streifens passieren.

Westjordanland:

Die Einreise in das Westjordanland ist für EU-Bürger weitesgehend unproblematisch. Dieser Beitrag dient also mehr der Information.

 

Dies ist ein Gastbeitrag von Karola Walz. aka Zaza

Gestehungskosten und schlechtes Essen.

der Titel sagt es alles.

Vielleicht sollte man ab und zu mal ein klein wenig mehr bezahlen, um nachhaltig gewachsenes und gesundes/gutes sowie gut zubereitetes Essen zu bekommen. Speziell in diesen Billigheimer-Mittagsmenü-Plätzchen (habe da eines in der Vancouveraner Robson-St.) wird, angeheizt durch den Konkurenzkampf, an der Qualität der Ware sowie der Zubereitung und der Präsentation gespart. Einer der üblen Auswüchse war dann künstliches Hühnerfleisch. Am einfachsten erklärt es sich als „nackte Chicken-Nuggets“. Und diese wiederum, auch bekannt als „Chicken-Mac-Frankensteins“ sind nichts anderes als paniertes Hühner-Restfleisch, durch den Wolf gedreht und mit viel Mais- und Weizenstärke gestreckt und mit Geschmacksverstärker sowie Konservierungsstoffen und Emulgatoren versetzt. Da hats bei mir jedenfalls dem Fass den Boden ausgeschlagen.