10 Dinge die Starbucks macht um beliebt zu sein…

… und 10 Dinge, die mich genau davon abhalten, zu Starbucks zu gehen.

Globale Kette mit derselben Erfahrung/Produkten überall

Tja das Kettendenken. Für den Konsumenten ist es eine Stufe einfacher in der komplexen und globalisierten Welt. Denn er bekommt, egal wo er ist, immer Produkte mit der scheinbar gleichbleibenden Qualität und Geschmack – sogar dieselbe Erfahrung. Für Starbucks klar ein Identifikationsmerkmal und für viele Leute einfach, weil man einfach weiß, woraruf man sich einlässt. Ich kann es ja verstehen.

Weil ich aber Ketten eher grundsätzlich ablehne mag ich genau deswegen Starbucks nicht und würde nicht hineingehen. Dann kommt ja noch der Reiseerfahrungs-Punkt hinzu. Wenn ich schon Unterwegs bin, will ich ja eine dem Lande entsprechende Erfahrung machen. Aber wider allen besseren Wissens: Leute gehen im Oman zu Starbucks, obwohl sie Arabischen Kaffee original aus dem Kännchen bekommen könnten. Sie gehen in Wien in Starbucks, obwohl Wien eine legendäre Kaffeehauskultur hat. Sie tun es in Italien, obwohl dort die Siebträgermaschine und der Cappuccino erfunden wurde. Sie tun es in Frankreich und verpassen Café au Lait mit Croissiants. Selbst in kulturell weniger historischen Flecken wie Kanada, könnte man z.b. zu lokalen Rösterreien oder der lokalen Kette gehen – statt zu Starbucks. Da kann man nur zur Eingeschränktheit Konsumenten gratulieren.

Kaffee teuer verkaufen

Starbucks verkauft seine Getränke stark bepreist. Eigentlich zu teuer. Aber sie tun es, weil sie es können und weil es eine Psychomasche ist. Es ist dasselbe, was auch Apple treibt, jedoch bei Kaffee: „Ich leiste mir das, also bin ich was besseres“. Es wird ganz klar die Psyche mit dem Belohnungssystem getriggert und das dazugehören-Gefühl induziert. Manch einer mag die Arschbacken zusammenkneifen bei den aufgerufenen Preisen, aber er bezahlt, um sich etwas zu leisten und sich vom „Rest“ zu separieren. sichtbares Zeichen dessen ist der weiße Papierbecher mit Plastikdeckel und grünem Logo darauf. Wer so rumläuft ist was besseres. Ganz ähnlich wie Leute mit den Airpods.

Ich finde es scheiße und habe keinen Bock, mich abzocken zu lassen. Zudem ich meist besseren u.v.a. preiswerteren Kaffee meist in Reichweite habe.

Stylesprache „wie Italienisch“

Starbucks pflegt in seinen Fillialen mit seinen Kunden neben seinem hauptsächlichen Englisch für manche Bereiche eine Stylesprache, die wie Italienisch wirkt, es aber nicht ist. So wird z.B. für die Bechergröße „grande“ oder „venti“ verwendet. Klar Cappuccino ist auch italienisch. Dann wird es aber interessant. Ein Milchkaffee heißt wohl offiziell nur Latte (was ja übersetzt alleine Milch heißt), wird aber ähnlich einem großen Cappuccino serviert und Latte Macchiato, wo Latte eigentlich her kommen könnte, ist etwas Anderes. All das macht Starbucks, um es seinen Kunden in einem kleinen Psychospielchen zu lehren. Es ist kein großer Wissensbrocken – eher klein und schnell gelernt. Alsbald können die Kunden ihr Wissen anwenden und sich wie der Schneekönig freuen, dass sie „dazu gehören“, weil sie ja so toll Italo-Englisch reden. Ganz so, wie man das in einem unzweifelhaft kompetenten Kaffeeland macht….

Mich ficht das alles nicht an – widert mich eher an. Zudem die Bechergrößen wie der Gegenentwurf zum italienischen Original wirkt. Größer ist besser vs. kultiviert die rechte Menge. Ebenso bin ich gegen den Standard als Papier und Plastikbecher vs. eine richtige Porzellantasse.

Kaffee stark rösten

Starbucks röstet  die verkauften Kaffees sehr stark. Manche Kritiker sprechen auch von „Starbucks-Coal“. Sie machen das, weil die meisten Kunden Milchgetränke mit Kaffee wählen und daher ein bitterer, weil stärker gerösteter, Kaffee nicht so untergeht. Umgekehrt kann man fragen, warum wenige Leute Espresso und mehr Milchkaffeegetränke nehmen — vielleicht gerade deshalb. Oder auch, weil Espresso gerne mal in Papierbechern (Ohweee!) dargereicht wird.

Ich empfehle zwar den Konsum von mehr Bitterstoffen, da sie der Gesundheit zuträglich. Hier turnt es mich wieder ab, denn objektiv kann man wohl von weniger „kohligen“ Bohnen mehr Geschmack erhoffen. Zudem ist starkes Rösten ein beliebter Weg von Großröstereien (um nichts anderes handelt es sich), um minderwertige Kaffeebohnen zu kaschieren. Das ist verwerflich.

Zuckersüße Kuchen

Starbucks verkauft natürlich neben den Kaffeegetränken auch Essbares und dabei auch Kuchen. Natürlich werden die Kuchen und Varianten nach amerikanischen Rezepten hergestellt und sind somit am obersten Ende der Konditorenkunst einzuordnen (uhff). Vor allem ist der Anteil von Zucker sehr hoch. Denn die amerikanische Herangehensweise an das Thema geht wie folgt: Süß ist gut; folglich ist süßer besser. Am besten schmeckt ein Kuchen jedoch, wenn er noch eine Schicht Zuckerguss bekommt. Eben weil Zucker macht glücklich – also macht mehr Zucker glücklicher.

Mich ficht das mehr an Zucker nicht an – ja vergetzt mir gar den Genuss. Bei so viel Zucker in den Kuchen habe ich nur sehr selten bisher zugegriffen. Ungesund und wie eine versalzene Suppe bald nicht mehr essbar.

Besonders schlimm finde ich es immer, wenn man in einer Gegend mit Kuchenkultur ist, und dann das alternativlos findet. New york Cheesekake neben einem original Mandarinenkäsekuchen.

Sirup und Spezialkaffees

Starbucks war wohl einer der Erfinder der Sirups im Kaffee und auf der Sahnehaube sowie von Spezialgetränken mit irgendwo einem Tröpfchen Kaffee. Dies anzubieten und populär zu machen ist einer der Erfolgsbringer. Vor allem weibliche Konsumentinnen kommen gerne wegen der milchigen und süßen Spezialgetränke.

Ich finde diese Variation und Kreation auf Basis von Kaffee gar nicht so schlecht und würde mir Einen schon mal reinziehen. Aber grundsätzlich ist hier mal wieder zu viel Zucker dabei. So viel, dass es mir die Zähne zusammenzieht. Sind halt wieder amerikanische Maßstäbe. Nein Danke.

Plastik und Papierbecher sowie Merchandise

Starbucks betreibt eine Identitätspflege und extremes Marketing mit eigenen Bechern und Accessoires mit eigenem Logo. Leute sollen sich überteuerte Thermobecher kaufen und damit werbend durch die Gegend rennen .  Außerdem pflegen sie das Image des amerikanischen „Disposable Planet“-Wegs. Das äußert sich darin dass selbst Vorort konsumierende Leute Plastikbecher oder Pappbecher bekommen, obwohl eine Porzellantasse oder ein Glas den Job besser getan hätten. Und das schlimmste ist, die Leute finden es toll. Ich bekomme auf jeden Fall immer die Krätze, wenn ich Leute mit Einweggeschirr sehe, die Vorort konsumieren. Oder die, das Einwegzeug „Zum Gehen“ nur für die nächsten 3 min bei sich behalten…. weil sie es sich in ihrem Leben ja nicht leisten können, mal 5 min irgendwo auszuspannen und dabei aus einer wiederverwendbaren Porzellantasse zu trinken. So uncool.

Klo putzen und Arbeitnehmer ausnutzen

Starbucks lässt seine Mitarbeiter alles machen. Bestellung von Frischware, Tresen putzen, Boden putzen bis hin zu Klo putzen. Dabei werden die Mitarbeiter zu „Partnern“ gemacht. Aber mit Auf-Augehöhe hat dieser Begriff nichts zu tun. Nur damit, dass die Mitarbeiter länger und intensiver da sein sollen und loyaler sein sollen, als es woanders üblich wäre. Dazu passt, dass man sich nicht extra Putzkräfte zulegt, sondern dies die Baristi machen lässt. Grundsätzlich muss das daheim ja jeder. Aber toll ist das nicht. Ein weiterer Punkt ist, dass Mitarbeiter kommen und gehen sollen, wie Starbucks es passt. Insbesondere in den USA bekommen sie für nicht geleistete Stunden auch kein Geld. Damit ist die Planbarkeit des Lebens und das Abzahlen von Darlehensraten dahin.

Ich finde, ein Unternehmen mit so viel Gewinn sollte seine Mitarbeiter mehr schätzen und weniger ausnutzen. Außerdem habe ich immer irgendwie die Angst, dass ein Lappen vom Klo sich irgendwann (dank gleicher MA) auf den Tresen verirrt.

Der 3-te Raum

Starbucks verfolgt das Konzept des 3-ten Raums. Also nicht daheim, nicht die Arbeit, sondern was dazwischen. Abseits der lauten Straße und den vollen Hütten Heimat und Arbeit. Dazu gehört gediegenes Ambiente, gedeckte Farben und großzügige Einrichtung. So großzügig und so viel Platz, wie viele Leute nicht einmal daheim haben. Und das auch in den teuersten Quartieren der Stadt. Internet natürlich sowieso dabei. In manchen Ländern ist es auch der einzige klimatisierte Raum mit anständigem Internet….

Grundsätzlich eigentlich ein gutes Konzept und viele Leute nehmen es wohl auch dankbar an und machen in den Starbuck’schen Räumen Hausarbeiten und andere Arbeit. Im Prinzip zahlen sie über die hohen Getränkepreise indirekt eine Miete für die großzügigen Sitzmöbel und den Raum.

So, was habe ich jetzt dagegen? Eher weniger… vielleicht, dass mir der Stil nicht ganz zusagt. Am besten, sie renovieren einmal weltweit auf einen neuen Stil.

Bohnen teuer und  komischer „fairer Handel“

Starbucks verkauft geröstete Bohnen extrem teuer. Vor allem zu teuer für sog. fairen Handel. Bei fairem Handel tritt der Einzige Händler in direkten Kontakt mit dem Produzenten, um ihm einen höheren Preis zu zahlen indem Mittelsmänner ausgeschaltet werden. Starbucks indes hat aber doch mehrere Ebenen Zwischenhändler dabei. Demnach keinen fairen Handel und dennoch versuchen Sie durch ein Bio-Label dies zu suggerieren. Praktischerweise verkaufen Sie dann auch noch das Päckchen Kaffeebohnen recht teuer. Also perfekt auf allen Seiten den höchsten Gewinn eingefahren.

Mir passt das überhaupt nicht.

Relativierung und Aufruf gegen Extremismus

wenn es sich zuträgt, dass ich Kaffee, getränk, essen, Wärme, Klo oder Internet brauche, und Starbucks ist das einzig vernünftig verfügbare Etablissement, dann bin ich mir auch nicht zu schade dort als Konsument hineinzugehen. Da schneide ich mir, wegen falscher Prinzipien, nicht ins eigene Fleisch. Daher an Alle der Aufruf : Lebt eure Prinzipien, werdet aber nich zum Extremisten sondern lasst 5 auch mal gerade sein. So z.b. ein Vegetarier, der überzähliges Fleisch durch Verzehr vor dem Müll rettet.

Cranberries oder wat?

Deutschland deine anglophilen Cranberries… wo soll es sprachlich noch hingehen?

Mecker-mecker?

Ja, genau. Seit jahren machen hier sogenannte „Cranberries“ die Runden durch alle Produktkategorien. Dabei sind diese Beeren ja auf keinen Fall was neues, sondern nur toll umbenannt. Früher einmal hießen die Dinger „Moosbeeren“ oder korrekter „Großfrüchtige Moosbeere“ beziehungsweise im Voksmund „Kraanbeeren“ oder „Kranichbeeren“. Anscheinend, weil diese Vögel auch ganz gerne mal davon naschten. (Kraan ist die plattdeutsche Variante von Kranich). Im übrigen und auch in den Referenzen nachzulesen sind diese Beeren nahe Verandte der Preiselbeere, welche auch in der Gattung der Moosbeeren unterwegs ist.

Irgendwie hat sich aber (außer vielleicht für Preiselbeermarmelade) keiner für diese Beeren interessiert… bis mal wieder irgen ein Hansi in den USA war und gedacht hat: „Wow, da können wir den Deutschen mal wieder was amerikanisches unterjubeln“. Vermutlich hat er noch nicht einmal gewusst, dass die Dinger in Norddeutschland seit Jahrhunderten kultiviert werden und dort schlicht „Kranbeeren“ oder „Goosbeeren“ heißen…

Aber warum kommt in unserer verdammten Vermarktung keiner auf den Trichter und nennt die Beeren mal bei ihrem originär und vorhandenen deutschan Namen statt sie neu mit einem anglizistischen Namen einzuführen. Deppenhaufen.

Schlusswort

Ich wollte mich nur mal wieder aufregen und das wäre hiermit passiert. Also liebe Leute. Verlangt doch beim nächsten Mal einfach ein Moosbeerenmüsli oder eine Schale Kranbeeren. Und ihr Vermarktungsassistenten: Lernt es – wir wollen nicht immer guten Wein in neu beschrifteten Schläuchen.

Referenzen

Namen von Frisörsalons

Frisöre sind wohl eine der einfallsreichsten Berufsgattungen was ihre Namen betrifft. Wenn man sich schon so nicht unterscheidet – am Ende haben die Leute immer weniger Haare auf dem Kopf als davor – dann kann man neben der Einrichtung auch den Namen originell gestalten.

Es stellt sich heraus, dass man mit Haar, Locke und Hair und gleich-/ähnlichklingenden anderen Worten eine ganze Menge an Variation erstellen kann. Hier mal meine persönliche Sammlung von Beobachtungen der deutschsprachigen Wildbahn. Viel Spaß:

  • …wächst wieder…
  • A Sense of Decadence
  • Ali Barber
  • Atmosfhair
  • AtmospHair
  • baHaarmas
  • Caract-Hair
  • cHaarisma
  • Cut-Haar-Ina
  • Cutastrophe
  • cutedrale hairstyle
  • Cutgut
  • Die Kopfgärnter
  • Dirty Hairy
  • Föhnix
  • Föhn-Schön
  • Friesur Hackebeil
  • Frisör Müll-Hair
  • Glatz und Gloria
  • Glückssträhne
  • h-werk
  • Haar Föhnderation
  • Haar la carte
  • Haar Zwei Ohh
  • Haar! Genau!
  • Haaram
  • Haarbarba-cadabra
  • haarCHITEKTEN
  • Haarem
  • Haargenau
  • Haaribo
  • HaarFghanistan
  • Haarklein
  • Haarlass
  • Haarless
  • Haarmarchie
  • Haarpune
  • Haarscharf
  • Haarschliff
  • Haarspalter
  • Haarspree
  • Haarsträubend Gut
  • Haarteiler
  • Haarwai
  • Haarzeit
  • Hair Culess
  • Hair Force One
  • Hair-Fellers
  • Hair-Gott
  • Hair-Reinspaziert
  • Hairlich
  • Hairlich schön
  • Hairlington
  • Hairport
  • hairz & seele
  • Hairzstück
  • HairZstück
  • James Bond – License to cut
  • Kamm & Cut
  • Kamm Bodscha
  • Kamm in!
  • Komm Hair
  • Kopfsache
  • Kopf-los
  • KreHaartiv
  • KreHaartiv
  • liebhaarber
  • Liebhaarber
  • Locke und Glatze
  • Lockenroll
  • Love is in the Hair
  • Monhaarlisa
  • Open Hair
  • On Hair
  • Pony & Clyde
  • pony & kleid
  • Rheinlocken
  • RockHaarfäller
  • Rund Hair Um
  • Sahaara
  • Scheerhattan
  • Schnipp-Schnapp-Ab
  • Schnittchen
  • Schönfärber
  • Schöner föhnen
  • Tilos Hair-Berge
  • verLOCKend
  • Vier Haareszeiten
  • Vollhair
  • Volthair
  • Vor & Nachhair
  • Vorhair, Nachhair

Einheiten und SI-Einheitenpräfixe – Unenheit

Das betrifft jetzt nicht nur die USA, sondern ist auch in vielen anderen englischsprachigen Arealen und – aus Dummheit – teilweise auch in DACH-Land der Fall. Die Rede ist von falscher Verwendung von Einheiten und die Multiplikator-Präfixe derselben. Es handelt sich um die für das Internationale Einheitensystem (SI) definierten Dezimalpräfixe. Hier gleich mal eine Tabelle, um die korrekte Zuordnung darzustellen:

Symbol Name Wert
Y Yotta 1024
Z Zetta 1021
E Exa 1018
P Peta 1015
T Tera 1012
G Giga 109
M Mega 106
k Kilo 103
h Hekto 102
da Deka 101

100
d Dezi 10−1
c Zenti 10−2
m Milli 10−3
μ Mikro 10−6
n Nano 10−9
p Piko 10−12
f Femto 10−15
a Atto 10−18
z Zepto 10−21
y Yokto 10−24

Gleich dazu noch einige Einheiten (Auswahl):

Symbol Name Dimension
m Meter Länge
K Kelvin Temeratur
°C Celsius Temeratur
C Coulomb Elektrische Ladung
T Tesla magnetische Flussdichte
Ω Ohm Widerstand
A Ampere Stromstärke
kg Kilogramm Masse
g Gramm Masse
J Joule Arbeit
S Sekunde Zeit

Die Verwendung der entsprechenden Abkürzungen, Schreibweise und Verwendung ist im SI klar definiert. Dennoch gibt es genug Leute und Nationen, die diese Präfixe leichtsinnig falsch verwenden. Hier mal die beliebtesten Fehler, die mich persönlich auch immer wieder zu Wutansätzen bringen, weil sie uneindeutig und schlicht falsch sind:

Meter mit kapitalen Lettern

Verwendung von (kapitalem) M als Symbol für Meter und damit dann verbunden auch MM und KM um Millimeter oder Kilometer abzukürzen.

Kilo und Milli als kapitale Lettern

Verwendung von K und M für kilo respektive milli und damit KGS oder KM oder MM für Kilogramm, Kilometer oder Millimeter. In der Informatik dann statt kB für Kilobyte KB. Schlicht falsch und uneindeutig. Bei K könnte man eventuell noch gnädig sein, da es keine Weiteren Präfixe K gibt. Indes bei M/m hört der Spaß endgültig auf. Nicht nur ist m das Symbol für Meter, nein m ist auch das Präfix für 10-3 sowie M das Präfix von 106 . Hier kann man nur noch raten, ob MM jetzt Mega-Mega oder Millimeter oder irgendwas ganz anderes ist. Also ein klares “Nicht so”.

Mega mit kleinem m

Auch recht schön ist eine Notation für Megadollar als m$. Hier ist es dann mit der Konsistenz endgültig dahin. Das im selben Kulturkreis! Soll jetzt Mega ein kleines oder ein großes M zum Symbol haben? Also ich lese dann nur immer Millidollar – ach soo billig?

KGS als Kilogramm(s)

Ja, wieder so ein “ich mache mir die Welt…”. Hier ist ja alles falsch. Fangen wir mal mit der Mehrzahl an. Die gibt es im SI-Einheitensystem per se nicht. Oder sollte das S etwa für Sekunde stehen? Dann handelt es sich wohl um Kilogrammsekunden. Kilogramm, die in einer Sekunde aus Licht entstehen??? Einstein lässt Grüßen. Weiters muss natürlich das k für Kilo ein Kleinbuchstabe sein ebenso das g für Gramm.

Mikro mit u

OK, es gab eine Zeit mit eingeschränktem Zeichensatz in der IT. Zum Glück ist das vorbei und sogar ASCII hat das griechische My (µ) schon enthalten. Auf der DE und AT-Tastatur ist es sogar als Tastenkombination vorhanden. Fehlen tut es indes auf der (ach so tollen und begehrten) US-Tastatur. Immerhin handelt es sich auch um einen (Xenophobie komm) Buchstaben eines fremden Landes – ja sogar eines fremden Alphabets. Nichts desto weniger: Zwar besteht keine große Verwechslungsgefahr und µ ist das einzige nicht-lateinische Präfix aber in den Regularien, die für DACH relevant sind, ist nur das µ als Zeichen für Mikro zugelassen. Bitte die Mühe machen und die Tastenkombi verwenden. Dafür ist sie da.

Ohm als O

Wieder das Thema mit der dominanten US-Tastatur? Ohm wird mit dem griechischen Buchstaben Omega symbolisiert. Man sollte sich die Mühe machen und diesen auch aus seinem Sonderzeichenvorrat einfügen. Sonst sieht es schlecht aus.

uvam.

Und vermutlich noch viele Weitere. Jeder kann sich seinen Teil denken.

Mobilfunk und Festnetztarife (Hintergrund)

Die liben Tarife der Telefonunternehmen in Deutschland und auch woanders in der Welt. Es gibt gewisse Eignheiten, die die Tarife so mit sich bringen und man nimmt diese so hin, aber warum das so oder so ist, macht man sich nicht so die Gedanken. Dieser Artikel soll nun ein wenig Licht in die Gestaltung der Tarife bringen.

Beobachteter Stand

Offensichtlich ist es so, dass es recht einfach Pauschaltarife (sog. Flat-Rate) für Mobilfunk gibt respektive sie sind recht „leistbar“. Für etwa 20€ bekommt man unlimitierte Gespräche „in alle Netze“. Dies inkludiert auch die „andere Seite“, das Festnetz. Bei Festnetztarifen ist es ein wenig anders gelagert. Hier gibt es vor allem Mischtarife, die mit einem Internetanschluß mitkommen. Zwar wesentlich billiger aber nie mit Pauschalabrechnung bei Anrufen ins Mobilfunknetz. Oder man zahlt etwa einen Betrag, der noch höher ist, als der des Mobilfunktarifs mit Pauschalabrechnung. Es gibt sogar Mobilfunktarife, die Festnetz pauschal enthalten, Mobilfunk jedoch pro Minute bezahlt wird.

Wie kommt es?

Der Hintergrund sind die sog. Terminierungsentgelte. Diese werden von der Regulierungsbehörde festgelegt und es ist der Betrag, den die Telefongesellschaft des Angerufenen an die Telefongesellschaft des Anrufers bezahlt. Aufgrund von historischen Umständen ist das Terminierungsetgelt bei Festnetz erheblich billiger als bei Mobilfunk.

Unterm Strich refinanzieren sich Tarife zum Teil über die Terminierungsentgelte. Wenn also jemand anruft, kassiert der eiene Anbieter Geld. Das funktioniert allerdings besser, wenn man selbst die höheren Entgelte kassiert, als man im Durchscnitt ausgibt. Also vom Mobilfunk in Richtung Festnetz. Daher gibt es praktisch keine günsitigenFestnetztarife, die pauschal Mobilfunk und Festnetz enthalten. Man bleibt also lieber unter sich in der „Unterschicht“. Ein ähnliches Thema gibt es bislang mit Nummern im Ausland. Obwohl es technisch keinen Unterschied mehr macht und die tatsächlchen Kosten für einen Anruf um die halbe Welt kaum messbar sind, kostet es dennoch erheblich. Grund sind die Terminierungsentgelte.

Nebenbemerkung

Es ist schon irgendwie komisch, dass ein Netz, das wesentlich teurer im Aufbau und Betrieb ist (Festnetz mit Tiefbau), billiger verkauft wird als ein Netz, das keine Teilnehmeranschlußleitung benötigt (Mobilfunk). Tatsächlich ist der Betrieb eines Mobilfunknetzes schon auch komplex, teuer und benötigt einen guten Festnetzanschluß fast jedes Sendemasts, aber man spart unglaublich be den fehlenden Tiefbauarbeiten zu dem einzelnen Teilnehmer. Diese Anbindung wird eben via Funk gemacht. Aber das Festnetz ist eben schon ziemlch alt und mithin sehr gut abbezahlt.

Deutschland deine Tankstellen

Es ist eigentlich ein Trauerspiel und abgesehen von vielleicht einigen weiteren Sonderfällen wie z.B. Österrecht, einmalig in der Welt. Tankstellen verkaufen neben Mineralölen auch Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Gebrauchs. Doch anders als in den meisten anderen Ländern verlangen die Tankstellen hier astronomische Preise für solche Güter. In jedem anderen „normalen“ Land der Erde verlangen die Läden der Tankstellen marktübliche, vergleichbare Preise. Es ist egal, ob ich den Kaugummi, Snickers oder das Cola bei der Tankstelle oder dem nächsten Supermarkt oder Tante-Emmer-Markt kaufe. Der Preis ist im großen und ganzen derselbe.
Nur bei uns hat sich bei den Tankstellen eine art Geschäftsverweigerung eingesetzt. Ein Schokoladenriegel kostet auch gerne mal das Doppelte des Preises des Supermarkts. Das ist Wucher. Warum nur machen Tankstellen das. Ich hätte schon öfters dort irgendwas gekauft. Doch praktisch jedes Mal denke ich mir: „Ihr Wichser – für den Preis könnt ihr das Zeug selber fressen – und wenn es ein Phyrrussieg ist, kaufe ich es woanders!“ … aber es ändert sich nix. Ich gestehe zu, dass am Feiertag oder nach Geschäftschluss ein Alleinstellungsmerkmal existiert, das höhere Preise erlauben könnte. Man könnte dann natürlich, wie beim Sprit, die Preise alle paar Minuten ändern. Ob das so toll ist, mag bezweifelt werden. Sicher ist aber: Würden sie billiger anbieten, dann gäbe es weniger Fälle, in denen man es sich anders überlegt und doch noch zum Supermarkt geht. Das Geschäft würde mit Sicherheit mehr Umsatz bringen. So, mit den Apothekenpreisen, aber bleibt es ein Trauerspiel. Warum seid ihr so umständlich und dumm?

Nespresso verstanden

Nespresso – über das System und das System (Nestlé) dahinter sowie die Umweltaspekte kann man gut und gerne schlechte Worte verlieren. Ziemlich unbestritten ist aber, dass mit einer sehr hohen Wiederholungsrate ziemlich gelungene Espressi, Lungi und Ristretti herauskommen. Doch nun Ende mit Prolog und zur (schwarzen) Essenz.

VERSTEHEN

Die von Nespresso verkaufen Kapseln haben eine Angabe drauf, für welche der drei Kaffeevarianten sie sich eignen. Anwender respektieren oder ignorieren die Angabe. Die meisten davon haben aber bisher nicht verstanden, was und warum.

Die Erkenntnis kommt mit der Benutzung einer richtigen, einer Siebträgermaschine. Ob ein an der Maschine bezogenes Extrakt ein Ristretto oder ein Lungo wird, steuert der Barista über den Mahlgrad des Kaffees und den Anpressdruck. Indirekt steuert er so die Bezugszeit und es wird ein längerer oder kürzerer Kaffee.

Erkenntnis

Daraus ergibt sich die Erkenntnis, dass die verschiedenen Kapselarten seitens Nespresso eben im Mahlgrad unterscheiden. Darüber hinaus ist es dann die Verantwortung des Barista bzw. Anwenders, die dazu passende Bezugszeit zu wählen. Dann wird aus eon

Der Wäscheständer an der Decke

Kein Platz zu Hause? Das Wäschetrockenzimmer ist und bleibt ein feuchter respektive trockener Traum? Mit dieser kleinen Anleitung kann man sich den eigenen, genialen, höhenverstellbaren Von-Der-Decke-Wäschetrockner/Wäscheständer selber basteln.

Besonders bei hohen Räumen taugt es besonders. Aber auch bei 2,4m hohen Decken gibt diese Konstruktion den Entscheidenen Raum auf dem Boden frei, um mit weniger Gestolpere duch die Wohnung zu schleichen. Zudem ist gleich ein effizienter Platz zum Aufräumen des Ständers inklusive. Nämlich knapp unter der Decke. In dieser Anleitung zeige ich,  was man an Teilen Braucht, wie man letztlich baut, Tips und Tricks sowie Fallstricke. Ich strebe hier keine Allgemeingültigkeit an und es gibt noch tausend Varianten, wie man was anders/besser machen kann.

Höhenverstellbarer Wäschetrockner in Mittelposition

Das hier ist das Gute Stück. Anmerkung: Es wurde alles geknotet und der Ständer war das Billigste, was her ging. Die Konstruktion enhält einen Flaschenzug, denn feuchte Wäsche kan ziemlich schwer sein. Das Provesoriumt mit Panzer-Klebeband hält bis heute.

Einzelteile

Die Teile habe ich alle aus dem Baumarkt. Darf man hier namen nennen? Ich tue es einfach: Bauhaus. Grund für die Nennung ist, dass sie dort i.d.R. ene sog. „Nautikabteilung“ haben. Das nette daran ist: Es gibt Seile und Rollen, die stark belastbar sind (nautikgauglich halt) und zudem überschaubar viel kosten. Obendrein habe ich dort einen Prospekt zu Knoten bekommen.

  • Einige Meter zugfestes und dehnungsarmes Seil. Ich habe mich für eine weiße Variante aus der Seilabteilung von 4mm Stärke entschieden ca 20m sollten reichen.
  • Einen Schlüsselring –  er dient bei mir zur Aufteilung des primären Zugseils zu den einzelnen vier-Ecken-Zugseilen. Er kann beliebig gewählt werden, sollte aber dehnungsstabil sein.
  • Ein Feuerzeug zum Abschließen der Seilstücke – damit sie nicht ausfransen.
  • Eine Klampe aus Edelstahl – Diese schraubt man an die Wand und kann dort das Zugseil auf jeder Ebene festmachen. Außerdem knotet man das Seilende dort an und hindert es am Abhauen.
  • Eine Eck-Umlenkrolle. Damit bekommt man Das Zugseil von der vertikalen Ebene an der Wand auf die horizontale Ebene an der Decke.
  • Ein Violinblock oder einen Zweischeibenblock. Das ist der Teil, der den Flaschenzug ausmacht.
  • Eine Umlenkrolle mit Öse – Das ist das Gegenstück des Flaschenzugs
  • Vier kleine Umlenkrollen – Sie lenken die vier Liftseile des Ständers von der Decke in die Vertikale. Da hier nur 1/4 des der Gewichtskraft des Ständers anliegt, können sie schwächere Modelle sein. Beim Bauhaus gibt es mein Modell als 2er-Pack.
  • Eine unbekannte Zahl von dünnen und dickeren Haken, um die Seilknostruktion an der Decke zu befestigen und umzulenken. Wahlweise können noch weitere Umlenkrollen eingebaut werden. Es zeigt sich aber, dass ein schlichter Haken ganz gut als Umlenkung funktioniert. So habe ich z.B. einen Haken an mit einer Zannge enger gebogen und dort meine Liftseile gebündelt.
  • Einen billigen Wäscheständer. Ich habe mich für ein italienisches Modell um 9,90 € entschieden. Es hält zu meiner Verwunderung bis heute.

Planstunde

So eine Konstruktion will ordentlich geplant werden, denn es gibt im wahrsten Sinne des Wortes einige Fallstricke.

Zunächst sollte man sich über die örtliche Lage des Ständers klar werden. Wo soll er herunterbaumeln. Nahe einer Wand, oder mittendrin. Auf jeden Fall wird er seine planaren Ausdehnungen nicht verändern. Man kann also aus der Größe des Ständers die Abstände der Liftseile ableiten. Und damit die Lage der Löcher an der Decke. Natürlich gut ist, wenn die Seile möglichtst weit am außen ansetzen. Ist es eine Konstruktion wie bei mir, dann ist das Limit das Mittelteil, denn die angebauten Teile des Ständers würden unter dem Gewicht der Wäsche nicht stabil bleiben. Aber das ist noch nicht alles zu Stabilität. Man kann die Seile vollkommen im Lot planen. Eine bessere Hänge-Stabilität ergibt sich aber, wenn die Seile leicht schräg nach außen verlaufen — wenn also die Seilkonstruktion mit Ständer und Decke einen umgekehrten 4er-Pyramidenstupf beschreibt. -> Also für die Lochabstände je 10% mehr Länge und Breite rechnen.

Höhenverstellbarer Wäschetrockner hochgefahren. Leicht schräge Liftseilführung.

Als zweites sollte man sich einen Platz für die Klampe des Zugseils aussuchen. Es sollte ein Stück Wand sein, wo man bequem hinkommt und die Wand sollte aus Stein bestehen. Leichtbauwände (Rigips) wären ungeeignet, da sie die Kräfte an der Klampe nicht aushalten würden.

Befestigung des Seils an Klampe

Als drittes gilt es diese beiden Punkte miteinander zu verbinden. Aber es gibt noch eine Schwierigkeit: Der Flaschenzug braucht Platz! Und zwar genau so viel, wie die Höhe, die der Ständer rauf und runter fahren soll. Möchte man den Ständer z.B. bei einer Deckenhöhe von 2,40m auf Arbeitshöhe 1,40 haben, dann muss man auch mindestens 1m (2,4m-1,4m) platz an der Decke für den Flaschenzug einplanen. Dementsprechend mus das Seil womöglich über mehrere Ecken und Umlenkrollen verlegt werden.

Bei mir sieht es so aus:

Seilführung. Man beachte den spitzen Winkel

man beachte dabei, dass die linke Umlenkung weiter nach außen versetzt ist. Das ist en Tribut an die Länge des Flaschenzugs.

Bastelstunde

Den Ständer zerlegen. Ich habe mir hierfür den billigsten Wäscheständer des Marktes zugelegt und sah es zunächst als Test. Nun ist er immer noch voll dabei. Mein Modell habe ich als erstes mit einem Bolzenschneider bearbeitet. Damit wurde die Stehkonstruktion von den drei „Leinen“-Teilen getrennt. Nebenbei hatte ich so gleich vier Löcher in dem mittleren Wäscherahmen. Perfekt. Die Seitenteile wurden bis dato provesorisch mit Gewebeklebeband an der Mittelkonstruktion festgeklebt – hält.

Knoten

Jetzt können die ersten Seile, die vier Liftseile an den mittleren Rahmen angeknotet werden. Wirklich nur Knoten — das reicht. Es muss aber ein passender Knoten sein. Sehr geeignet ist der Gordingstek oder der Topsegelschotstek. Wer es professioneller möchte, der kann ja auch spleißen oder eine mir unbekannte Konstruktion dranbauen. Die Länge der Liftseile bemisst sich über die gewünschte Transporthöhe (ca 1,2m) plus die Länge zur Bündelugn der Einzelseile (0,8m) und die nötigen Umlenkungen bis man an die Stelle des Flaschenzugs kommt. Alles in allem sollten wohl 3m nicht unterschritten werden.

Umlenkrollen und Haken montieren. Wir beginnen damit die Fixierhaken für die Umlenkrollen für die Liftseile zu montieren. Dazu müssen vier Löcher in geeignetem Abstand in die Decke gebohrt werden. Die hier eingesetzten Umlenkrollen erfordern kleine Haken. Das ist auch OK, da das Gewicht hier ja auf vier Haken verteilt wird. Um beim Anzeichnen der Punkte nicht zu versagen und bestenfalls ein Trapez statt des gewünschten Rechtecks (kommt von den rechten Winkeln, die es hat) zu erhalten, kann man sich eines Tricks aus der Schule bedienen. Endlich – die Schule hatte enen Sinn! Der Pythagoras (der übrigens gar nicht so heißt, aber das ist ein anderes Thema) hilft dabei. Siehe die Zeichnung hier:

Anzeichnen von Punkten im Rechteck

Sobald man die Breite des Ständers an einer Wand aufgetragen (Punkte A,B) hat, kann man von diesen zwei Punkten aus die vier weiteren Punkte (A1,A2,B1,B2) für die Bohrlöcher über Triangulation konstruieren. Vorher braucht man noch die zwei  gewünschten Abstände von der Wand: Erste und zweite Reihe von Löchern (zb. B..B1 und B..B2). Berechnet man nun den z bzw. y, kann man den einen Meterstab wie einen Zirkel führen und so die Kreuzung der beiden Kreise an der Decke markieren. Natürlich schätzt man vorher mit gesundem Blick ungefähr ab, wo das Loch sein wird, ehe man die Ganze Decke vollpinselt. Man kann sich dem finalen Kreuz iterativ mit kleinen Punkten an der Decke nähern – immer abwechsel. Das wiederholt man für alle vier Löcher. Hier noch die Formeln: z=\sqrt{\overline{AB}^2 + \overline{B_{1}B}^2} und y=\sqrt{\overline{AB}^2 + \overline{B_{2}B}^2}.
Das praktische: Für die A-Seite sind z und y gleich!

Umlenkrollen der Liftseile

Jetzt können schon die Umlenkrollen eingehängt werden. Auch die Liftseile können schon durchgefädelt werden. Es empfiehlt sich, sie grob zusammen zu verknoten und irgendwo einzuhängen.

Weitere Umlenkhaken, Bündelösen und oder Rollen an der Decke montieren

Umlenkhaken – Rolle nicht nötig

Dies ist nun eine individuelle Aufgabe für jede Situation. Der eine braucht mehr Haken, der andere weniger. Auf jeden Fall gilt es drauf zu Achten, dass der Flaschenzug mindestens so viel Platz hat, wie man mit dem Sänder Höhe überwinden möchte!

Bündeln der Liftseile

Um die Liftseile mit dem Flaschenzug zu verbinden ist eine Bündelung derselben vorzunehmen. Praktisch lässt sich das mit einem Schlüsselring (o.ä.) und vier Knoten erledigen. Es bieten sich hier wieder der Gordingstek oder der Topsegelschotstek an. Vorteil an vier einzelnen Knoten ist, dass man so die Seillängen einigermaßen gut und nichtdestruktiv aufeinander abstimmen kann. Es wird sich aber wohl nicht vermeiden lassen, den einen oder anderen Knoten mehrmals zu machen. Wenn das aber geschafft ist, hat man eine sehr gute Basis, um an den Flaschenzug zu gehen. Und nicht vergessen: Eventuelle Ösen vorher mit den Seilen durchqueren. Der Schlüsselring passt nicht durch bzw. bremst auch an Umlenkhaken/-rollen. Damit ist er gleichzeitig eine „Sicherung“.

Bündelung der Liftseile

Flaschenzug

Der Flaschenzug besteht aus einer Umlenkrolle mit Öse und dem Violinblock mit Öse sowie einigen Metern Seil.
Der Violnblock wird mit dem Schlüsselring verbunden. Hier erweist es sich als Vorteil, dass man den Schlüsselring auch beladen mit Knoten in die Öse der Rolle einfädeln kann.
Die Umlenkrolle wird mit der Öse an einem Haken fixiert. Sie ändert später nicht mehr ihre Position.
Das restliche Seil wird an dem Violinblock befestigt und über die Umlenkrolle und nochmal den Violinblock hin- und hergefädelt.  Siehe Abbildung.

Flaschenzug mit Violinblock

Das übrige Ende wird über die Umlenkrolle hinaus via die Eckrolle bis zur Klampe geführt. Der Flaschenzug und Ständer funktionieren bereits jetzt.

Flaschenzug mit Eck-Umlenkrolle

Klampe belegen

Zuletzt gilt es noch die nötige Seillänge zu ermitteln und das Ende des Seils an der Klampe festzuknoten. Wieder verwenden wir denselben Knoten wie zuvor. Am besten lässt man den Wäscheständer nun bis zur gewünschten Arbeitshöhe hinunter, achtet aber darauf, dass der Schlüsselring noch ein wenig Spiel hat. Das plus ein Bisschen ist die Länge des Seils. Bevor man jetzt überhastet Abschneidet sollte man vorher den Knoten machen und dann abschneiden.

Klampe mehr oder weniger gut Belegt und Seil belastet.

Fertig

Der höhenverstellbare Ständer ist fertig. Mit etwas Kraft kann man ihn nun hoch- und rungterfahren. Damit er auch schwer beladen oben bleibt, muss die Klampe korrekt belegt werden. Wichtig ist, als letzte eine umgedrehte Schlaufe aufzulegen.

Überlegungen

  • Haben die Löcher an der Decke einen ca. 10% größeren Abstand zueinander als die Fixierpunkte am Ständerrahmen, ergibt sich eine bessere Resistenz gegen Schaukeln. Denn der Ständer beschreibt mit den Seilen einen umgekehrten 4er-Pyramidenstumpf und hängt stabiler. Also 10% mehr planen.
  • Sollte der Kraftaufwand zu hoch sein, könnte man noch eine Weitere Ebene Flaschenzug hinzufügen.
  • Eine Weitere (oder halbe) Flaschenzugebene hat die Implikation, dass das Zugseil auf der anderen Seite herauskommt. Das kann ein Vorteil sein.
  • Der Flaschenzug kann über die verschiedensten Kombinationen aus Umlenkrollen mit Ösen und Haken, Violinblöcken oder Mehrrollenblöcken gebaut werden. Also einfach ausprobieren.
  • Man kann statt einer Klampe auch eine sog. Curryklemme benutzen.
  • Nicht gut: Mehrere fixe Schlaufen im Zugseil, die man in einen Haken einhängt. Denn die Schlaufen müsse in der Regel über die Eck-Umlenkrolle. Das geht nicht. Anm: Der Flaschenzug fürht zu einem vielfachen Weg des Zugseils relativ zum Verstellweg.

Duschvorhang-Magnet-Halt-Hack

Der Duschvorhang – immer da, wo er nicht hingehört und weg, wo man ihn braucht. Also so ein richtig flatteriges Wesen.

Aber was, wenn man den Duschvorhang so modifizieren könnte, dass er genau da an der Wand bleibt, wo man es „dicht“ braucht? Wäre das nicht optmal?

Der magnetisch haftende Duschvorhang

Es gibt was. Die guten Starkmagneten können einen Vorhang etwa da halten, wo man ihn gene hat. So könnte es aussehen:

Vorhang an Ösen mit Magneten fixiert.

Was man dazu braucht

  • Eine Ösenzange
  • Einige Ösen aus magnetischem Material
  • Enige Niob-Starkmagnete
  • Enige Streifen Gewebeklebeband
  • Einige Tropfen Sekundenkleber

Basteln

  1. Zunächst benötigt man mal einige Starkmagnete (oft Niob). Diese gibt es als ‚Centartikel‘ im Internet, man kann sie aber auch aus „schönen“ Verpackungen ausbauen. Z.B. wurde meine Maus in einer „geilen“ Verpackung geliefert, die so ein Türchen mit Magnetschnappverschluss hatte. Mit einem Messer ausschneiden und schon hat man den Magneten für eigene Experimente.
  2. Jetzt sollten die Ösen in den Vorhang eingezwickt weden.
    Man überlegt, wieviele Kontaktstellen man möchte / wieviele Magneten man hat. Alle 20-30 cm ist ausreichend. Ich habe dazu ein schwedisches Modell einer sog. Ösenzange benutzt:

    Ösenzange mit Ösen

    Auch wenn die Ösen wie Kupfer oder Messing aussehen, in wirklichkeit sind es nur elektrolytisch veredelte Eisen-Teilchen. Damit aber genau das Gegenstück für die Starkmagnete, das wir brauchen.
    Auch wenn die Ösen eine geringe Masse haben – es reicht. Alternativ kann man auch, Muße vorrausgesetzt, die Eisenplättchen aus der Verpackung mit ausbauen und irgendwie mit Nadel und Faden oder Sekundenkleber auf den Vorhang am Saume anbringen.

  3. Nun kommt der Teil mit den Magneten.
    Die müssen relativ exakt dort an der Wand landen, wo auch die Ösen am Saume des Duschvorhangs zu hängen kommen. Das geht am Besten mit ‚Versuch-und-Fehler‘. Zwar kann man die Magnete mit dem Sekundenkleber auch direkt auf die Fliesen aufkleben. Doch Korrekturen sind da nicht wirklich drin. Und bei Mietwohnungen stellt sich auch die Frage der Reversibilität. Also was ist die Lösung?

    Mit Sekundenkleber aufgeklebt.

    Man nehme ein Stück, einen Streifen Gewebeklebeband (auch bekannt als Duck-Tape, Panzer-Tape, etc.) und klebe den Starkmagneten zunächst dort mit dem Sekundenkleber auf. Jetzt ist es relativ einfach, die richtige Position zu finden und das Konstrukt an die Fliesen zu pappen.
    Zugegeben: So richtig toll sieht es nicht aus. Es sei dem Einzelnen überlassen, die Ränder mit einem Messer/Schere noch enzukürzen. Man beachte jedoch, dass dadurch die klebene Fläche abnimmt und der Halt gefährdet ist. Von der Variante, den Sekundenkleber sein zu lassen und stattdessen den Starkmagneten unter das Klebebandstück zu legen, rate ich eher ab. Die Konstruktion neigt dazu, sich auszubeulen und später abzugehen.

  4. Wenn alle Magnete ungefähr auf der Höhe der Ösen sind, ist der Hack fertig. Viel Spaß beim Basteln, Duschen, und Rumspritzen.

    Duschvorhang frei und Sicht auf Magnete an den Fliesen.